Themenfeld:

Wissenschaft

Grundlegende Theoriediskurse zu den Themen „Mensch und Kultur", „Mensch und Bildung", „Mensch und Künste", „Mensch und Gesellschaft" sowie wissenschaftliche Forschungen zu den Grundlagen Kultureller Bildung, zu Wirkungen und Transfer, Kulturnutzung, Evaluations- und Qualitätsforschung, Meta-Studien und Methodendiskussionen sind in diesem Themenfeld zu Wissenschaft und Forschung im Feld der Kulturellen Bildung veröffentlicht.

230 Beiträge im Themenfeld

Von Stefanie Kiwi Menrath (2019 / 2018)

Integration? Diversity! Kulturelle Bildung in der heterogenen Gesellschaft

Dieser Beitrag setzt sich kritisch mit den Forderungen nach Integration und dem Kulturbegriff in der Kulturellen Bildung auseinander. Ein Diversity-Ansatz in der Kulturellen Bildung sollte mit einer macht- und diskriminierungskritischen Agenda einer weiteren Kulturalisierung des Feldes entgegenwirken.

Von Sabine Dengel, Thomas Krüger (2019)

Partizipation – Anspruch und Herausforderung für die Bildungskonzeptionen politischer und Kultureller Bildung

Was können Bildungskonzeptionen der politischen und der Kulturellen Bildung im Hinblick auf Partizipation als Modus sozialer Integration und Chance für Demokratie leisten? Worin liegt ihr Potenzial für gesellschaftlich notwendige Aushandlungsprozesse um Bedingungen des Zusammenlebens und für die Konstruktion sozialer Identität in einer Transformationsgesellschaft? Welche Neukonzeptionierungen sind angeraten?

Von Roy Sommer (2019)

Häme für Gutmenschen, Verständnis für Wutbürger? Über Diskursabnutzungen, neue Narrative und Potenziale Kultureller Bildung

Kann Kulturelle Bildung zu gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen, und wenn ja, wie? Ist dieser überhaupt gefährdet, und wenn ja, wodurch? Im Beitrag wird dies aus Sicht der kulturwissenschaftlichen Erzählforschung untersucht.

Von Joachim Ludwig (2018)

d.art – Eine pädagogische Weiterbildung zur Selbstverständigung über das Verhältnis von Kunst und Pädagogik

Vorgestellt wird ein Konzept, welches für Kunst- und Kulturschaffende* eine Weiterbildungsdidaktik vom Standpunkt des Subjekts entwickelt, um Selbstverständigungsprozesse für künstlerisch-pädagogisches Handeln zu unterstützen und zur reflexiven Gestaltung pädagogischer Beziehungen in Kunstprojekten mit Schüler*innen anzuregen.

Von Birgit Mandel (2018)

Kulturvermittlung in klassischen Kultureinrichtungen: Ambivalenzen, Widersprüche und Impulse für Veränderungen

Kritisch hinterfragt werden bisherige Handlungsstrategien institutioneller Kulturvermittlung. Der Preis „ZukunftsGut“ dient als Beispiel, um Qualitätsdimensionen für Kulturvermittlung in einer diversen Gesellschaft zu erörtern.

Von Siglinde Lang (2018)

Raum im Raum schaffen. Kunst, Ortsspezifität und Teilhabe als Ingredienzen kultureller Entwicklungsprozesse

Ländliche Kunst- und Kulturinitiativen leisten kulturelle Nahversorgung, bieten Raum für experimentelle Impulse und Engagement. Dennoch wird Kunst in ruralen Regionen als `provinziell´ belächelt und abgetan. Der Beitrag widerspricht dieser Haltung und verweist auf jenes Potenzial, das kontext- und lokalspezifische Kulturarbeit auszeichnet: Eine Kultur von allen für alle zu schaffen.

Von Ulaş Aktaş, Leila Haghighat, Nina Simon, Timm Stafe (2018)

Postkoloniale Perspektiven auf Fort- und Weiterbildung in der Kulturellen Bildung. Hegemonie(selbst)kritik als ästhetisches Prinzip

Selbst wenn klar ist, dass über Fort- und Weiterbildungen kaum etwas an den bestehenden Diskriminierungsverhältnissen in Bildungseinrichtungen verändert werden kann, so sollten im pädagogischen Feld doch stärker diskriminierungstheoretische und postkoloniale Analyseperspektiven reflektiert werden, um vorherrschenden Handlungslogiken aufbrechen.

Von Katja Drews (2018)

Ländlicher Kulturtourismus - „Dritte Orte“ für (raum)produktive Transformation und partizipative Begegnung

Welche Potenziale für ländliche Kulturentwicklung bietet das Handlungsfeld Tourismus? Wie ordnet sich das Thema Kulturtourismus aktuell ein in den kulturwissenschaftlichen Diskurs? Anhand der stadtsoziologischen Theorie von „Dritten Orten“ der Begegnung wird erläutert, warum und wie die in einer eigenen empirischen Studie erhobenen und weiter geschärften empirischen Kenntnisse über Alltags- und Reisekulturnutzung eingeordnet werden können, um teilhabeorientierten Kulturtourismus in ländlichen Räumen zu entwickeln. BewohnerInnen und TouristInnen werden als eigene Publikumsgruppen genauer betrachtet und die Frage geklärt, welche Bedeutung beide in ländlichen Kulturtourismus-Settings füreinander haben.