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„Themen" der Kulturellen Bildung speisen sich aus gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen: Alter(n), Digitalisierung, Diversität, Inklusion... Die Fachbeiträge in diesem Menüpunkt reflektieren Möglichkeitsräume, wie mit Künsten und kulturpädagogischer Praxis bzw. Forschung den sozialen Wandel zu gestalten und Teilhabe an Bildung und Kultur für alle zu verwirklichen.

174 Beiträge im Themenfeld

Von Birgit Mandel (2017 / 2016)

Audience Development, Kulturelle Bildung, Kulturentwicklungsplanung, Community Building. Konzepte zur Reduzierung der sozialen Selektivität des öffentlich geförderten Kulturangebots

Das Ziel, eine breite, sozial diverse Bevölkerung in die öffentlich bereitgestellten, institutionellen kulturellen Angebote, v.a. die Theater, Konzerthäuser und Museen zu involvieren, ist bis heute unerreicht. Doch mit welchen Strategien könnte es gelingen, ein diverses Publikum für öffentlich geförderte Kultureinrichtungen zu gewinnen und wie müssen sich Kulturpolitik, Kulturinstitutionen und Kulturmanagement dafür ändern? In diesem Beitrag werden die Forschungsergebnisse der vergangenen zehn Jahre zur Kulturnutzerforschung und über Audience Development Strategien zusammengetragen und kritisch reflektiert.

Von Clarissa Heisterkamp (2017)

„Ihre dunklen Augen glitzern“. Zur Konstruktion des Fremden und zur Darstellung von Diversität im Kinderbuch- eine rassismuskritische Analyse

Das Kinderbuch im Spiegel einer diversen Gesellschaft? Wem wird die rechte Bildseite als Blickfang gewährt? Und welche Stereotype werden im Kinderbuch reproduziert? Diesen und weiteren Fragen möchte diese Arbeit auf den Grund gehen. Sie wirft dazu einen Blick auf den Buchmarkt um herauszufinden, welche Spuren die sogenannte „Kinderbuchdebatte“ dort hinterlassen hat. Zur Analyse werden zwei Publikationen unter rassismuskritischen Kriterien untersucht.

Von Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (2017)

Bei sich selbst anfangen... Kulturelle Bildungsarbeit vor dem Hintergrund von Flucht und Migration

Um angesichts einer immer diverser werdenden Gesellschaft weiterhin relevante Kulturarbeit zu leisten und mehr Teilhabe zu ermöglichen, muss bei den Strukturen der Kultureinrichtungen angesetzt werden. Der folgende Artikel plädiert für mehr Vertrauen in die Potenziale kultureller Bildungsprozesse und in die Wirkmacht diversitätssensibler Strukturen, entbindet damit aber keineswegs PolitikerInnen, KulturvermittlerInnen und Kulturschaffende von ihrer Verantwortung.

Von Christoph Scheurle (2017)

Kunst als politische Partizipation – politische Partizipation als Kunst?

Im Text untersucht Christoph Scheurle das Verhältnis von Politik und Kunst und geht anhand konkreter künstlerischer Aktionen der Frage nach, in welcher Form sich die Kunst aktiv in politische Prozesse einzumischen vermag, ohne Gefahr zu laufen einer einseitigen oder gar propagandistischen Verzweckung zu unterliegen.Im Sinne eines partizipativen Verständnisses schlägt er vor, Kunst – sofern sie sich als politisch engagiert zeigt – vor allem als Versuch zu verstehen, sich über den sozialen Raum als gemeinsamen Handlungsraum bewusst zu werden, in dem die unterschiedliche Gestaltungsoptionen jeweils neu zu verhandeln sind.

Von Sven Sauter (2017)

Gerechtigkeit in der Kulturellen Bildung? Gerechtigkeit durch Kulturelle Bildung! Der Capability Approach als Rahmenkonzept für eine inklusive Kulturpraxis

Der Beitrag diskutiert das Thema Gerechtigkeit in der Kulturellen Bildung auf der Grundlage des Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum. Aufgezeigt werden Wege zu einer differenzsensiblen und inklusiven Kulturpraxis, unabhängig von den unterschiedlichen Domänen der Kulturellen Bildung.

Von Tom Braun (2017)

Zur Bedeutung unterschiedlicher Wissensformen für die Kulturelle Bildung. Eine Abschlussbetrachtung zur Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und PraktikerInnen diskutierten im Rahmen der Jahrestagung 2017 der Wissensplattform für Kulturelle Bildung Online über unterscheidbare Formen des Wissens zwischen Künsten, Wissenschaft und pädagogischer Praxis, über Fragen der Anerkennung unterschiedlicher Wissensformen und das Verhältnis von Wissen und Macht. Der Geschäftsführer der BKJ plädiert für mehr Anerkennung der Vielfalt von Wissensformen und konkretisiert dies (in pragmatischer Absicht) in 6 Punkten. Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Heiner Gembris (2017 / 2016)

Späte Blüte: Musikalische Begabung und Alter

Nach einem Blick auf die aktuelle Forschungslage werden die Bedeutung relevanter Grundannahmen der Lifespan-Psychologie für die Begabungspsychologie dargestellt und eine Arbeitsdefinition der Begriffe Musikalität, Begabung und Talent vorgelegt. Obwohl einige Argumente dafür sprechen, dass die musikalische Begabung im Laufe des Lebens insgesamt relativ stabil bleibt (Niveaustabilität), ist anzunehmen, dass die Strukturstabilität aufgrund von Veränderungen in unterschiedlichen Teilkomponenten musikalischer Begabung eher einem Wandel unterliegen kann. In Korrespondenz zur Intelligenzentwicklung wird das Modell der fluiden und kristallinen musikalischen Begabung erläutert. Das vorgeschlagene Konzept der „musikalischen Reservekapazität“ soll die Möglichkeiten zur musikalischen Entwicklung insbesondere im höheren Erwachsenenalter begründen und einen theoretischen Rahmen für entsprechende empirische Forschung liefern.

Von Ute Pinkert (2017)

Das Wissen der Künste innerhalb künstlerischer (theatraler) Verfahren – Vortrag auf der Jahrestagung der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

Ausgehend davon, dass das Wissen in der Praxis kultureller Bildungsprozesse ein anderes Wissen ist als jenes, das mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen wird, geht die Autorin in ihrem Vortrag auf der kubi-online Jahrestagung den Fragen nach: Aber was ist auf welche Weise anders? Und welche Konsequenzen hat das für Bildungsprozesse? Wie kann das Wissen, das innerhalb einer Praxis kultureller Bildung generiert wird, gekennzeichnet und beschrieben werden? Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Anja Piontek (2017 / 2016)

Partizipative Ansätze in Museen und deren Bildungsarbeit

Analog zur insgesamt gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung von Mitsprache und Beteiligung ist „Partizipation“ seit einigen Jahren zu einem zunehmend wichtigen Schlagwort in der museologischen Debatte avanciert, stellt jedoch noch kein etabliertes und schon gar kein klar definiertes Format der Museumsarbeit dar. Die Auslegungsbreite reicht derzeit von bloßem Anwesend-Sein über verordnete (Selbst-)Lernerfahrungen und basisdemokratische Mitbestimmungsverfahren bis hin zu ungefragter Intervention bzw. dem anarchistischen Widerstand gegen die herrschende Kultur.

Von Max Fuchs (2017)

Prozesse der Politik und Hierarchisierung von Wissen in der kulturellen Bildung

Die Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online hat KünstlerInnen, PraktikerInnen sowie WissenschaftlerInnen der Kulturellen Bildung zu ihren Wissensformen zu Wort kommen lassen. Diskutiert wurde über das Verständnis von Wissen und die Qualitäten der unterschiedlichen Formen des Wissens zwischen Kunst, Wissenschaft und pädagogischer Praxis. Unter der Headline „Deutungsmacht: Sprechen über Wissen" hielt der Vorsitzende des kubi-online Beirates, Prof. Dr. Max Fuchs, nachfolgenden Eröffnungsvortrag.