Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

506 Beiträge im Themenfeld

Von Ezgi Gülistan Gül (2024)

Echoes of Resistance: The Art and Cultural Association Hunergeha Welat in Rojava amidst Conflict and Violence

Der vorliegende Artikel untersucht den Beitrag der Kunst- und Kulturvereinigung Hunergeha Welat zur Friedensförderung in Rojava. Auf der Grundlage des von Shank/Schirch entwickelten Konzepts der kunstbasierten Friedensförderung und dem Musikvideo-Beispiel Serêkaniyê û Avaşîn wird festgestellt, dass künstlerische Interventionen das Bewusstsein für die gegenwärtigen Probleme der Kurden schärfen und die Hunergeha Welat durch ihre Arbeit zur Friedensförderung in der Region beiträgt.

Von Michael Obermaier (2024)

Grundverständnis frühkindlicher Kultureller Bildung – eine kurze Einführung

Der ästhetische Zugang zur Welt ist eine wichtige Grundlage für frühkindliche kulturelle Bildungsprozesse. Von der ästhetischen Erfahrung bis hin zu einem breiten Konzept Kultureller Bildung haben sich zentrale Fachbegriffe etabliert, die eng miteinander verbunden sind und in die hier eingeführt wird. Der Beitrag ist im Rahmen des Modellprojekts Kulturkita Hessen der DKJS entstanden und soll zu verbesserter kultureller Teilhabe 0- bis 6-jähriger Kinder in Kindertageseinrichtungen beitragen.

Von Anne Hartmann, Kerstin Hübner (2024)

Wissen in Bewegung – Wissenstransfer in der Kulturellen Bildung gemeinsam gestalten

Grundlagen von Wissensverständnissen und -formen, wie sie in der Kulturellen Bildung wichtig sind und sich im Dossier spiegeln, werden zusammengefasst und in ihren Chancen und Herausforderungen in der Kulturellen Bildung reflektiert. Besonders wesentlich ist ein offener Wissensbegriff, der Wissen als situiert, dynamisch und kontingent versteht. Erst so wird ein machtkritischer und wirksamer Transfer möglich, der die unterschiedlichen Potenziale und Perspektiven der Akteur*innen berücksichtigt.

Von Nana Eger, Antje Klinge (2024)

Qualität zeitgemäßer Tanzvermittlung

Über Qualität zeitgemäßer Tanzvermittlung zu schreiben, ist ein ‚heißes Eisen‘. Denn was heißt hier Qualität und wer bestimmt diese? Die Autorinnen gehen davon aus, dass der Qualitäts- wie auch der Vermittlungsbegriff als ein relationaler diskutiert werden muss und nicht unabhängig von gesellschaftlichen Kontexten denkbar ist. Tanzvermittlung kann nur dann als zeitgemäß bezeichnet werden, wenn die Situiertheit des Tanz-(Vermittlungs-)geschehens einbezogen wird.

Von Julia Rohde (2024 / 2022)

Kulturelle Jugendbildung und Digitalität: Perspektiven und Herausforderungen für die Kulturelle Bildung in der digitalen Kultur

Das Wissen um die Einbindung von Heranwachsenden in die digitale Kultur wirft u. a. Fragen nach der Notwendigkeit und den Möglichkeiten des Einbezugs digitaler Medien in kulturelle Bildungsangebote auf. Entlang von empirischen Erkenntnissen zum Stand der Digitalisierung im Feld Kultureller Jugendbildung werden diese Fragen im Beitrag ausgelotet und diskutiert.

Von Susanne Keuchel (2024)

Postdigitale kulturelle Jugendwelten: Zeitgemäße künstlerische Ausdrucksformen, Teilhabechancen und Herausforderungen für die Kulturelle Bildung

Digitale Praktiken haben sich längt in den kulturellen Alltag junger Menschen eingeschrieben. Sie nutzen Medien als Möglichkeiten für neue künstlerische Ausdrucksformen. Doch digitale Zugänge und Produktion bleiben ungerecht verteilt. Postdigitale Praktiken teilhabeorientiert und künstlerisch weiterzuentwickeln und einen emanzipatorischen Medienumgang zu unterstützen – das sind dringende Aufgaben der Kulturelle Bildung.

Von Michael Rappe, Christine Stöger (2024)

Breaking lernen – ein Beitrag zur kulturellen (Selbst-)Bildung

Breaking/Breakdance ist als Teil der Hip Hop-Kultur seit den 60er Jahren in den USA und seit den 80er Jahren auch in Deutschland eine lebendige Tanzkultur, die den Akteur*innen eine Vielzahl an künstlerisch-kreativen Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Der Text beschreibt die Ursprünge und die Entwicklung dieser Tanzpraxis und gibt Einblick in die besondere Form einer im informellen Raum entstandenen, in hohem Maße selbstregulierenden Lernkultur.

Von Jannis Burkhard, Stefan Kühne, Jan Scharf, Kai Maaz (2024 / 2023)

Kulturelle Bildung – hausgemacht? Zum Effekt elterlichen kulturellen Kapitals auf die kulturellen Aktivitäten von Jugendlichen

Kulturelle Bildung beginnt im Elternhaus – oder im Jugendzentrum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), die am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation durchgeführt wurde. Einzig kreative Angebote in Jugendzentren werden unabhängig vom familiären Hintergrund wahrgenommen. In der „Zeitschrift für Erziehungswissenschaft" wurde die Studie vorgestellt; kubi-online veröffentlicht einen Nachdruck dieses relevanten ZfE Beitrags.

Von Leopold Klepacki, Tanja Klepacki, Benjamin Jörissen (2024 / 2023)

‹Schule – Nicht-Schule – Nicht-Nicht-Schule› Entgrenzungspotenziale ästhetischer Praktiken in Schule und Unterricht

Der vorliegende Beitrag nimmt Schule zunächst aus einer dezidiert praxeologisch-kulturtheoretischen Perspektive sowie als einen zentralen Ort der Präsentation und Repräsentation von Kultur in den Blick. Er geht der Frage nach, inwiefern ästhetische Praktiken aufgrund der potenziell transgressiv-explorativen Grundstruktur ästhetischer Artikulationsweisen dazu beitragen können, «Third Spaces» zu eröffnen, welche vor dem Hintergrund neu- und andersartiger Relationierungsangebote bspw. Subjektpositionen jenseits tradierter kultureller Normen ermöglichen.

Von Ute Pinkert (2024 / 2024)

Transformative Bildung und Paradigmen der Kulturpädagogik

Der Beitrag reflektiert die Forschungen des Soziologen Albrecht Göschel zum „Wandel des Kulturbegriffs“ und diskutiert seine vier generationsbezogenen Kulturmodelle mit Blick auf die stetige Wandlung leitender Transformationsideen und sich ändernder kulturpädagogischer Konzeptionen, abhängig von den jeweiligen Krisenwahrnehmungen, Alltagsbeschreibungen, Kunst- und Bildungsauffassungen. Angesichts der Dringlichkeit der ökologischen Krise plädiert die Autorin für die Notwendigkeit einer stärkeren Einbeziehung ökologischer Perspektiven in Konzeptionen Kultureller Bildung.