Themenfeld:

Kontexte

Im Gegensatz zu den Feldern und Institutionen, in denen die Kulturelle Bildung selbst im Zentrum und in der Verantwortung steht, also in Theatern, Museen, Bibliotheken, Musikschulen, Medienzentren usw., behandeln die Autor*innen in diesem Themenfeld die Kulturelle Bildungspraxis in denjenigen Kontexten,  in denen die Kulturelle Bildung als Ergänzung oder spezifische Methode eingebettet ist. Sie reflektieren kulturpädagogische Zielstellungen und Herausforderungen vor dem Hintergrund der Spezifik bestimmter Orte bzw. Handlungsfelder wie Schule, Jugendarbeit, Sozialraum und Bildungslandschaft, Freiwilligendienste, Erwachsenenbildung, sozialer Arbeit oder politischer Bildung.

106 Beiträge im Themenfeld

Von Charlotte Prokop (2026)

„Das Theater war für mich immer ein sicherer Ort“: Wie kreative Räume Jugendliche stärken und Resilienz fördern

Kinder und Jugendliche fühlen sich psychisch zunehmend belastet. Das Recht junger Menschen auf ein sicheres und gesundes Aufwachsen ist als ein Kinderrecht automatisch auch Auftrag für Träger und Fachkräfte. Anhand einer Befragung wird aufgezeigt: Psychisch belastete Jugendliche fühlen sich an Orten der Kulturellen Bildung wohler und sicherer. Der Artikel diskutiert Potenziale Kultureller Bildung für Prävention, Destigmatisierung und Resilienz.

Von Ebru Tepecik (2025)

Das erste Diversity Audit Kunst & Kultur: Potenziale und Herausforderungen für den Kulturbetrieb

„Uns geht´s ums Ganze“ so lautet der Slogan des bundesweit ersten Diversity Audits Kunst & Kultur des Zentrums für kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg, das Kultureinrichtungen bei der Umsetzung eines Diversity Managements begleitet und dadurch den Aufbau von nachhaltigen Strukturen zu Diversity und Antidiskriminierung fördert. Der Beitrag reflektiert den Ansatz, die Zielsetzung und Rolle des neuen Programms im Kontext von Teilhabe und Diversität.

Von Lisa Unterberg (2025 / 2025)

Kulturelle Bildung und Digitalität: Von der postdigitalen Transformation zu einer veränderten Praxis

Wie verändern sich durch die postdigitale Transformation Diskurslinien Kultureller Bildung? Welche Potenziale und Ideen bringt Kulturelle Bildung ein, um die postdigitale Transformation wahrzunehmen, zu reflektieren und mitzugestalten? Diesen Fragen spürt der Beitrag mit einer theoretischen Einbettung und konkreten Praxisbeispielen nach.

Von Ralf Kuckhermann (2025 / 2015)

Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit

Ästhetische Praxis erweitert das klassische Methodenspektrum der Sozialen Arbeit. In einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet der Beitrag die Grundzüge einer ästhetischen Praxis in der Sozialen Arbeit: Als Prozess, als System von Handlungen und als Arbeitskonzept mit den Hauptfunktionen der Diagnostik, der Bildung und der gesellschaftlichen Partizipation. Zudem wird abschließend auf die Bedeutung des Nicht-Ästhetischen in der ästhetischen Praxis und die Frage nach der Kunst professionellen Handelns eingegangen.

Von Guido Bröckling (2025 / 2024)

Kritisch-reflexive Medienkompetenzförderung für alle

Medienbildung und Politische Bildung sollten das gemeinsame Ziel verfolgen, einen selbstbestimmten kritischen und reflektierten Umgang mit Medien und digitalen Systemen zu fördern und zugleich Gemeinschaftlichkeit und demokratische Strukturen zu stärken. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Ansätze einer sowohl kritisch-reflexiven als auch niedrigschwelligen medienpädagogischen Praxis für alle Kinder und Jugendlichen angelegt sein müssten.

Von Rainer Treptow (2025 / 1988)

Kulturelles Mandat. Soziale Kulturarbeit und kulturelle Sozialarbeit

Reflektiert werden Reichweiten und Grenzen der beiden Handlungsfelder, die sich mit den ästhetischen Werkbezügen des Kunst- und Kultursektors einerseits und den Lebenslagenbezügen sozialer Unterstützung des Sozialsektors andererseits befassen. Zwischen beiden lassen sich Verbindungen erkennen, die mit dem Begriff des Kulturellen Mandats markiert sind. Er dient dazu, die Anwaltschaft Sozialer Arbeit für den Eigensinn kultureller Ausdrucksformen von Adressaten hervorzuheben und die kluge Nutzung der Anregungspotentiale künstlerischer Gestaltung einzufordern.

Von Astrid Lembcke-Thiel, Anke Dietrich (2025 / 2024)

Nicht starr, sondern mobil! –  Ein Mobile als Denkmodell für gelingenden Transfer von Modellprojekten

Wenn sich ein Mobile in der bildenden Kunst denken lässt, um Bewegung zu komponieren, ließe es sich dann vielleicht auch als ein Modell für die Bedingungen des Gelingens von Transferprojekten denken? Und ließe sich am Ende sogar eine Übertragungsstruktur entwickeln, die ermutigt, statt abschreckt, die motiviert, anstatt zu lähmen? Die eine Gestaltungslust hervorbringt, statt in Erschöpfung zu bleiben?

Von Katharina Witte (2025)

MUSIK - BEWEGUNG - SZENE: Ein Gestaltungsprozess in einer heterogenen Gruppe

Wie kann die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule in sonderpädagogischen Kontexten genutzt werden, um künstlerisch- ästhetische Gestaltungsprozesse in einer heterogenen Gruppe zu einer gemeinsamen Gelingenserfahrung zu machen? Ein Theaterprojekt mit Schüler*innen und Studierenden wird im Hinblick auf das Potenzial improvisatorischer und partizipativer Vorgehensweisen dargestellt und diskutiert.

Von Damaris Nübel (2025 / 2024)

Theater in der Kita: Ein Katalysator für Bildungsprozesse in der frühen Kindheit

Anhand des Stuttgarter Kita-Abo-Projekts wird die Funktion von Theater in der frühkindlichen Bildung analysiert und dessen Einfluss auf sprachliche, soziale und ästhetische Bildungsprozesse bewertet. Es wird dargelegt, dass Theater als Medium sowohl rezeptive als auch produktive Erfahrungsdimensionen eröffnet und Selbstbildungsprozesse sowie Teilhabe von Kindern, unabhängig von der sozialen Herkunft, fördert.

Von Kristin Elsner, Börge Meyn (2025)

Zwischen Selbstwirksamkeit und Beteiligung in ländlichen Räumen - Kulturelle Bildung und Schule im Spannungsfeld?

Jugendkulturelle Interessen als Ausgangspunkt für die Gestaltung der eigenen Lebenswelt verstehen und damit mehr Kulturelle Bildung für Oberschüler*innen in ländlichen Räumen ermöglichen – das waren die Hauptziele der KulturStarterInnen in Sachsen. Die Projektleiter*innen schauen reflektierend auf das Projekt zurück und stellen prägnante Ergebnisse vor.