Themenfeld:

Theorie- und Praxisentwicklungen

136 Beiträge im Themenfeld

Von Felix Büchner, Sören Jannik Traulsen (2022)

Kritische Medienreflexion im ‚Postdigitalen Schultheater‘: Überlegungen im Kontext des Projektes „Theater - Auf(s) Spiel setzen“

Dieser Beitrag ist die Re-Lektüre eines Textes von Martina Leeker, erschienen 1998. Er fragt danach, welche Anknüpfungspunkte frühere Überlegungen zu ‚Neuen Medien‘ im Theater für die Rolle digitaler Medien in zeitgenössischer (Schul-)Theaterpädagogik bieten. Die Auseinandersetzung mit Interaktion und Partizipation führt dabei zu den Potenzialen kritischer Medienreflexion.

Von André Studt (2022)

Verortungen im fremden Gelände — Annäherungen an das Landschaftstheater von Louis Naef

Die (europäische) Theaterlandschaft wäre nach Personen, Positionen und Projekten abzusuchen, die sich am Konnex Landschaft-Theater-Spiel abarbeiten, um Menschen eine konkrete Umgebung zu schaffen, die sie per biographischer Erinnerung, lernender Erkundung und spielerischem Erleben biographisch verortet und mit Anderen in einen konkreten Zusammenhang setzt.

Von Mira Sack (2022)

Kann das Spiel noch Basisstation der Theaterpädagogik sein? Reflexionen über ein Steckenpferd

Performative Vermittlung ist dialogisches Handeln, das die Bühne hinter sich lässt und so in Wirklichkeiten eingreift, dass strukturelle Transformationsprozesse in Gang kommen können. Die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft kann dabei nur in gemeinsam geteilter Verantwortung entwickelt werden.

Von Frank Oberhäußer (2022)

Berechenbarkeit und Unberechenbarkeit als Merkmale von Spiel in interaktiven Performances des Performancekollektivs Turbo Pascal

In welchem Spannungsverhältnis stehen Berechenbarkeit und Unberechenbarkeit des Publikums in interaktiven Performancearbeiten? Der Artikel diskutiert diese Frage anhand von Probenprozess und Aufführung zweier Performancearbeiten des Kollektivs Turbo Pascal, im Zwischenbereich von Theater, Spiel, Kultureller und Politischer Bildung.

Von Mark Schrödter (2022)

Was bedeutet „Kultur macht stark“? Selbstbestimmung und das gute Leben als sozialpädagogische Perspektiven für die Kulturelle Jugendarbeit

In diesem Beitrag problematisiere ich zunächst den Begriff des selbstbestimmten Lebens, komme dann auf die Frage nach dem guten Leben, um dann auf die Frage nach wertvollem Tun, nach wertvollen Tätigkeiten zu gelangen. Denn ich glaube, Kulturelle Jugendarbeit besteht darin, Kindern und Jugendliche eine Vorstellung davon zu vermitteln, was es für wertvolle Dinge im Leben gibt.

Von Nora Leinen-Peters, Johanna Borchert (2022)

Umgrenzung des Kulturbegriffs im Bildungsdiskurs

Obwohl im Diskurs rund um Kulturelle Bildung Konsens über die Abkehr von Hegemonien besteht, durchflechten diese immer noch auf mehreren Ebenen die Auswahl Kultureller Bildungsinhalte. Der Beitrag reflektiert, wie dieser Problematik - mithilfe der kultursoziologischen Perspektive von Andreas Reckwitz - am Beispiel der Musikpädagogik begegnet wird.

Von Marion Gerards, Norbert Frieters-Reermann (2022)

Kulturelle Bildung: macht- und rassismuskritisch befragt. Von der Diskursforschung zur Handlungsverantwortung

Kulturelle Bildung in der postmigrantischen Gesellschaft ist in machtvolle Diskurse zu Flucht und Migration involviert, wie im BMBF-Forschungsprojekt „Flucht – Diversität – Kulturelle Bildung“ herausgearbeitet werden konnte. Auf der Basis der diskursanalytischen Ergebnisse werden Konsequenzen für eine macht- und rassismuskritische Kulturelle Bildung diskutiert, die ihrer Handlungsverantwortung gerecht werden möchte.

Von Lea Spahn (2022)

Kulturelle Bildungspraxis im Zeitalter planetarer Politik. Eine deutsch-tschechische Grenzwanderung als trans-korporale Erfahrung

Wie kann Kulturelle Bildungspraxis planetare Herausforderungen und Verantwortung adressieren? Der Artikel entwickelt mit dem Konzept der Trans-Korporalität einen kritisch posthumanistischen Zugang zu dieser Frage. Kontext ist ein Projekt, das sich an der Schnittstelle von ästhetischer Forschung, performativer Kunst und Aktivismus verortet.