Themenfeld:

Wissenschaft

Grundlegende Theoriediskurse zu den Themen „Mensch und Kultur", „Mensch und Bildung", „Mensch und Künste", „Mensch und Gesellschaft" sowie wissenschaftliche Forschungen zu den Grundlagen Kultureller Bildung, zu Wirkungen und Transfer, Kulturnutzung, Evaluations- und Qualitätsforschung, Meta-Studien und Methodendiskussionen sind in dem Themenfeld „Wissenschaft" veröffentlicht.

207 Beiträge im Themenfeld

Von Christoph Scheurle (2017)

Kunst als politische Partizipation – politische Partizipation als Kunst?

Im Text untersucht Christoph Scheurle das Verhältnis von Politik und Kunst und geht anhand konkreter künstlerischer Aktionen der Frage nach, in welcher Form sich die Kunst aktiv in politische Prozesse einzumischen vermag, ohne Gefahr zu laufen einer einseitigen oder gar propagandistischen Verzweckung zu unterliegen.Im Sinne eines partizipativen Verständnisses schlägt er vor, Kunst – sofern sie sich als politisch engagiert zeigt – vor allem als Versuch zu verstehen, sich über den sozialen Raum als gemeinsamen Handlungsraum bewusst zu werden, in dem die unterschiedliche Gestaltungsoptionen jeweils neu zu verhandeln sind.

Von Maria Milbert (2017)

Forschendes Theater mit den Jüngsten: Erkundungen in einem jungen Feld Kultureller Bildung

Die Verbindung von forschendem Theater und Theater mit den Jüngsten formt ein junges und dynamisches Praxisfeld Kultureller Bildung, in dem Ideen künstlerischer und ästhetischer Forschung verknüpft und zur Weltaneignung von Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren in Beziehung gesetzt werden. Der Artikel stellt einige der bisher erprobten Themen und Wege dar, orientiert an drei Leitfragen: Was wird erforscht? Wer forscht? Und: Was ist das für ein Theater? Daran anschließend werden Chancen und Herausforderungen dieser Verbindung dargestellt, wobei sowohl ästhetische als auch strukturelle Aspekte Raum finden. Als Basis der Betrachtung dient die wissenschaftliche Begleitforschung des Modellprojekts TUKI ForscherTheater in Berlin.

Von Sven Sauter (2017)

Gerechtigkeit in der Kulturellen Bildung? Gerechtigkeit durch Kulturelle Bildung! Der Capability Approach als Rahmenkonzept für eine inklusive Kulturpraxis

Der Beitrag diskutiert das Thema Gerechtigkeit in der Kulturellen Bildung auf der Grundlage des Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum. Aufgezeigt werden Wege zu einer differenzsensiblen und inklusiven Kulturpraxis, unabhängig von den unterschiedlichen Domänen der Kulturellen Bildung.

Von Tom Braun (2017)

Zur Bedeutung unterschiedlicher Wissensformen für die Kulturelle Bildung. Eine Abschlussbetrachtung zur Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und PraktikerInnen diskutierten im Rahmen der Jahrestagung 2017 der Wissensplattform für Kulturelle Bildung Online über unterscheidbare Formen des Wissens zwischen Künsten, Wissenschaft und pädagogischer Praxis, über Fragen der Anerkennung unterschiedlicher Wissensformen und das Verhältnis von Wissen und Macht. Der Geschäftsführer der BKJ plädiert für mehr Anerkennung der Vielfalt von Wissensformen und konkretisiert dies (in pragmatischer Absicht) in 6 Punkten. Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Julia Breit (2017)

„... und am Mond vorbei“: Überlegungen zur Fiktionalisierung des ‚Fremden‘ im Kinderbilderbuch und Wirkungsmechanismen beim Vorlesen

Das Vorlesen von Kinderbilderbüchern ist ein wichtiges Ritual in Familien. Ein informelles Setting wie dieses eröffnet den Blick auf (scheinbar) fiktive Welten – doch wie verhalten sich diese zu real erlebten Differenzen? Unter Einbezug der Akteur-Netzwerk-Theorie wird im folgenden Beitrag untersucht, welchen Einfluss die Wahrnehmung des 'Eigenen' und des 'Fremden' auf die Konstruktion fiktiver Wirklichkeiten haben kann und wie diese auf ganz realen Rassismus zurückwirkt.

Von Ute Pinkert (2017)

Das Wissen der Künste innerhalb künstlerischer (theatraler) Verfahren – Vortrag auf der Jahrestagung der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

Ausgehend davon, dass das Wissen in der Praxis kultureller Bildungsprozesse ein anderes Wissen ist als jenes, das mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen wird, geht die Autorin in ihrem Vortrag auf der kubi-online Jahrestagung den Fragen nach: Aber was ist auf welche Weise anders? Und welche Konsequenzen hat das für Bildungsprozesse? Wie kann das Wissen, das innerhalb einer Praxis kultureller Bildung generiert wird, gekennzeichnet und beschrieben werden? Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Max Fuchs (2017)

Prozesse der Politik und Hierarchisierung von Wissen in der kulturellen Bildung

Die Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online hat KünstlerInnen, PraktikerInnen sowie WissenschaftlerInnen der Kulturellen Bildung zu ihren Wissensformen zu Wort kommen lassen. Diskutiert wurde über das Verständnis von Wissen und die Qualitäten der unterschiedlichen Formen des Wissens zwischen Kunst, Wissenschaft und pädagogischer Praxis. Unter der Headline „Deutungsmacht: Sprechen über Wissen" hielt der Vorsitzende des kubi-online Beirates, Prof. Dr. Max Fuchs, nachfolgenden Eröffnungsvortrag.

Von Antonia Wangler (2017)

Kulturelle Bildung in informellen Kontexten: Das Bilderbuch und seine Rezeption

Das Bilderbuch nimmt innerhalb der (kulturellen) Sozialisation von Kindern eine anerkannte und unhinterfragte Rolle ein. Weil es sich bei diesem Medium um ein vielschichtiges ästhetisches Gefüge handelt, konnte bis dato keine geschlossene Theorie des Bilderbuchs formuliert werden. Auch im Kontext der Kulturellen Bildungsforschung wurde das Bilderbuch selten betrachtet. In einer Standortbestimmung werden bestehende theoretische Erkenntnisse zum Bilderbuch im Kontext der Kulturellen Bildung diskutiert und konzeptuell weitergedacht. Fokussiert werden das Bilderbuch und seine Rezeption im Rahmen informeller Bildungssettings.

Von Agata Wozniesinska (2017)

Repräsentationen natio-ethno-kultureller Vielfalt im Sachbilderbuch – Exempel einer rassismuskritischen Analyse

Sachbilderbücher sind nicht nur ein Ort, an dem Wissen über die Welt vermittelt wird, sondern zentral daran beteiligt, diese Welten zu konstruieren. In der vorliegenden Arbeit wird anhand einer rassismuskritischen Sachbilderbuchanalyse dargelegt, auf welche Art und Weise natio-ethno-kulturelle Lebensformen in der Kinderliteratur repräsentiert werden.

Welchen Beitrag leisten Kinderbücher zur Aufrechterhaltung rassistischen Wissens und inwieweit entfalten sie ihr Potential, rassistischer Praxis Alternativen entgegenzusetzen?

Von Susanne Keuchel (2017)

Ökonomisches Prinzip und globale Märkte - Neue Anforderungen für die Kulturelle Bildungslandschaft und die künftige Vermittlungsarbeit

Fragen der Globalisierung, des Wettbewerbs und der Ökonomisierung sind sehr komplex. Im folgenden Beitrag wird daher kurz der Einfluss der Ökonomisierung auf gesellschaftliche Prozesse allgemein betrachtet. In einem zweiten Schritt werden mögliche Auswirkungen der Ökonomisierung auf Bildung und Kulturelle Bildung reflektiert. In einem Fazit wird Bilanz gezogen zu den neuen Anforderungen, die Ökonomisierung und Globalisierung an die Selbstorganisation der Kulturellen Bildungslandschaft stellen als auch an die künftige Vermittlungsarbeit: Wie kann Kulturelle Bildung das Subjekt stärken im Zuge der Herausforderungen, die sich mit der zunehmenden Ökonomisierung stellen?