Transformationsprozesse in Schule, Theater, Kultureller Bildung

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von Cornelie Dietrich, Ute Pinkert

Erscheinungsjahr: 2022

Das Bildungssystem wie auch der staatlich subventionierte Kulturbetrieb in Deutschland, das wurde in den vergangenen Jahren deutlich, befinden sich in einem Transformationsprozess, der teils durch politische Vorgaben, teils durch gesellschaftliche Diskurse, teils aber auch durch Emergenzen in den Systemen selbst motiviert wird. Dabei wird der vielschichtige  Charakter von Transformation gegenwärtig unmittelbar erfahrbar: Zwar bestimmen aktuell Themen wie Inklusion, Diversität, Digitalität, Demokratieerziehung, Nachhaltigkeit die  gesellschaftlichen, bildungspolitischen und kulturellen Diskurse, doch stellt sich erst heraus, welche Richtung die Transformation einer Gesellschaft einschlägt, wenn verschiedene Kräfte im Verlaufe einer Transformation zusammenwirken und erfolgreich Pfadabhängigkeiten verlassen und Barrieren überwinden (vgl. Forschungszentrum für Nachhaltigkeit). Eine Unsicherheit macht sich breit.

Vielfältig sind zudem die von Transformation betroffenen Felder: Sie umfassen die materiellen, ökonomischen und institutionellen Grundlagen unserer Gesellschaft ebenso wie unser Denken, Wissen, Fühlen und unsere Körperlichkeit – mit offenem Ausgang. Können Kunst, Kultur und Bildung hierbei Podien bieten, Alternativen zur Gegenwart aufzuzeigen und Zukunft zu erproben? Unter welchen Bedingungen kann die Kulturelle Bildung Räume eröffnen, Transformationsprozesse nicht nur auszuagieren, sondern sie auch mitzugestalten, herauszufordern, zu modifizieren? Und wie verändert ein solcher Anspruch die reproduzierende und enkulturalisierende Funktion Kultureller Bildung? Das sind Themen, die weitreichend auf der 2022er kubi-online Jahrestagung „Zukunft Kultureller Bildung in Zeiten der Transformation“ an der Bundesakademie Wolfenbüttel diskutiert und im gleichnamigen kubi-online Dossier weitergedacht wurden. Im Dialog betrachten dies Cornelie Dietrich und Ute Schlegel-Pinkert beispielhaft für die Bereiche Schule und Theater und gehen dabei folgenden Fragen nach:

  • Wie zeigen sich Transformationsprozesse in Schule und Theater?
  • Was ist die gesellschaftliche Relevanz von Theater heute?
  • Wie entwickelt sich die Spannung zwischen Ästhetischem und Sozialem?
  • Welche Rolle spielt Kulturelle Bildung für Transformationsprozesse, wo transformiert sie (sich) selbst?

Verwendete Literatur

  • Felder, Franziska (2022): Inklusive Bildung und Transformation. Ein tätigkeitstheoretisch inspirierter Blick. In: Yacek, Douglas W.: Bildung und Transformation: Zur Diskussion eines erziehungswissenschaftlichen Leitbegriffs. Stuttgart: J. B. Metzler.
  • Forschungszentrum für Nachhaltigkeit (FFN): https://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/grundlagen/ffn/forschung/steuerung/gesellschaftliche_transf/index.html (letzter Zugriff am 6.11.22).
  • Hentschel, Ulrike (2021): Kleine Ordnung der Haltungen. Haltung als Voraussetzung, Produkt oder Produzentin theaterpädagogischer Praxis? In: Spaniel, Matthias/Wieser, Dorothee (Hg.): Haltung(en). Perspektiven auf die Selbst-Positionierung der Theatervermittlung. München: kopaed, 47 – 62.
  • Mollenhauer, Klaus u.a. (1996): Grundfragen ästhetischer Bildung. Theoretische und empirische Befunde zur ästhetischen Erfahrung von Kindern. Weinheim/München: Juventa.
  • Sharifi, Azadeh/ Skwirblies, Lisa (Hg.) (2022): Theaterwissenschaft postkolonial/dekolonial. Eine kritische Bestandsaufnahme. Bielefeld: transcript.
  • Siegmund, Gerald (2015): Abwesenheit. Bielefeld: transcript.
  • Ullrich, Wolfgang (2022): Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie. Berlin: Klaus Wagenbach.

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Cornelie Dietrich , Ute Pinkert (2022): Transformationsprozesse in Schule, Theater, Kultureller Bildung. In: KULTURELLE BILDUNG ONLINE:
https://www.kubi-online.de/artikel/transformationsprozesse-schule-theater-kultureller-bildung
(letzter Zugriff am 16.11.2022).

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