Themenfeld:

Adressat*innen

Dieses Kapitel richtet den Fokus auf besondere Adressatengruppen und greift die Verantwor­tung von Akteuren, Einrichtungen und Verbänden der Kulturellen Bildung auf, die subjektiven Potenziale und strukturellen Einschränkungen der Teilhabe an Künsten, Bildung und Kultur zu berück­sichtigen.

65 Beiträge im Themenfeld

Von Damaris Nübel (2024)

Biografisches Schreiben in der Bildungsarbeit von Jugendfreiwilligendiensten. Didaktische und methodische Perspektiven

Freiwilligendienste sind eine wichtige biografische Lernphase und die Träger von Bundes- und Jugendfreiwilligendiensten reagieren in ihrer Bildungsarbeit mit vielfältigen Angeboten auf den Bedarf nach biografischer Orientierung. Konkret werden in diesem Beitrag die Potentiale des biografischen Schreibens als Methode für die Freiwilligenbildung ausgelotet. Die These lautet dabei, dass sich mit Hilfe literarischer Texte biografische Re-, De- und Konstruktionsprozesse anregen lassen.

Von Ulrike Gerdiken (2024)

Kulturelle Bildung und die Wirtschaft – eine Allianz für eine vielfältige und demokratische Zukunft?

Wenn Kulturelle Bildung im Bereich der Personal- und Führungskräfte aktiv wird, wechselt sie dann die Seiten von Humanismus zum Kapitalismus? Der Artikel geht dieser Frage nach und zeigt, welche Chancen einer solchen Allianz innewohnen können, um dem Ziel einer Gesellschaft, in der Menschen selbstbestimmt und verantwortungsbewusst zusammenleben, näher zu kommen.

Von Birgit Mandel (2024)

Publikums-Zugewandtheit als institutionelle Grundhaltung

Wie ein klassisches Musikfestival konsequent publikums- und teilhaberorientiert aufgestellt werden kann durch Cross-Over-Programme, erlebnisorientierte Formate, zugängliche Kommunikation und Vermittlung, vielfältige neue Kooperationen und aktive Einbindung von Menschen über das Klassikpublikum hinaus, zeigt das Beethovenfest Bonn.

Von Felicitas Lowinski, Esther Harmat (2023)

Intergeneratives Tanztheater als ästhetisches Vermittlungsmodell

Tanztheater verbindet Generationen. Dies zeigt ein Forschungsprojekt an der Hochschule Niederrhein, welches aus der Perspektive der ästhetischen Forschung ein Semester lang ein intergeneratives Tanztheaterensemble, bestehend aus neun Studierenden und neun Senior*innen, begleitete.

Von Katrin Höhne, Lutz Schäfer (2023)

Kulturelle Bildung als ungesicherte Praxis

Kulturelle Bildung, künstlerische Praxis als Begegnung mit dem Unverfügbaren können als eine lebendige, risikoreiche, singuläre Auseinandersetzung mit sich selbst, Anderen und Anderem dienen und als offener Dialog einer ungesicherten, staunenden, herantastenden, verändernden Praxis eine Antwort auf die aktuellen Krisen sein: in Form der transformatorischen Bildung.

Von Christoph Rodatz (2023)

Improvisieren bei „i can be your translator“ als Alternative für den Dramentext und die Schauspielerei

Welche Strategien gibt es, um auf der Bühne zu stehen, obwohl man ohne Dramentext, Verkörperung von Figuren und eine Erzählung auskommen will und keine*r eine Schauspielausbildung hat? Das wird an zwei Beispielen des Kollektivs i can be your translator erörtert, die auf Improvisieren zurückgreifen.

Von Martin Weber (2023)

Gruppenimprovisation in inklusiven Settings

Vor dem Hintergrund inklusionsdidaktischer Anforderungen und Postulate (etwa „Gemeinsamer Gegenstand“) wird ein mögliches interaktives gemeinsames Moment von Gruppenimprovisation vorgeschlagen. Auf dieser Grundlage werden unterrichtspraktische Perspektiven für inklusiven Musikunterricht im Lernfeld Improvisation vorgestellt.

Von Susanne Köszeghy (2023)

Das Wiesenkonzert: Über ein künstlerisch-pädagogisches Improvisationskonzept im Rahmen der Frühkindlichen Kulturellen Bildung

Improvisation mit Klängen und Geräuschen in der freien Natur als Vermittlungsprojekt im Elementarbereich: Der Artikel beschreibt konkret die Herangehensweise einer künstlerischen Intervention vor dem Hintergrund von aktuellen Begründungs- und Qualitätsdiskursen der (Frühkindlichen) Kulturellen Bildung.

Von Stefanie Kiwi Menrath (2023)

Klassismuskritische Kulturelle Bildung vor dem Horizont der Cultural Studies. Warum »Zugang schaffen« keine Lösung, sondern das eigentliche Problem ist

Kulturelle Bildungsprojekte wollen häufig Zugänge schaffen. Aus klassismuskritischer Perspektive ist zu fragen: Zugang wozu? Der Beitrag problematisiert den affirmativen Kulturbegriff Kultureller Bildung als Teil von Klassenungleichheit. Er fordert, die enge Verwobenheit der ökonomischen und der kulturellen Dimension von Klassismus im Bereich der Kulturellen Bildung zu reflektieren und das Kulturverständnis radikal zu erweitern.

Von Judith Müller (2023)

Musikalische Angebote in der Offenen Kinder- und Jugendkulturarbeit klassismussensibel gestalten - Videovortrag mit textlicher Einfassung

Ein Vortrag zu klassistischen Zugangsbarrieren in der Kulturellen Bildung. Am Beispiel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden Lösungsansätze für Teilhabe und Partizipation aufgezeigt und dazu angeregt, Angebote umzustrukturieren sowie Positionierungen innerhalb des Feldes zu reflektieren.