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Themen

„Themen" der Kulturellen Bildung speisen sich aus gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen: Alter(n), Digitalisierung, Diversität, Inklusion... Die Fachbeiträge in diesem Menüpunkt reflektieren Möglichkeitsräume, wie mit Künsten und kulturpädagogischer Praxis bzw. Forschung den sozialen Wandel zu gestalten und Teilhabe an Bildung und Kultur für alle zu verwirklichen.

165 Beiträge im Themenfeld

Von Sven Sauter (2017)

Gerechtigkeit in der Kulturellen Bildung? Gerechtigkeit durch Kulturelle Bildung! Der Capability Approach als Rahmenkonzept für eine inklusive Kulturpraxis

Der Beitrag diskutiert das Thema Gerechtigkeit in der Kulturellen Bildung auf der Grundlage des Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum. Aufgezeigt werden Wege zu einer differenzsensiblen und inklusiven Kulturpraxis, unabhängig von den unterschiedlichen Domänen der Kulturellen Bildung.

Von Tom Braun (2017)

Zur Bedeutung unterschiedlicher Wissensformen für die Kulturelle Bildung. Eine Abschlussbetrachtung zur Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und PraktikerInnen diskutierten im Rahmen der Jahrestagung 2017 der Wissensplattform für Kulturelle Bildung Online über unterscheidbare Formen des Wissens zwischen Künsten, Wissenschaft und pädagogischer Praxis, über Fragen der Anerkennung unterschiedlicher Wissensformen und das Verhältnis von Wissen und Macht. Der Geschäftsführer der BKJ plädiert für mehr Anerkennung der Vielfalt von Wissensformen und konkretisiert dies (in pragmatischer Absicht) in 6 Punkten. Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Heiner Gembris (2017 / 2016)

Späte Blüte: Musikalische Begabung und Alter

Nach einem Blick auf die aktuelle Forschungslage werden die Bedeutung relevanter Grundannahmen der Lifespan-Psychologie für die Begabungspsychologie dargestellt und eine Arbeitsdefinition der Begriffe Musikalität, Begabung und Talent vorgelegt. Obwohl einige Argumente dafür sprechen, dass die musikalische Begabung im Laufe des Lebens insgesamt relativ stabil bleibt (Niveaustabilität), ist anzunehmen, dass die Strukturstabilität aufgrund von Veränderungen in unterschiedlichen Teilkomponenten musikalischer Begabung eher einem Wandel unterliegen kann. In Korrespondenz zur Intelligenzentwicklung wird das Modell der fluiden und kristallinen musikalischen Begabung erläutert. Das vorgeschlagene Konzept der „musikalischen Reservekapazität“ soll die Möglichkeiten zur musikalischen Entwicklung insbesondere im höheren Erwachsenenalter begründen und einen theoretischen Rahmen für entsprechende empirische Forschung liefern.

Von Ute Pinkert (2017)

Das Wissen der Künste innerhalb künstlerischer (theatraler) Verfahren – Vortrag auf der Jahrestagung der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

Ausgehend davon, dass das Wissen in der Praxis kultureller Bildungsprozesse ein anderes Wissen ist als jenes, das mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen wird, geht die Autorin in ihrem Vortrag auf der kubi-online Jahrestagung den Fragen nach: Aber was ist auf welche Weise anders? Und welche Konsequenzen hat das für Bildungsprozesse? Wie kann das Wissen, das innerhalb einer Praxis kultureller Bildung generiert wird, gekennzeichnet und beschrieben werden? Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Anja Piontek (2017 / 2016)

Partizipative Ansätze in Museen und deren Bildungsarbeit

Analog zur insgesamt gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung von Mitsprache und Beteiligung ist „Partizipation“ seit einigen Jahren zu einem zunehmend wichtigen Schlagwort in der museologischen Debatte avanciert, stellt jedoch noch kein etabliertes und schon gar kein klar definiertes Format der Museumsarbeit dar. Die Auslegungsbreite reicht derzeit von bloßem Anwesend-Sein über verordnete (Selbst-)Lernerfahrungen und basisdemokratische Mitbestimmungsverfahren bis hin zu ungefragter Intervention bzw. dem anarchistischen Widerstand gegen die herrschende Kultur.

Von Max Fuchs (2017)

Prozesse der Politik und Hierarchisierung von Wissen in der kulturellen Bildung

Die Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online hat KünstlerInnen, PraktikerInnen sowie WissenschaftlerInnen der Kulturellen Bildung zu ihren Wissensformen zu Wort kommen lassen. Diskutiert wurde über das Verständnis von Wissen und die Qualitäten der unterschiedlichen Formen des Wissens zwischen Kunst, Wissenschaft und pädagogischer Praxis. Unter der Headline „Deutungsmacht: Sprechen über Wissen" hielt der Vorsitzende des kubi-online Beirates, Prof. Dr. Max Fuchs, nachfolgenden Eröffnungsvortrag.

Von Susanne Keuchel (2017)

Ökonomisches Prinzip und globale Märkte - Neue Anforderungen für die Kulturelle Bildungslandschaft und die künftige Vermittlungsarbeit

Fragen der Globalisierung, des Wettbewerbs und der Ökonomisierung sind sehr komplex. Im folgenden Beitrag wird daher kurz der Einfluss der Ökonomisierung auf gesellschaftliche Prozesse allgemein betrachtet. In einem zweiten Schritt werden mögliche Auswirkungen der Ökonomisierung auf Bildung und Kulturelle Bildung reflektiert. In einem Fazit wird Bilanz gezogen zu den neuen Anforderungen, die Ökonomisierung und Globalisierung an die Selbstorganisation der Kulturellen Bildungslandschaft stellen als auch an die künftige Vermittlungsarbeit: Wie kann Kulturelle Bildung das Subjekt stärken im Zuge der Herausforderungen, die sich mit der zunehmenden Ökonomisierung stellen?

Von Johannes Breuer (2017)

Culture + 1 – Digitale Spiele und Kulturelle Bildung

Unter den Stichworten Serious Games und Digital Game-Based Learning wurde speziell in den letzten 15 Jahren diskutiert, erprobt und untersucht, wie sich Computer- und Videospiele zu Lern- und Bildungszwecken einsetzen lassen. In der Kulturellen Bildung können digitale Spiele sowohl als Werkzeuge zum Wecken von Interesse oder zur Vermittlung von Wissen als auch als kulturelle Artefakte betrachtet und verwendet werden. Aktuelle technische Entwicklungen in der Spielebranche erweitern zudem die Einsatzmöglichkeiten.

Von Max Fuchs (2017)

Brauchen wir eine „Kritische Kulturpädagogik“? Eine Skizze

Begründet wird der Bedarf nach einer Kritischen Kulturpädagogik, die mehr leisten will als die Artikulation eines gewissen Unbehagens aufgrund neoliberaler Gesellschaftsveränderungen. Vielmehr geht es darum, sich stärker mit den Ursachen dieses Unbehagens auseinander zu setzen und den Auswirkungen einer neoliberalen Durchformung von Gesellschaft offensiver zu begegnen. Eine zentrale Aufgabe Kritischer Kulturpädagogik besteht darin zu analysieren, in welcher Weise eine neoliberale Formung des Subjekts zu Deformationen der Persönlichkeit führt und in welcher Weise Ressourcen der Widerständigkeit mobilisiert und Chancen einer emanzipatorischen Subjektentwicklung im Bereich der künstlerischen Praxis eröffnet werden können.

Von Antje Klinge (2017 / 2016)

Kulturelle Schulentwicklung und Sport – eine unmögliche Allianz?!

Als Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklungen hat die Kultusministerkonferenz in ihren Empfehlungen zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung von 2013 Themen wie Ganztag, Kulturorte als Lernorte, Inklusion, Interkulturalität und Partizipation definiert, die stärker im Schulcurriculum verankert werden müssten. Als Querschnittsthema von Schule hebt sie dabei die Kulturelle Bildung besonders hervor. Was sich unter dem Sammelbegriff Kulturelle Bildung verbirgt, welche Herausforderungen und Potentiale für die (kulturelle) Schulentwicklung damit verbunden sind und welchen Beitrag das Fach Sport hier leisten kann, wird im vorliegenden Beitrag diskutiert. Dabei wird die Spezifik des Körper- und Bewegungsfaches auf drei Ebenen herausgearbeitet: als ästhetische Erfahrung, als kreatives Spiel und schließlich als symbolische Darstellung.