Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

235 Beiträge im Themenfeld

Von Kulkānti Barboza (2018)

Zur Mächtigkeit des Ästhetischen - Die Macht des Tanzes

In diesem Beitrag geht es um einen Vergleich des barocken, französischen Hofballetts mit dem Modernen Tanz des 20. Jahrhunderts. Beide Tanzformen stehen stellvertretend für eine eigene Tanzkultur und wie für alle Kulturtechniken ist zu hinterfragen, inwiefern Prozesse der Begrenzung und Entgrenzung (und damit Machtverhältnisse) – auch in modernen Gegenbewegungen - repräsentiert, gefestigt oder neu geschaffen werden.

Von Stefanie Kiwi Menrath (2018)

Vom Fake zur kollaborativen Imagination: Machtbeziehungen in Bildungsprojekten der Parafiktion

Schwindeln, Täuschen und Fingieren als Mittel Kultureller Bildung? Künstlerisch-aktivistische Strategien der Parafiktion spielen mit ihrem Publikum, üben Diskurs- und Institutionskritik und stellen Selbstverständlichkeiten in Frage. Dabei eröffnen sie auch Imaginationsräume dafür, wie die Welt anders sein könnte. Ihre Bildungspotentiale werden in diesem Artikel kritisch befragt.

Von André Schütte (2018)

Verwoben und ambivalent. Das Verhältnis von Bildung und Konsum in der Kultur der Moderne

Der vorliegende Beitrag interpretiert die geläufige Gegenüberstellung von Bildung und Konsum als strategisches Element im Ringen um soziokulturelle Deutungshoheit. Demgegenüber stellt er heraus, dass Bildungsprozesse im Sinne des Neuhumanismus den modernen Konsum vorbereiten, indem sie das sich bildende Subjekt mit den für das Konsumieren nötigen Dispositionen ausstatten.

Von Joachim Ludwig (2018)

d.art – Eine pädagogische Weiterbildung zur Selbstverständigung über das Verhältnis von Kunst und Pädagogik

Vorgestellt wird ein Konzept, welches für Kunst- und Kulturschaffende* eine Weiterbildungsdidaktik vom Standpunkt des Subjekts entwickelt, um Selbstverständigungsprozesse für künstlerisch-pädagogisches Handeln zu unterstützen und zur reflexiven Gestaltung pädagogischer Beziehungen in Kunstprojekten mit Schüler*innen anzuregen.

Von Birgit Mandel (2018)

Kulturvermittlung in klassischen Kultureinrichtungen: Ambivalenzen, Widersprüche und Impulse für Veränderungen

Kritisch hinterfragt werden bisherige Handlungsstrategien institutioneller Kulturvermittlung. Der Preis „ZukunftsGut“ dient als Beispiel, um Qualitätsdimensionen für Kulturvermittlung in einer diversen Gesellschaft zu erörtern.

Von Ulaş Aktaş, Leila Haghighat, Nina Simon, Timm Stafe (2018)

Postkoloniale Perspektiven auf Fort- und Weiterbildung in der Kulturellen Bildung. Hegemonie(selbst)kritik als ästhetisches Prinzip

Selbst wenn klar ist, dass über Fort- und Weiterbildungen kaum etwas an den bestehenden Diskriminierungsverhältnissen in Bildungseinrichtungen verändert werden kann, so sollten im pädagogischen Feld doch stärker diskriminierungstheoretische und postkoloniale Analyseperspektiven reflektiert werden, um vorherrschenden Handlungslogiken aufbrechen.

Von Katja Drews (2018)

Ländlicher Kulturtourismus - „Dritte Orte“ für (raum)produktive Transformation und partizipative Begegnung

Welche Potenziale für ländliche Kulturentwicklung bietet das Handlungsfeld Tourismus? Wie ordnet sich das Thema Kulturtourismus aktuell ein in den kulturwissenschaftlichen Diskurs? Anhand der stadtsoziologischen Theorie von „Dritten Orten“ der Begegnung wird erläutert, warum und wie die in einer eigenen empirischen Studie erhobenen und weiter geschärften empirischen Kenntnisse über Alltags- und Reisekulturnutzung eingeordnet werden können, um teilhabeorientierten Kulturtourismus in ländlichen Räumen zu entwickeln. BewohnerInnen und TouristInnen werden als eigene Publikumsgruppen genauer betrachtet und die Frage geklärt, welche Bedeutung beide in ländlichen Kulturtourismus-Settings füreinander haben.

Von Maria Rammelmeier (2018)

Regionales Kulturmanagement: Die Bedeutung professionell organisierter Kulturarbeit, untersucht im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Die Bewältigungsaufgaben zur Gestaltung kulturell attraktiver ländlicher Räumen werden in den Zusammenhang zu den positiven Wirkungen von professioneller Kulturarbeit und regionalem Kulturmanagement gestellt. Am Beispiel der bayerischen Region Landkreis Neumarkt i.d.OPf. werden die Zufriedenheit und Veränderungsbedarfe mit der bisherigen Organisation der Kulturarbeit erforscht. Die vorgestellte Untersuchung fundiert die These, dass in ländlichen Regionen professionelle Kulturbeauftragte/KulturmanagerInnen und Netzwerkstellen wichtig sind, um Regional- und Kulturentwicklungsprozesse anzuregen, Kulturszenen gezielter zu fördern und das kulturelle Leben sowie die Lebensqualität in der Region gesteigert werden.

Von Thomas Renz (2018)

Theater in der Provinz – Gastspieltheater als Förderer kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen

Die Analyse empirischer Studien zeigt, dass sich die Nachfrage nach Theater zwischen ländlichen und urbanen Räumen im Grunde gar nicht so unterscheidet. Sozialisationsbedingungen und Zugehörigkeit zu bestimmten Milieus sind wesentlich wirksamer als der Wohnort. Allerdings herrscht eine große Ungleichheit auf der Angebotsseite. Professionelles Theater findet in Großstädten wesentlich häufiger statt als in ländlichen Räumen. Dort wird die kulturelle Teilhabe in den professionellen Darstellenden Künsten vor allem von Gastspieltheatern getragen. Dennoch dominieren die urbanen Stadt- und Staatstheater den Theaterdiskurs. Daher arbeitet dieser Beitrag die organisatorischen Besonderheiten des Gastspielbetriebs in ländlichen Räumen heraus, hinterfragt ihre Leistungen als Akteure der Kulturellen Bildung und skizziert mögliche kulturpolitische Folgen.

Von Antonia Wangler (2018)

Kulturelle Bildung an Volkshochschulen in ländlichen Räumen: Ergebnisse einer programmanalytischen Untersuchung am Beispiel des Landes Niedersachsen

Volkshochschulen sind die öffentliche Institution der Erwachsenenbildung in Deutschland.Wenn es gilt, professionell organisierte und institutionalisierte kulturelle Bildungsarbeit zu leisten, kommt ihnen in ländlich geprägten Regionen eine wesentliche Aufgabe und Bedeutung zu: Sie offerieren kulturelle (Erwachsenen-)Bildungsangebote und fungieren ferner als Kulturveranstalter. Umso erstaunlicher ist es, dass Volkshochschulen in der kulturpolitischen Diskussion eine bisweilen randständige Position einnehmen und noch zu selten in den Blickpunkt der kulturellen Bildungsforschung gerückt sind. Dieser Beitrag erörtert auf Grundlage einer exemplarischen Programmanalyse von Angeboten, Themen und Potentialen, inwiefern Volkshochschulen die regionale kulturelle Infrastruktur mitgestalten können und auf welche Art und Weise kulturelle Teilhabe ermöglicht werden kann.