Stichwort:

Ästhetische Bildung

18 Beiträge mit dem Stichwort

Von Anke Wischmann (2018)

Wessen (Kulturelle) Bildung zählt? Eine rassismuskritische Analyse ästhetischer Bildungstheorie am Beispiel Hegels

Der Bezug auf Hegel begründet sich daraus, dass er bis heute großen Einfluss auf (bildungs-)philosophische Diskurse nimmt und weil sich anhand seiner bildungs- und kulturtheoretischen Arbeiten rassistische Ideen sehr gut herausarbeiten lassen. Anhand zweier Beispiele kulturell-ästhetischer Erfahrungen Jugendlicher wird die Bedeutsamkeit der dem ästhetischen Bildungsdenken inhärenten Rassismen als bildungsrelevant herausgearbeitet.

Von Christian Kammler, Lea Spahn (2018)

Kooperativität in einem heterogenen Feld – Interprofessionelle Begegnung im Weiterbildungsmaster „Kulturelle Bildung an Schulen“

Der Artikel diskutiert die Frage nach Weiterbildungsformaten, die neben strukturellen Fragen der Ausgestaltung vor allem das interprofessionelle Miteinander im komplexen Akteursgefüge thematisieren und die (kritische) Reflexivität der Akteure zu einem zentralen Punkt gelingenden Handelns machen.

Von André Schütte (2018)

Verwoben und ambivalent. Das Verhältnis von Bildung und Konsum in der Kultur der Moderne

Der vorliegende Beitrag interpretiert die geläufige Gegenüberstellung von Bildung und Konsum als strategisches Element im Ringen um soziokulturelle Deutungshoheit. Demgegenüber stellt er heraus, dass Bildungsprozesse im Sinne des Neuhumanismus den modernen Konsum vorbereiten, indem sie das sich bildende Subjekt mit den für das Konsumieren nötigen Dispositionen ausstatten.

Von Verena Freytag, Caroline Theurer, Tatjana Hein (2018)

„Ich dachte, es kommt so ein Hippie-Kram“ - Was Grundschullehramtsstudierende mit dem Inhaltsbereich „Ästhetische Bildung“ verbinden und welche Erwartungen sie daran haben

Die nationale Forschung zur ästhetisch-kulturellen Bildung verzeichnet Lücken. Dies betrifft auch die Frage nach der Ausbildung von Lehrkräften. Die vorgestellte Studie verfolgt unter anderem das Ziel, die Frage nach der Qualität der Lehrerausbildung bezogen auf die ästhetische Dimension weiterzuentwickeln.

Von Joachim Ludwig (2018)

d.art – Eine pädagogische Weiterbildung zur Selbstverständigung über das Verhältnis von Kunst und Pädagogik

Vorgestellt wird ein Konzept, welches für Kunst- und Kulturschaffende* eine Weiterbildungsdidaktik vom Standpunkt des Subjekts entwickelt, um Selbstverständigungsprozesse für künstlerisch-pädagogisches Handeln zu unterstützen und zur reflexiven Gestaltung pädagogischer Beziehungen in Kunstprojekten mit Schüler*innen anzuregen.

Von Ulrike Gerdiken (2018)

Management mit Taktgefühl – Qualifizierung von Führungskräften durch ästhetische Bildung, dargestellt am Beispiel Rhythmik

Immer mehr Unternehmen entdecken die Kulturelle Bildung für ihre Personalentwicklung. Neben Ausbildungskonzepten, in denen die Arbeit mit kulturpädagogischen Elementen mancherorts inzwischen fest etabliert ist, wird auch in Programmen für die Führungskräfteentwicklung vermehrt darauf zurückgegriffen. Aber passen Kulturelle Bildung und Management zusammen? Finden sich zwischen dem auf gesellschaftliche und politische Teilhabe ausgerichtete emanzipatorische Bildungsansatz und einem auf Wertsteigerung und Gewinnmaximierung ausgerichtetes Management tatsächlich Gemeinsamkeiten? Der Beitrag zeigt am Beispiel der Rhythmik auf, unter welchen Voraussetzungen eine Zusammenarbeit zwischen beiden Bereichen möglich wäre.

Von Agata Wozniesinska (2017)

Repräsentationen natio-ethno-kultureller Vielfalt im Sachbilderbuch – Exempel einer rassismuskritischen Analyse

Sachbilderbücher sind nicht nur ein Ort, an dem Wissen über die Welt vermittelt wird, sondern zentral daran beteiligt, diese Welten zu konstruieren. In der vorliegenden Arbeit wird anhand einer rassismuskritischen Sachbilderbuchanalyse dargelegt, auf welche Art und Weise natio-ethno-kulturelle Lebensformen in der Kinderliteratur repräsentiert werden.

Welchen Beitrag leisten Kinderbücher zur Aufrechterhaltung rassistischen Wissens und inwieweit entfalten sie ihr Potential, rassistischer Praxis Alternativen entgegenzusetzen?

Von Ulrike Gerdiken (2017)

Emanzipation versus Optimierung? Über das spannungsreiche Verhältnis von Kultureller Bildung und Personalentwicklung

Kultur und Wirtschaft – kann das zusammengehen? Im Bereich der Personalentwicklung zeigt die tägliche Praxis, dass dies möglich ist. Kulturpädagogische Elemente sind in manchen Unternehmen inzwischen selbstverständlicher Bestandteil der Personalentwicklung. Was die Unternehmen dazu motiviert und wie sich die Kulturelle Bildung zu dieser kulturpädagogischen Personalentwicklung positioniert, hat die Autorin in einer Studie untersucht, die im Folgenden kurz zusammengefasst wird.

Von Fabian Hofmann (2016)

Vermitteln und aneignen lassen im Spiel der Differenzen. Pädagogische Kunstkommunikation in Schule und Museum

Was vor einem Kunstwerk passiert – beispielsweise bei einer Museumsführung oder weiter gefasst auch im Kunstunterricht – steht im Mittelpunkt dieser Untersuchung. Sie entwirft auf Grundlage empirischer Analyse und theoretischer Verortung ein Modell der „Pädagogischen Kunstkommunikation“ mit dem Fokus auf Vermittlung und auf Aneignung. Pädagogische Kunstkommunikation erweist sich dann als ein Zusammenspiel von Vermittlung und Aneignung, das sozial und performativ im Raum erfolgt und auf ästhetischen Erfahrungen aufbaut.

Von Constanze Rora (2015 / 2012)

Ästhetisches Hören – Theoretische und didaktische Dimensionen auditiver Wahrnehmung in der Ästhetischen Bildung

Bereits bei der alltäglichen Hörwahrnehmung wechseln sich automatisierte Prozesse mit intentionalem Aufmerken ab. Im Unterschied zur alltäglichen Wahrnehmung ist die ästhetische von der Orientierungsfunktion freigestellt. Für den ästhetisch Wahrnehmenden sind die Informationen, die mithilfe der Sinnesorgane über die Umwelt zum Zwecke einer sinnvollen Ausrichtung des eigenen Handelns aufgenommen werden, weniger wichtig als eine Hingabe an die Erscheinung und Präsenz der Umwelt. Hörerziehung im Kontext des Schriftspracherwerbs und Musiklernens zielt auf eine Neuorientierung in der holistischen Reizverarbeitung. Wiederholendes Üben hat dabei die Funktion, dass sich neue Muster etablieren und sicher beherrscht und automatisiert werden. Eine diese Alphabetisierung und Übung in der feststellenden Wahrnehmung um die Dimension ästhetischen Wahrnehmens erweiterte Hördidaktik sollte die Leiblichkeit des Sprechens und Hörens in den Blick nehmen und dem Hier und Jetzt sprachlicher und musikalischer Gestalten und Situationen nachspüren.