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Adressat*innen

Dieses Kapitel richtet den Fokus auf besondere Adressatengruppen und greift die Verantwor­tung von Akteuren, Einrichtungen und Verbänden der Kulturellen Bildung auf, die subjektiven Potenziale und strukturellen Einschränkungen der Teilhabe an Künsten, Bildung und Kultur zu berück­sichtigen.

44 Beiträge im Themenfeld

Von Michaela Kramer, Jane Müller, Mareike Thumel, Katrin Potzel (2022)

‹Ich wurde auf einem Bild markiert, da war so ein Mädchen und die war nackt›

Für Jugendliche sind (digitale) Bilder omnipräsent. Wie sie mit sexualisierten Bildern in Social-Media-Kontexten umgehen können, wurde in einer explorativen Studie vor dem Hintergrund medienpädagogischer Jugendforschung und der Ansätze der visuellen Kompetenz und der Digitalen Souveränität erforscht. Ziel des Beitrags ist, auf empirischer und theoretischer Ebene ein Verständnis für das Aufwachsen in einer tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft zu entwickeln.

Von Matthias Heider (2022)

Rechtsextremes Framing auf YouTube: Darstellungsformen und Ästhetik von Influencer*innen der Identitären Bewegung

Der Beitrag analysiert fünf typische Videos der rechtsextremen Identitären Bewegung mittels qualitativer Inhaltsanalyse und anhand der Erkenntnisse der Framing-Theorie. Dabei wird deutlich, dass sich die Produzierenden der ID der gängigen Ästhetik der YouTube-Plattform und bekannten Sehgewohnheiten anpassen, um ihre Inhalte weniger radikal wirken zu lassen. Die Ergebnisse der Studie bieten auch Anknüpfungspunkte für die praktische Arbeit gegen Rechts.

Von Sandra Czerwonka, Johannes Bilstein (2022)

Familien als Kulturräume der Kindheit: Eine Befragung von Eltern zur Bedeutung und Praxis Kultureller Bildung

Familien gehören zu den primären Bildungsräumen von Kindern. Die Studie „Eltern/Kinder/Kulturelle Bildung“ untersucht Zusammenhänge zwischen kulturellen Präferenzen von Eltern, dem von ihnen berichteten kulturellen Interesse ihrer Kinder und der elterlichen Förderung kultureller Aktivitäten.

Von Nina Kiel (2022 / 2021)

Teilhabe im Kontext digitaler Spiele: Games und ihr Potenzial für die Umsetzung von Kinderrechten

Zwei Drittel aller Jugendlichen spielen Online-Spiele, die ihnen ermöglichen, sich zu erholen, verschiedene Identitäten auszuprobieren oder sich in Communities zu engagieren. Es braucht laut Nina Kiel aber eine ausgrenzungssensible Spielekultur und -branche, damit Kinder und Jugendliche vor Diskriminierung, Mobbing oder Kostenfallen geschützt sind.

Von Philipp Schrögel (2021)

Kultur für alle – Wissenschaft für alle

Die Forderung „Kultur (oder Wissenschaft) für alle“ sollte zuerst die Frage aufwerfen, wer denn bisher ausgeschlossen ist. Zur Beantwortung für die Wissenschaftskommunikation wurden im Projekt „Wissenschaft für alle“ Exklusionsfaktoren identifiziert und inklusive Formate in partizipativen Projekten erarbeitet und getestet.

Von Susanne Quinten, Maike Cigelski (2021)

Allgemeine Leitlinien für die Anleitung künstlerisch-kreativer Tools in der inklusiven Kulturarbeit

Kulturelle Bildungsmaßnahmen in stark heterogenen Lerngruppen stellen Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Der Beitrag reflektiert Handlungsorientierungen für das gemeinsame Unterrichten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung und stellt Leitlinien für eine inklusive Kulturarbeit sowie deren forschungsbasierte Entwicklung im Rahmen des Projektes „Creability - Creative methods for an inclusive cultural work in Europe" vor.

Von Sidonie Engels (2021)

Kunst und ästhetisch-bildnerisches Tun im Elementarbereich

Frühe Kulturelle Bildung rückt immer mehr in den Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit. Es steht an, das Feld aus der Perspektive der einzelnen Sparten genauer in den Blick zu nehmen. In Bezug auf Bildende Kunst und ästhetisch-bildnerisches Tun liefert der Beitrag eine Bestandsaufnahme und bietet Anstöße zur Diskussion.

Von Bünyamin Werker (2021)

Kulturelle Bildung für alle – mit allen, also auch mit rechten Jugendlichen?

Ausgehend von der Darstellung grundlegender Dimensionen von Präventionsarbeit im Kontext von Rechtsextremismus werden Potenziale als auch Ambivalenzen einer Jugendkulturarbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen erörtert. Herausgearbeitet wird, dass diese Arbeit viel milieuspezifisches Wissen, aber ebenso auch eine pädagogische sowie politische Haltung erfordert.

Von Bettina Uhlig, Carolin Pauke (2021)

Kindorientierte Vermittlung im Museum. Zum Beispiel: ein mittelalterliches Reliquiar

Wie können Kinder historische Kunst, deren Herkunft außerhalb ihrer Lebenszusammenhänge liegt, verstehen lernen? Und welches Bildungspotenzial bieten diese Artefakte? Der Beitrag regt zur Diskussion einer kindorientierten Kulturvermittlung an und vermittelt konzeptionelle Grundlagen zur Kunstrezeption mit Kindern.