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Empirische Forschung / Studien

Zahlreiche unterschiedliche Forschungsdisziplinen, Forschungsansätze und -methoden sind für die Forschung über die Nutzung und Qualität Kultureller Bildungsangebote von Bedeutung. Wissen und Erkenntnisse über historische und internationale Forschung, Begrifflichkeiten, Prozesse und Wirkungen Kultureller Bildung werden von den Autor*innen dargelegt, um die Praxis Kultureller Bildung zu verbessern. Die Beiträge ermöglichen eine Annäherung an das komplexe Forschungsfeld zu Künsten, Kultur und Bildung.

231 Beiträge im Themenfeld

Von Wiebke Krieger (2026)

Über den Tellerrand geschaut: Kultur- und bildungspolitische Programme in England und Spanien als Inspirationen für die Denkmalvermittlung in Deutschland

Wie kann Denkmalpflege erfolgreich an die breite Bevölkerung vermittelt werden? Dieser Artikel analysiert innovative Strategien in Spanien und England im Vergleich mit dem deutschen Status quo und leitet anhand von Diskursanalysen und Exper:inneninterviews Konzepte für die Stärkung der Denkmalvermittlung ab.

Von Tamara Schmidt, Andrea Welte (2026)

Musikvermittlung im Modus der Improvisation. Ergebnisse einer Studie zu Improvisations-Workshops in Schulen

Wie lässt sich Improvisation vermitteln, wenn sie erst im gemeinsamen Tun entsteht? Der Artikel rekonstruiert Orientierungen und Praktiken von Musiker*innen in Schul-Workshops zum Thema „Improvisation“ und zeigt, wie sich neue Gestaltungs- und Deutungsräume öffnen, in denen soziale, ästhetische und normative Ordnungen performativ hergestellt und transformiert werden.

Von Veronika Hofer (2026)

Zwischen Kunst und Klima: Wie Wortfrequenzen künstlerische und ökologische Gesellschaftsverantwortung sichtbar machen

Dieser Text untersucht Zusammenhänge zwischen Artistic Citizenship, den Sustainable Development Goals (SDGs) und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Form einer Wortfrequenzanalyse. Die Notwendigkeit einer künftigen veränderten Professionsausrichtung für die Musikpädagogik als Teildisziplin der Kulturellen Bildung wird betont.

Von Birgit Mandel (2026)

Transformation und Change Management in Kulturorganisationen. Ziele, gesellschaftliche Treiber, Gelingensbedingungen. Ergebnisse einer Befragung in Deutschland und der Schweiz

Was macht eine Kulturorganisation kompetent für grundlegende Veränderungen? Dieser Beitrag fokussiert die wesentlichen Ergebnisse einer empirischen Studie der Kulturmanagement-Abteilungen der Universitäten Basel und Hildesheim und fragt danach, was diese für den Stellenwert Kultureller Bildung bedeuten können. Die Studie zeigt: Das Problembewusstsein für die Notwendigkeit von Transformation ist in Kulturorganisationen sehr hoch.

Von Susanne Keuchel (2026)

Aufgaben, Ziele und Wandel Kultureller Bildung in Kultureinrichtungen

Die Studie evaluierte die Bildungsarbeit in den dauerhaft von BKM geförderten Einrichtungen. Ein Fokus lag auf den Zielen Kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe zu verankern, einen eigenen Bereich für Bildungsarbeit angemessen auszustatten, abteilungsübergreifende Zielgruppenstrategien und zeitgemäße Bildungskonzepte zu entwickeln. Die Studie liefert damit empirische Befunde zum Status Quo Kultureller Bildung in den Einrichtungen unter den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels.

Von Uta Czyrnick-Leber, Lara Lesch, Tiago Manquinho (2025)

Die Arbeit am Loslassen – Zeitgenössischer Tanz mit Sportstudierenden

Sportstudierende nutzen Irritationen im zeitgenössischen Tanz als Lernanlässe und überführen sie reflexiv in Bildungsmomente. 163 Reflexionsportfolios aus 15 Tanzseminaren wurden qualitativ und quantitativ ausgewertet. In einem prozessorientierten Arbeiten können die Studierenden neue Perspektiven gewinnen und eigene Bedürfnisse wahrnehmen. Das Loslassen fachlicher und geschlechtsbezogener Konventionen gelingt Studentinnen leichter als Studenten.

Von Birgit Wolf (2025)

Klubhaus der Gewerkschaften „Joliot Curie“ Riesa: Was war? Was bleibt von der Kulturarbeit in der DDR?

Die ca. 2.000 Kulturhäuser der DDR waren die Einrichtungen der (Breiten-)Kulturarbeit in der Stadt und auf dem Land, einer „Kultur für alle“. Wie deren Angebote die Kulturlandschaft einer Stadt bis heute prägen, wird in diesem Artikel exemplarisch anhand des Klubhauses der Gewerkschaften „Joliot Curie“ in Riesa dargestellt.

Von Ulrike Stutz (2025)

Zwischen Tradition und Innovation – Transformationspotenziale Kultureller Bildung im ländlichen Raum Ostdeutschlands

Der Beitrag analysiert Wandlungspotenziale Kultureller Bildung unterschiedlicher Sparten im ländlichen Raum Ostdeutschlands aus der Perspektive von Akteur*innen. Er entwirft Optionen für kulturpolitische Strategien, die implizite Transformationsressourcen von Kulturakteur*innen produktiv machen.

Von Oxana Ivanova-Chessex , Anja Morawietz (2025 / 2025)

(Ent)auratisierungen – Videographische Analysen zur Materialität des Bildes in der Kunstrezeption der ersten Schuljahre

Wie wird eine Farbkopie im Klassenzimmer als Kunst lesbar? Der Beitrag beschäftigt sich mit sozialen Praktiken der Kunstrezeption im Unterricht, die zwischen Re- und Entauratisierungen eines Bildes oszillieren. Anhand von ausgewählten Szenen aus Videodaten, die Bildrezeptionen mit Kindern des Kindergartens und der ersten Primarschulklasse in der Schweiz analysieren, wird aufgezeigt, wie Lehrpersonen und Kinder die Beziehung zwischen den Originalen der Kunst, die im Atelier, in der Galerie oder im Museum anzutreffen sind, und deren Reproduktionen im Klassenzimmer gestalten.