Themenfeld:

Theater

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens im Bereich Theater; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Kunstsparte „Theater“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

59 Beiträge im Themenfeld

Von Hanne Seitz (2022)

non non fiction — Zur Theorie und Praxis des Spiels und die Rolle der Mimesis im Theater und anderswo

Vor dem Hintergrund der Cailloischen Spielkategorien agộn, alea, mimicry und ilinx beschäftigt sich der Beitrag mit der Frage, ob die postdramatische Aufführungspraxis überhaupt noch auf Spiel, das Theater als Kunstform sich womöglich selbst aufs Spiel setzt, wobei zu beobachten ist, dass die Verfahren das mimetische Vermögen mancherorts in seltsame Gefilde treiben.

Von Cornelie Dietrich, Ute Pinkert (2022)

Transformationsprozesse in Schule, Theater, Kultureller Bildung

Das Bildungssystem wie auch der staatlich subventionierte Kulturbetrieb in Deutschland, das wurde in den vergangenen Jahren deutlich, offenbaren tiefliegende Fehlanlagen, die der Transformation und grundlegender Konzept- und Strukturveränderungen bedürfen. Welche Veränderungsprozesse sind derzeit in den Bereichen Schule und Theater wahrnehmbar? Was sie bewirken, betrachten Cornelie Dietrich und Ute Pinkert im Dialog.

Von Norma Köhler (2022)

Theater als kollaboratives Spiel – Möglichkeitssinn als Fähigkeit und Rahmen

Ausgehend von Peter Simhandls Text ‚Theater als Spiel‘ (1998) verbindet Norma Köhler eine am Möglichkeitssinn orientierte Spielfähigkeit und Rahmung mit dem kollaborativen Potenzial freien Spiels als Bestandteil performativer Theaterpraxis im gesellschaftlichen Zusammenhang.

Von Dietmar Sachser (2022)

Theater als Möglichkeitsraum spielerischer Aneignung

Theater ist Ausdruck seiner Zeit. Vertreten wird die These, dass sich Theater heute als ein gemeinsamer Konstruktionsprozess von Spielenden und Zusehenden ereignet und als solcher wahrgenommen, erlebt, gelesen und verstanden werden sollte. Wesentliches der Theaterkunst wäre aufs Spiel gesetzt, würde sich diese nicht als ebensolche - nämlich als gemeinsames Spiel - verstehen. 

Von Ute Pinkert (2022)

Transformation im Theater und Kultureller Bildung: Ein neues aktivistisches Paradigma?

Die gesellschaftliche Relevanz öffentlich geförderter Theater steht in radikaler Weise auf dem Prüfstand und hat zu einem „aktivistischen Turn“ im Bereich der darstellenden Kunst und der Theaterpädagogik geführt. Reflektiert werden die damit verbundenen Konsequenzen, die Darstellende auffordern, die Einlassung der theatralen Kommunikation in den sozialgesellschaftlichen Raum explizit zu verhandeln und für die Theaterpädagogik bedeuten, die Praxis des Positionierens, die eng mit dem Phänomen der Haltung verbunden ist, in den Blick zu rücken.

Von Isabel Dorn (2022)

Vom Theater als Raum für nicht verwirklichte Möglichkeiten zum Möglichkeitsraum

Eröffnet das Spiel einen Raum, um bereits existierende, aber nicht verwirklichte Möglichkeiten des Selbst zu verwirklichen? Oder schafft es eine Situation, die das Selbst erst hervorzubringen und zu reflektieren vermag? Der Artikel diskutiert diese Fragen ausgehend von Peter Simhandls Aufsatz „Theater als Spiel" (1998).

Von Felix Büchner, Sören Jannik Traulsen (2022)

Kritische Medienreflexion im ‚Postdigitalen Schultheater‘: Eine Re-Lektüre Leekers „Die Zukunft des Theaters im Zeitalter technologisch implementierter Interaktivität"

Dieser Beitrag ist Teil des Projekts „Theater – Auf(s) Spiel setzen". Er fragt danach, welche Anknüpfungspunkte frühere Überlegungen zu ‚Neuen Medien‘ im Theater für die Rolle digitaler Medien in zeitgenössischer (Schul-)Theaterpädagogik bieten. Die Auseinandersetzung mit Interaktion und Partizipation führt dabei zu den Potenzialen kritischer Medienreflexion.

Von André Studt (2022)

Verortungen im fremden Gelände — Annäherungen an das Landschaftstheater von Louis Naef

Die (europäische) Theaterlandschaft wäre nach Personen, Positionen und Projekten abzusuchen, die sich am Konnex Landschaft-Theater-Spiel abarbeiten, um Menschen eine konkrete Umgebung zu schaffen, die sie per biographischer Erinnerung, lernender Erkundung und spielerischem Erleben biographisch verortet und mit Anderen in einen konkreten Zusammenhang setzt.