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Baukultur

Die ästhetische Wahrnehmung von Architektur, Räumen und gestalteter Natur findet in den Bildungs- und Vermittlungsformaten Kultureller Bildung bisher kaum Beachtung. Deshalb nimmt kubi-online die Baukultur, Architektur, Landschafts- und Raumgestaltung, die Baukulturelle Bildung in den Fokus und plant hierzu die Veröffentlichung eines Themendossiers. Die Vermittlung von Baukultur ermöglicht ästhetische Erfahrungen und fördert vielfältige Kompetenzen zur Gestaltung und Aneignung des (bebauten) Raums, der Umwelt. Sie unterstützt die Reflexion über historische und zukünftige Lebensräume, die (Wohl-)Sein und Identität prägen und bietet Anregungen zur Auseinandersetzung mit Räumen und Bauwerken für neue, kreative Raumkonzepte.

Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen sind herzlich eingeladen, ihre vielfältigen (Fach-)Expertisen zu diesem Thema auf kubi-online zu veröffentlichen. Hier finden Sie mehr Informationen zum Autor*innen-Aufruf: Haus, Raum, Stadt - Baukulturelle Bildung als Teil der Kulturellen Bildung.

6 Beiträge im Themenfeld

Von Susanne Karow (2019)

Local Art – Transformative Perspektiven in der partizipativen Museumsarbeit

Wie wird aus einer Gruppe von Museumsaufsichten ein Künstler*innenkollektiv? Der Beitrag reflektiert aus vermittlungspraktischer und raumsoziologischer Perspektive Möglichkeiten für die Nachhaltigkeit partizipativer Bildungsprozesse.

Von Angela Dreßler, Stefanie Kiwi Menrath (2019 / 2018)

In Bewegung setzen – Ethnographie im Feld des Urbanen Lernens

Dieser Beitrag stellt die Anwendungsmöglichkeiten ethnographischer Ansätze in der Kulturellen Bildung im urbanen Raum vor: als situative, prozessorientierte und ergebnisoffene Methode, die in künstlerisch-forschenden oder emanzipatorischen Zusammenhängen eingesetzt werden kann und ein selbstreflexives Vorgehen unterstützt, welches machtsensible Bildungsprozesse sowie Selbstpositionierungspraktiken ermöglicht.

Von Meike Schuster (2014)

Raumaneignung und urbanes Lernen: Stadt als offener Spiel- und Lernraum.

Der spatial turn hat inzwischen auch die Kontexte von Künsten, Kultur, Bildung und Sozialem erreicht: Ästhetische Erfahrungen werden immer in der sinnlichen Auseinandersetzung mit der Umwelt gemacht, weshalb die natürliche oder künstlich geschaffene Umgebung großen Einfluss auf Lernen und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat. Vor diesem Hintergrund erhält der öffentliche Raum als existenzielle und personale Umwelt neue Bedeutung für ästhetische Erlebnisse und Aktivitäten. Diesen kulturpädagogisch zu erschließen und zu inszenieren wird zu einem neuen zentralen Ziel kulturell-ästhetischer Bildung.

Von Marion Thuswald (2013 / 2012)

Urbanes Lernen – Kulturelle Bildung in städtischen öffentlichen Räumen

Kulturelle Bildung findet auch außerhalb von Bildungs- und Kulturinstitutionen statt, wie der folgende Beitrag anhand von Praktiken urbanen Lernens in öffentlichen Räumen zeigt. Ausgehend von Überlegungen zu Stadt, Urbanität, öffentlichem Raum und Bildung sowie von Entwicklungen zeitgenössischer Kunst wird das Feld Kultureller Bildung in urbanen öffentlichen Räumen mit seinen Bedingungen und Herausforderungen im Folgenden skizziert.

Von Friederike Holländer , Katharina Stahlhoven (2013 / 2012)

Architektur in Kita und Schule

Der Mensch baut. Es ist ihm ein Grundbedürfnis, sich vor Einflüssen der Umwelt und anderen Gefahren durch gebaute Hüllen zu schützen. Von klein auf nimmt er daher Architektur wahr. „Daheim“, „zu Hause“, „in der Schule“, „im Kindergarten“, „auf dem Spielplatz“ – bereits die Kleinsten verbinden über die Sprache bestimmte Orte mit Architekturen und ihren Funkti­onen.

Von Katharina Matzig (2013 / 2012)

Architektur und Vermittlung

„Literatur und Schreiben“, so der Essayist und Autor des Buchs „Glück und Architektur“ Alain de Botton in einem Interview, das am 29./30.1.2011 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war, „kann ganz viele Menschen ein kleines bisschen verändern, aber Architektur kann das Leben ganz elementar verändern“. Es müsste daher selbstverständlich sein, sich mit der Architektur intensiv und so früh wie möglich zu beschäftigen.