Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

248 Beiträge im Themenfeld

Von Nana Eger, Antje Klinge (2024)

Qualität zeitgemäßer Tanzvermittlung

Über Qualität zeitgemäßer Tanzvermittlung zu schreiben, ist ein ‚heißes Eisen‘. Denn was heißt hier Qualität und wer bestimmt diese? Die Autorinnen gehen davon aus, dass der Qualitäts- wie auch der Vermittlungsbegriff als ein relationaler diskutiert werden muss und nicht unabhängig von gesellschaftlichen Kontexten denkbar ist. Tanzvermittlung kann nur dann als zeitgemäß bezeichnet werden, wenn die Situiertheit des Tanz-(Vermittlungs-)geschehens einbezogen wird.

Von Leopold Klepacki, Tanja Klepacki, Benjamin Jörissen (2024 / 2023)

‹Schule – Nicht-Schule – Nicht-Nicht-Schule› Entgrenzungspotenziale ästhetischer Praktiken in Schule und Unterricht

Der vorliegende Beitrag nimmt Schule zunächst aus einer dezidiert praxeologisch-kulturtheoretischen Perspektive sowie als einen zentralen Ort der Präsentation und Repräsentation von Kultur in den Blick. Er geht der Frage nach, inwiefern ästhetische Praktiken aufgrund der potenziell transgressiv-explorativen Grundstruktur ästhetischer Artikulationsweisen dazu beitragen können, «Third Spaces» zu eröffnen, welche vor dem Hintergrund neu- und andersartiger Relationierungsangebote bspw. Subjektpositionen jenseits tradierter kultureller Normen ermöglichen.

Von Kathrin Borg-Tiburcy (2024)

Offenheit und Irritation in kreativen Gestaltungsprozessen – Transfer- und Reflexionsimpulse für die wissenschaftliche Produktion von Wissen?

Verwandtschaftliche Verhältnisse zwischen kreativen Gestaltungsprozessen und wissenschaftlichen Erkenntnisprozessen werden theoretisch begründet und an einem Lehr-Lernforschungsprojekt erläutert.

Von Micha Kranixfeld, Wiebke Waburg, Barbara Sterzenbach (2024)

„Kritische Raben“ – Eine Einladung zum prozesshaften Ergreifen von Transfergelegenheiten

Transfer ergibt sich oft als spontane Gelegenheit und Interesse im Prozess. Aus dieser Erfahrung leiten die Autor*innen einen strukturellen Vorschlag für das Feld der Kulturellen Bildung ab: Kritische Raben sollen als Vermittler*innen und Reflexionspartner*innen eingesetzt werden.

Von Kristin Westphal, Micha Kranixfeld (2024 / 2023)

Landschaft als Mitspielerin?

Die Forschung zur Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen erfordert auch, sich mit dem Landschaftsverständnis und seiner Herkunft auseinanderzusetzen. Der Artikel beleuchtet zum einen Historie und Wandel des Landschaftsbegriffs. Zum anderen wird die Bedeutung von Landschaft als Mitspielerin für andere Bezugsweisen befragt, wie sie exemplarisch durch die performative Praxis dargestellt wird. Hinterfragt werden Grenzziehungen wie Natur-Kultur, Stadt-Land, Subjekt-Objekt, Eigenes-Fremdes oder Produktion-Rezeption.

Von Bettina Bläsing (2023)

Der Meister ist immer der Fluss, oder: Die Autorität des Unvorhersehbaren

Anhand von wissenschaftlichen Diskursen zur musikalischen und tänzerischen Improvisation und Unterrichtsbeispielen von Peter Jarchow wird hier den Fragen nachgegangen: Ist Improvisation „an sich“ lern- und trainierbar, und wie kann und sollte sie gelehrt oder vermittelt werden?

Von Johannes Treß (2023)

Anleiten, begleiten und leitenlassen – Rekonstruktion unterschiedlicher Modi des Anleitungshandelns beim Improvisieren im Musikunterricht

Dieser Beitrag betrachtet die Praxis des Anleitungshandelns von Musiklehrkräften in Gruppenimprovisationen unter dem empirisch-rekonstruktiven Brennglas. Mittels der Dokumentarischen Methode werden drei Modi des Anleitungshandelns rekonstruiert und in Beziehung zu den Interaktionsprozessen der Schüler*innen gesetzt. Besonders rückt dabei der Begriff der „musical agency“ in den Vordergrund.

Von Christopher Wallbaum (2023)

Dritte Räume oder Musikpraxen erfahren und vergleichen. Eine glokal kulturreflexive Prozess-Produkt-Didaktik

Das praxistheoretisch fundierte Modell „Musikpraxen erfahren und vergleichen“ (Mev) stellt eine Lösungsmöglichkeit für grundsätzliche Probleme Interkultureller Musikpädagogik (IMP) dar, die so oder ähnlich in vielen Feldern Kultureller Bildung erscheinen. Der Begriff des Dritten Raumes nach Homi K. Bhabha im Titel signalisiert, dass und wie Mev die kulturelle Dimension von Musik und Pädagogik reflektiert und einwebt.

Von Ina Henning, Jonas Teipel (2023)

Musikalische Improvisationen im schulischen Musikunterricht

Der Artikel befasst sich mit in- und exklusiven Musizierpraktiken im Musikunterricht einer Sekundarstufe I, die mittels Video-Stimulated Recall Interviews mit Lehrkräften reflektiert wurden. Dabei wurden sowohl Lernwiderstände als auch gelungene Musiziersituationen thematisiert.