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Theorie- und Begriffsentwicklungen

135 Beiträge im Themenfeld

Von Hanne Seitz (2022)

non non fiction - Zur Theorie und Praxis des Spiels und die Rolle der Mimesis im Theater und anderswo

Vor dem Hintergrund der Cailloischen Spielkategorien agộn, alea, mimicry und ilinx beschäftigt sich der Beitrag mit der Frage, ob die postdramatische Aufführungspraxis überhaupt noch auf Spiel, das Theater als Kunstform sich womöglich selbst aufs Spiel setzt, wobei zu beobachten ist, dass die Verfahren das mimetische Vermögen mancherorts in seltsame Gefilde treiben.

Von Norma Köhler (2022)

Theater als kollaboratives Spiel – Möglichkeitssinn als Fähigkeit und Rahmen

Ausgehend von Peter Simhandls Text ‚Theater als Spiel‘ (1998) verbindet Norma Köhler eine am Möglichkeitssinn orientierte Spielfähigkeit und Rahmung mit dem kollaborativen Potenzial freien Spiels als Bestandteil performativer Theaterpraxis im gesellschaftlichen Zusammenhang.

Von Dietmar Sachser (2022)

Theater als Möglichkeitsraum spielerischer Aneignung

Theater ist Ausdruck seiner Zeit. Vertreten wird die These, dass sich Theater heute als ein gemeinsamer Konstruktionsprozess von Spielenden und Zusehenden ereignet und als solcher wahrgenommen, erlebt, gelesen und verstanden werden sollte. Wesentliches der Theaterkunst wäre aufs Spiel gesetzt, würde sich diese nicht als ebensolche - nämlich als gemeinsames Spiel - verstehen. 

Von Philipp J. Wulf (2022)

Popmusik und ästhetische Bildung – Zur „Grammatik der Härte“ im Deutschpop der Gegenwart

Anhand exemplarischer Songtextanalysen weist der Aufsatz im Deutschpop der Gegenwart ökonomische Imperative nach, die sich als „Grammatik der Sorge“ vortragen, durch die Abstraktion von den konkreten Lebensbedingungen und die alleinige Fokussierung der Subjekte jedoch in eine „Grammatik der Härte“ umschlagen.

Von Sebastian Brand (2022)

Zur Relevanz des Körperlich-Leiblichen in der künstlerischen und kulturell-ästhetischen Bildung: Kerngedanken, Konzepte und Theorien

Der Körper bzw. der Leib ist für alle Bereiche Kultureller Bildung (z.B. Musik, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Schauspiel) von wesentlicher Bedeutung, etwa als unhintergehbare Grundlage bildungsrelevanter ästhetischer Erfahrung. Die Relevanz des Körpers als Bezugsgröße für Theorie, Praxis und Forschung der Kulturellen Bildung ist daher Thema des Beitrags.

Von Birgit Mandel (2022)

Zwischen Schutz, Inwertsetzung und partizipativer Neuverhandlung: Ziele und Qualitäten in der Denkmalvermittlung

Der Artikel skizziert den Status quo der Denkmalvermittlung und entwirft Qualitäten der Vermittlung von Denkmälern sowie Perspektiven, um das besondere Potenzial von Denkmälern produktiv für den gesellschaftlichen Dialog zu nutzen.

Von Nora Leinen-Peters, Johanna Borchert (2022)

Umgrenzung des Kulturbegriffs im Bildungsdiskurs

Obwohl im Diskurs rund um Kulturelle Bildung Konsens über die Abkehr von Hegemonien besteht, durchflechten diese immer noch auf mehreren Ebenen die Auswahl Kultureller Bildungsinhalte. Der Beitrag reflektiert, wie dieser Problematik - mithilfe der kultursoziologischen Perspektive von Andreas Reckwitz - am Beispiel der Musikpädagogik begegnet wird.

Von Christine Kramer (2022)

Symbolische Formen, kulturelle Identität und die spätmoderne Gesellschaft: Eine kulturtheoretische Perspektive auf Ernst Cassirer, Judith Butler und Andreas Reckwitz

Der Beitrag reflektiert den Kulturbegriff aus aktueller kulturtheoretischer und -soziologischer Perspektive. Er zeigt die historischen Wurzeln gegenwärtiger Diskurse auf und identifiziert Schnittpunkte zwischen universalistischen und konstruktivistischen Kulturtheorien, wie sie etwa in Modellen performativer Identität diskutiert werden.