Themenfeld:

Praxisfeld

Rahmenbedingungen für Kulturelle Bildung wie z.B. Politik- und Förderkonzepte oder Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- und Berufsfelddiskurse, Reflexionen über Strukturen und Organisationsentwicklungsprozesse, Bedarfe spezifischer Gruppen von Adressat*innen sowie die Praxis Kultureller Bildung in Kontexten wie Schule, Freiwilligendiensten, sozialer Arbeit, politischer Jugendbildung u.v.m. sind Gegenstand der Fachartikel in diesem Themenfeld.

224 Beiträge im Themenfeld

Von Mona Jas (2024)

Wissenstransfer und Wissen teilen. Von wechselseitigen Lernprozessen im Kontext einer Kunstinstitution

Vor dem Hintergrund eines durch künstlerische Perspektiven erweiterten Wissensbegriffs spürt der Beitrag den Möglichkeiten nach, die im Teilen des künstlerischen Wissens und den damit verbundenen co-kreativen Prozessen liegen. Er reflektiert am Beispiel des KinderKunstLabor St. Pölten – eine im Entstehen begriffenen Kunstinstitution für und mit einem jungen Publikum, wie in einer lernenden Institution Wissen transferiert und Forschung, Bildung und Kunst unter einem Dach vereint werden können.

Von Birte Werner, Josefine Jochum (2024)

Wie Förderprogramme Wissenstransfer unterstützen können

Mit seinen Förderungen und Angeboten unterstützt das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg den Wissenstransfer zwischen Kulturakteur*innen in Baden-Württemberg. Wie aber gelingt das? Für das kubi-online Dossier über Wissenstransfer, welches die Diskurse der 14. Tagung des Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung (2023) fortführen und vertiefen soll, interviewen Anne Hartmann und Kerstin Hübner die Autorinnen dieses Beitrags.

Von Susanne Keuchel (2024)

Kulturelle Bildung: Quo Vadis?

Wie muss eine zeitgemäße Kulturelle Bildung im Zuge des gesellschaftlichen Wandels konkret aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der kubi-online Jahrestagung 2023 in der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid. Susanne Keuchel führt mit diesem Interview-Beitrag in das im Frühjahr 2024 erscheinende Tagungs-Dossier „QUO VADIS Kulturelle Bildung?“ ein.

Von Andreas Brenne, Michaela Kaiser (2023)

Die „böse Prinzessin“ – Künstlerische Prozesse im Zwischenraum von Improvisation und Inklusion

Künstlerische Prozesse reflektieren materiale Gegebenheiten im Kontext der individuellen Erfahrungsgeschichte und Spannungsfeld von Heterogenität und Homogenität, das sich für inklusives Lernen als konstitutiv erweist. Das Moment des Improvisatorischen als responsive gestalterische Praxis in ereignishaften und unvorhersehbaren Situationen konstituiert das Kontingente – sich überlagernde Sinnbildungs- und Erkenntnisprozesse können entstehen.

Von Maria Rammelmeier (2023)

Freiwilliges kulturelles Engagement in ländlichen Räumen: Vielfalt, Herausforderungen und Lösungsansätze

Freiwilliges Engagement in ländlichen Räumen ist vielfältig. Diese Kreativität und Innovation können genutzt werden, um die Region zu entwickeln. Das Engagement erfolgt oft in sozialen Netzwerken. Hierbei ist es das Ehrenamt, das nicht nur als Bewahrer von Traditionen, sondern auch als Motor für kreative Neugestaltung und soziale Verbindung im Sozialstaat fungiert. Die Motivation hinter dem Engagement beinhaltet Spaß, Leidenschaft und Heimatverbundenheit.

Von Felicia Mischke, Andrea Welte (2023)

Raum geben – Raum nehmen. Momente von Selbst- und Mitbestimmung in der musikalischen Gruppenimprovisation

Eine ethnographisch angelegte Studie im von sozialer und kultureller Heterogenität und Migration geprägten Bildungs- und Forschungsprojekt ImproKultur zeigt Ansatzpunkte auf, wie in musikalischer Gruppenimprovisation in einem schulischen Setting Möglichkeiten zur Selbst- und Mitbestimmung geschaffen werden können.

Von Matthias Gräßlin (2023)

Improvisation und Volxkultur – Offene Haltung und Methodik zur Ermöglichung inklusiver und diverser künstlerischer Praxis

Für die Kulturelle Bildung bedeutet der volxkulturelle Ansatz eine maximale Orientierung an den Arbeitsweisen der freien Künste. Volxkultur ist weniger Vermittlung als Entdeckung und ohne Improvisation nicht denkbar. Sie gibt den Rahmen, bei sich und den eigenen Interessen und Möglichkeiten zu beginnen und diese im Zusammenspiel mit anderen zu erweitern. Indem sehr verschiedene Menschen miteinander ästhetische Projekte entwickeln, werden sie selbst Teil kultureller Prozesse.

Von Judith Müller (2023)

Musikalische Angebote in der Offenen Kinder- und Jugendkulturarbeit klassismussensibel gestalten - Videovortrag mit textlicher Einfassung

Ein Vortrag zu klassistischen Zugangsbarrieren in der Kulturellen Bildung. Am Beispiel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden Lösungsansätze für Teilhabe und Partizipation aufgezeigt und dazu angeregt, Angebote umzustrukturieren sowie Positionierungen innerhalb des Feldes zu reflektieren.

Von Elise Scheibner, Patrick Naumann (2023)

Verhandlungen von Sexualität im Theaterunterricht. Eine qualitative Analyse von Expert*innen-Interviews

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Schule ist kein asexueller Raum, was für einen körperzentrierten Unterricht im Darstellenden Spiel (DS) besondere pädagogische Herausforderungen mit sich bringt. Mit einem Rückblick auf langjährige Unterrichtserfahrungen diskutieren die interviewten DS-Lehrkräfte als Expert*innen die Rolle und Präsenz des exponierten Schüler*innenkörpers, stellen Scham als diskursives Phänomen heraus und hinterfragen den Einfluss ihrer eigenen (sexuellen) Biografie auf ihr professionelles Handeln.