Themenfeld:

Strukturen

20 Beiträge im Themenfeld

Von Birgit Mandel (2018)

Kulturvermittlung in klassischen Kultureinrichtungen: Ambivalenzen, Widersprüche und Impulse für Veränderungen

Kritisch hinterfragt werden bisherige Handlungsstrategien institutioneller Kulturvermittlung. Der Preis „ZukunftsGut“ dient als Beispiel, um Qualitätsdimensionen für Kulturvermittlung in einer diversen Gesellschaft zu erörtern.

Von Birgit Wolf (2018)

Vier Flächenländer im Blick: Strategien und Programme zu Kultur und Bildung

Auf den Ebenen von Bund und Ländern existieren eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für Kultur und Bildung mit jeweils spezifischen Zielsetzungen. Dieser Beitrag wirft einen aktuellen Blick auf vier Bundesländer und deren Strategien, geförderte Strukturen, Netzwerke der ehren- und hauptamtlichen Akteure, auf Erfolge und Hürden. Aufgezeigt werden beispielhaft (Modell)Programme der Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen aus vier Flächenländern: Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen. Trotz der spezifischen Zuschnitte eint diese Programme die interdisziplinären und intergenerativen Ansätze ebenso wie gemeinsame Strategien zwischen Bewahren und Erneuern sowie der Stärkung der Akteure vor Ort durch Beratung, Vernetzung und Qualifizierung. Doch reicht dies, um die Unterschiede zwischen Stadt und Land auszugleichen?

Von Jakob Johannes Koch (2018)

Kirchen und Kulturarbeit auf dem Land

In den ländlichen Räumen Deutschlands ist die Kirche seit mehr als 1200 Jahren Anstifterin wertebezogener Bildungsprozesse und -netzwerke. Mit ihren sozialen Strukturen wie Beratungsstellen, Kindergärten, Caritas-/Diakonie-Diensten, Verbänden und räumlichen Versammlungsmöglichkeiten bieten beide Kirchen, die katholische und die evangelische, auch ein infrastrukturelles Grundgerüst für musisch-ästhetische wie kulturell-bildende Aktivitäten. „Kulturdiakonie“ nennt die Kirche dieses Konzept. Kirchliche Kulturelle Bildung auf dem Land betreibt konzeptionell die Verbesserung von Fähigkeiten im Umgang mit Differenz. Sie übt mit den Menschen rationales Hinterfragen und argumentative Weiterentwicklung moralischer Intuition ebenso ein wie den Erwerb theologischer Kompetenz im Sinne eines „Glaubens, der die Vernunft befragt“; sie vollzieht sich aber auch im Austausch von Feiertraditionen, Bräuchen und non-formalen Überlieferungen. Dadurch schafft Kirche auf dem Land weltoffene Heimat.

Von Eva von Schirach, Uta Rinklebe (2018)

Kindermuseen als Museen der Subjekte: Reflexionen vor dem Erfahrungshintergrund des Berliner MACHmit! Museums

Wieso sind Kindermuseen wichtig? Wie kann es gelingen, Kindermuseen nicht nur anzusehen als zusätzliche Kultureinrichtungen, die einen gesellschaftlich vorhandenen Bedarf an Kultureller Bildung abdecken? Warum sind Kindermuseen so besonders geeignet, mit ganz eigenen Impulsen in die Zivilgesellschaft hineinzuwirken? Was macht Kindermuseen zu „contact zones“ (Kontaktzonen)? Wie können Kindermuseen Menschenmuseen sein, werden und bleiben? In diesem Artikel geht es darum, das MACHmit! Museum in seinem Selbstverständnis als Museum der Subjekte vorzustellen und zu beschreiben. Alles, was im Haus an Wissen entsteht, formt freie, denkende und starke Subjekte in alle Richtungen.

Von Ivo Züchner (2018)

Ganztagsschulen und Kulturelle Bildung

Der breite Ausbau von Ganztagsschulen seit 2003 hat auch eine Veränderung und Weiterentwicklung der Landschaft der kulturellen Jugendbildung mit sich gebracht: Er ging mit einem Ausbau von Angeboten Kultureller Bildung an Ganztagsschulen einher und auch mit einem Ausbau der Kooperation von Schulen und Trägern der kulturellen Jugendbildung. Die stellen damit einen Teil der Erweiterung der Bildungsangebote im Kontext von Ganztagsschulen dar. Der folgende Beitrag versucht eine kurze Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, gestützt unter anderem auf Daten der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG).

Von Kristina Stang (2017)

„Kultureinrichtungen öffnet euch.“ Kooperationen für mehr Perspektiven

Viel ist in den letzten Jahren an Kulturinstitutionen appelliert worden, sich zu „öffnen“. Der postulierte Reformbedarf bezieht sich auf personelle Strukturen, Programmangebot und adressiertes wie erreichtes Publikum der Kulturinstitutionen. In all diesen Bereichen bildet sich in aller Regel die reale gesellschaftliche Heterogenität (noch) nicht ab. Die Gesellschaft ist weit weniger weiß, männlich, heterosexuell, autochthon deutsch und akademisch geprägt als die mehrheitlich vorhandenen Strukturen, Outputs und NutzerInnen der subventionierten Kunst- und Kultureinrichtungen. Seit Jahresende 2015 wird die Öffnungsdebatte mit einiger Zuspitzung geführt. Im Kontext der hohen Zuzugszahlen wird Deutschland seitdem als plurale Einwanderungsgesellschaft neu diskutiert. Konzepte von Integration und Inklusion werden entworfen, auch der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung kommt eine erhöhte Aufmerksamkeit zu – nicht nur, aber eben auch im Kulturbereich. Dieser Beitrag knüpft an den Öffnungsdiskurs aus der Praxisperspektive, namentlich aus den Erfahrungen der Berlin Mondiale, heraus an. Es handelt sich dabei um ein Programm, in dessen Rahmen Berliner Kulturinstitutionen langfristige Kooperationen mit Unterkünften für Geflüchtete eingehen.

Von Birgit Wolf (2017)

Bundesweite Akteure der Kulturellen Bildung: Eine Einführung in die Strukturen

Dieser Beitrag analysiert die komplexen Strukturen Kultureller Bildung in Deutschland. Er bietet einen Überblick über die für Kulturelle Bildung zuständigen Behörden - insbesondere auf der Ebene des Bundes, aber auch der Länder und Kommunen - und stellt 20 bundesweit besonders herausragende zivilgesellschaftliche Organisationen der Kulturellen Bildung mit ihren Aufgaben und Zielen vor. Vielfalt und Vielschichtigkeit von Kunst und Kultur in Deutschland werden sichtbar. Die Grundlage dieses Beitrages bildet eine Online-Recherche zu bundesweiten Akteuren der Kulturellen Bildung, in Auftrag gegeben von MUTIK, einer Partnergesellschaft der Stiftung Mercator.

Von Kristin Bäßler (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in der Migrationsgesellschaft: Migrantenorganisationen als Akteure und Impulsgeber

Seit in den 1950er und 60er Jahren die ersten Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und verschiedenen südeuropäischen Ländern abgeschlossen wurden, bildeten sich in Deutschland zahlreiche Migrantenorganisationen. Die sogenannten “Gastarbeiter“ aus Italien, Spanien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien begannen früh, sich in Vereinen zusammenzuschließen, zumeist auf der Basis einer gemeinsamen Sprache, Kultur und entlang ethnischer Grenzen (vgl. Hunger 2005:234).

Von Ulrike Blumenreich (2013 / 2012)

Das Studium der Kulturvermittlung an Hochschulen in Deutschland

Das Angebot an Studienmöglichkeiten der Kulturvermittlung in Deutschland ist in den letzten 35 Jahren stark gestiegen: Waren es 1987 noch elf Studiengänge der Kulturpädagogik, die bei einer ersten Bestandaufnahme durch die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. erfasst wurden, so konnten Anfang der 1990er Jahre in einem Forschungsprojekt bereits 43 Studienangebote der Kulturpädagogik, Kulturarbeit und Kulturellen Bildung (vgl. Liebald/Wagner 1993) verzeichnet werden.

Von Rainer Bode, Bernd Hesse , Torsten Nagel (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in den Soziokulturellen Zentren

Kulturelle Bildung ist zuerst und vor allem Selbst-­ und Persönlichkeitsbildung und nicht Bil­dung zu anderen, übergeordneten Zwecken, so nützlich diese sein mögen. Auch Soziokultur ist demnach nicht Soziale Arbeit mit kulturellen Mitteln, sondern Kulturarbeit und Kulturelle Bildung im sozialen gesellschaftspolitischen Feld – bezogen auf die Menschen am Ort.