Themenfeld:

Theorie- und Praxisentwicklungen

244 Beiträge im Themenfeld

Von Sabine Wohlfarth (2026)

Schutzraum als Methode: Sozialpädagogische Expertise in der postkolonialen Kulturellen Bildung

Partizipation im Museum ist ein machtkritischer Prozess, der am Beispiel des Young Museums des GRASSI Museum für Völkerkunde in Leipzig die Notwendigkeit sozialpädagogischer Empowerment-Praxis besonders für junge Menschen verdeutlicht. Der Beitrag zeigt auf, warum eine konsequent intersektionale Vermittlungspraxis die einzig tragfähige Antwort auf die Herausforderungen postkolonialer Institutionen darstellt.

Von Raika Lätzer (2026)

Historische Perspektiven auf eine Grenzgängerin zwischen Musik- und Heilpädagogik: Charlotte Pfeffers Tätigkeitsfelder

Charlotte Pfeffer (1881-1970) war als Rhythmikerin, Musikerin, Musik- bzw. Rhythmikpädagogin sowie Heilpädagogin aus heutiger Sicht an der Schnittstelle zwischen Musikpädagogik, Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung tätig. Der Beitrag skizziert Pfeffers bislang kaum untersuchten Tätigkeitsfelder und stellt damit das innovative Potenzial ihrer Ansätze zur Diskussion.

Von Joanna Sinoplu (2026)

Beteiligung braucht Haltung: Machtkritische Kulturelle Bildung an der Schnittstelle Sozialer Arbeit

Der Beitrag analysiert Adultismus an der Schnittstelle Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit. Dabei fokussiert er die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Macht bei Fachkräften in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit und zeigt auf, dass die Auseinandersetzung mit Adultismus zentral für eine vorurteilsbewusste, partizipative und intersektional ausgerichtete kulturpädagogische Praxis ist.

Von Christoph Scheurle (2026)

Über den Stellenwert der Theaterpädagogik im Kontext Sozialer Kulturarbeit

Gibt es beim Theater in der Sozialen Arbeit eigentlich auch noch etwas anders als Boal? Nicht, wenn man in einem traditionellen Verständnis der Sozialen Arbeit das Theater als Methode zum Lösen gesellschaftlicher Probleme ansieht! In dem Text von Christoph Scheurle werden in zugespitzter Form Klischees der Theaterpädagogik im Kontext der Sozialen Arbeit angeführt und auf lustvoll-provokative Weise dekonstruiert. Am Beispiel so unterschiedlicher Theatermacher*innen wie Christoph Schlingensief oder Asja Lačis zeigt Scheurle, dass eine Theaterpraxis im Sozialen mehr sein kann, als die Durchführung standardisierter Methoden-Workshops.

Von Rebecca Voss (2026)

Intergeneratives Musizieren als interdisziplinäres Kulturangebot im Kontext von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung

Intergeneratives Musizieren als Konnektiv: Der Beitrag zeigt, wie Musikprojekte den Dialog zwischen Generationen und Disziplinen eröffnen und gesellschaftliche wie individuelle Transformationsprozesse im Wandel begleiten.

Von Johanna Kaiser, Nadin Tettschlag (2026)

Alte, Studis und ein Raum dazwischen: Kooperation zwischen einer Hochschule für Soziale Arbeit und einem Community Theater mit Älteren

Reflektiert wird das Transformationspotenzial intergenerationeller Kulturarbeit mit Bezug auf das Konzept des Dritten Raumes. Grundlage ist eine 2024 durchgeführte qualitative Studie zur Kooperation der Alice Salomon Hochschule Berlin mit dem Theater der Erfahrungen. Der Beitrag bietet Impulse für eine zeitgemäße Hochschulbildung im Kontext Sozialer Kulturarbeit/Kultureller Bildung.

Von Constanze Berndt, Theresa Lempp (2026)

Bildung des Sozialen: Commoning, Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung

Commoning-Initiativen wie Gemeinschaftsgärten, Freiraumprojekte oder gemeinschaftliche Wohnformen entwickeln Praktiken des kooperativen Teilens und Verantwortens von Ressourcen. Am Beispiel zweier Fallstudien eines explorativen Forschungsprojekts rekonstruieren wir ihre Bildungsdimensionen und zeigen, wie sich Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung in Commoning-Initiativen verschränken.

Von Bastian Hodapp (2026)

Höraktivitäten mit Senior*innen. Ein praxisorientiertes Forschungsprojekt zur Förderung der kulturellen und sozialen Teilhabe und des Wohlbefindens älterer Menschen

An der Schnittstelle von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung wird in einer stationären Einrichtung der Altenhilfe das Potenzial hörbezogener Aktivitäten für ältere Menschen untersucht. Die Projektergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer hörzentrierten Musikgeragogik: Die Förderung des Hörens erweist sich nicht nur als Beitrag zur kognitiven Aktivierung, sondern auch als bedeutender Faktor für das emotionale Wohlbefinden, das Selbstwirksamkeitserleben und die soziale Eingebundenheit älterer Menschen.

Von Markus Baum, Lea Bausch (2026)

Ästhetik in der Sozialen Arbeit: Für eine kritische Kulturelle Bildung im gegenwärtigen Wohlfahrtsstaat

In dem Aufsatz werden Ästhetik, Kulturelle Bildung und Soziale Arbeit in eine Konstellation gebracht, die eine kritische Positionierung gegenüber bestimmten Facetten Kultureller Bildung sowie dem gegenwärtigen bundesdeutschen Wohlfahrtsstaat ermöglicht. Dieses Potenzial wird in Projektbausteine überführt, die in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen genutzt werden können, um sich im Medium der Kunst den öffentlichen Raum gestalterisch anzueignen.

Von Miriam Weinzierl (2026)

Theaterarbeit im offenen Vollzug zwischen Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit

Welche Erfahrungen machen inhaftierte Frauen innerhalb eines biografischen Theaterprojekts? Welche Chancen und Entwicklungen eröffnet die Teilnahme, und welche Rahmenbedingungen sowie Einflussfaktoren müssen berücksichtigt werden? Der vorliegende Beitrag präsentiert eine Studie zu den Auswirkungen von biografischer Theaterarbeit und diskutiert deren Bedeutung für Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung.