Themenfeld:

Teilhabe & Partizipation

Kulturelle Bildung für alle! Ausgrenzung und Teilhabe sind Schlüsselbegriffe in der Debatte um ein gelingendes Leben und bessere Bildungschancen durch Kunst und Kultur. Die Dimensionen sozialer und kultureller Ungleichheit und Überlegungen dazu, was Teilhabegerechtigkeit auszeichnet und wie sich Partizipation und Teilhabechancen in der Kulturellen Bildung verbessern lassen, bestimmen die Reflexionen der Autor*innen in diesem Themenfeld.

44 Beiträge im Themenfeld

Von Gerd Taube (2019)

Wege ins Theater führen über die Hauptstraße der Partizipation - Jugendpolitik für kulturelle Teilhabe

Wie können Kinder und Jugendliche, insbesondere jene, die unter prekären Bedingungen aufwachsen, die Chance erhalten, Theater für sich zu entdecken? Der Beitrag macht Erfahrungen des Projekts „Wege ins Theater!“ im Rahmen des Programms „Kultur macht stark" zugänglich und positioniert sich aus jugendpolitischer Verantwortung für kulturelle Teilhabe.

Von Juliane Gerland (2019)

Kunst, Kultur, (Dis-)Ability? – Inklusion, Teilhabe und Partizipation in künstlerischen und wissenschaftlichen Kontexten

Wie steht es um die Teilhabe und Paritizipation von Menschen mit Behinderungen in Kunst und Kultur? Der Beitrag setzt die theoretischen Figuren Inklusion und Disability Studies in Beziehung und beschreibt deren Einflüsse in künstlerischen Prozessen, im Kulturbetrieb sowie innerhalb des Konzeptes der partizipativen Forschung – in Theorie und Praxis.

Von Tom Braun (2019)

Teilhabe, Anerkennung und Kritik – Verantwortung und Potenziale zivilgesellschaftlicher Organisationen der Kulturellen Bildung

Wenn der Wert von Diversität an Kulturen und Lebensentwürfen in Frage gestellt wird, haben die Träger Kultureller Bildung Verantwortung für gesellschaftlichen Zusammenhalt: für den Ausbau inklusiver Bildungsangebote und die Weiterentwicklung der demokratischen Verfasstheit ihrer Strukturen.

Von Sabine Dengel, Thomas Krüger (2019)

Partizipation – Anspruch und Herausforderung für die Bildungskonzeptionen politischer und Kultureller Bildung

Was können Bildungskonzeptionen der politischen und der Kulturellen Bildung im Hinblick auf Partizipation als Modus sozialer Integration und Chance für Demokratie leisten? Worin liegt ihr Potenzial für gesellschaftlich notwendige Aushandlungsprozesse um Bedingungen des Zusammenlebens und für die Konstruktion sozialer Identität in einer Transformationsgesellschaft? Welche Neukonzeptionierungen sind angeraten?

Von Siglinde Lang (2018)

Raum im Raum schaffen. Kunst, Ortsspezifität und Teilhabe als Ingredienzen kultureller Entwicklungsprozesse

Ländliche Kunst- und Kulturinitiativen leisten kulturelle Nahversorgung, bieten Raum für experimentelle Impulse und Engagement. Dennoch wird Kunst in ruralen Regionen als `provinziell´ belächelt und abgetan. Der Beitrag widerspricht dieser Haltung und verweist auf jenes Potenzial, das kontext- und lokalspezifische Kulturarbeit auszeichnet: Eine Kultur von allen für alle zu schaffen.

Von Brigitte Schorn , Birgit Wolf (2018)

Chancen für junge Menschen: Kulturelle Bildung zwischen Schule und Verein, Daheim und Welt

Ländliche Räume stehen aktuell im Fokus. Doch: Wie steht es um die Jugendkulturarbeit in ländlichen Regionen? Welche Potenziale bieten ländliche Räume und welche nutzen junge Menschen zwischen Tradition und Erneuerung? Welchen Stellenwert hat die Jugendkulturarbeit in Jugendverbänden und Jugendämtern? Welche Rahmenbedingungen tragen zum Gelingen kultureller (Bildungs)Angebote in ländlichen Räumen bei? Welche Rolle könnte Schule als Lern-, Lebens- und Kulturort zukünftig einnehmen? Dieser Beitrag versucht Antworten auf diese Fragen zu bieten und zeigt anhand von Beispielen Lösungsansätze auf. Gefordert wird zugleich ein vehementes Umdenken seitens der Förderprogrammverantwortlichen und seitens der Jugendkulturarbeit. Denn reale Kriterien sowie vitale Ideen brauchen die ländlichen Räume.

Von Susanne Rehm (2018)

Kulturpädagogik inklusive: Inklusion in kulturellen Kooperationsprojekten – Eine systemische Annäherung

Im Folgenden werden die drei Systeme Schule, Kulturelle Bildung und Kultur zuerst mit Blick auf das Thema Inklusion und im zweiten Schritt hinsichtlich ihrer Kooperationsmöglichkeiten im Feld der Inklusion beleuchtet. Dabei soll vor allem herausgearbeitet werden, wie die Systeme durch ihre Verfasstheit Inklusion (oder Exklusion) bedingen, beeinflussen oder aufheben und ob und wie durch Kooperationen dieser Systeme Inklusion erhöht oder vermindert wird. In diesem Artikel liegt ein Schwerpunkt auf der Inklusion von Kindern und Jugendlichen* mit Behinderung.

Von Maren Ziese (2017)

Visionen und Handlungsfelder für eine diskriminierungskritische Kulturszene. Wie konzipieren wir in Zukunft kulturelle Bildungsprojekte?

Der deutsche Kulturbetrieb mit seinen Ausstellungen, Tagungen und Veranstaltungen ist eine zu großen Teilen sehr geschlossene Welt. Die westliche Definition von "Kultur" meint unter anderem die Abgrenzung eines weißen bürgerlichen Lebensstils von einer "anderen", vermeintlich weniger "kultivierten" Lebensweise und wurde als "Leitkultur" gesetzt. Seit das Thema "Flucht und Ankommen" im deutschen Kulturbetrieb virulent geworden ist, sind Fragen der Zugänglichkeit und Teilhabe, interkultureller Vielfalt in Programm, Personal und Publikum erneut verstärkt Diskussionsgegenstand. Der vorliegende Beitrag hat Visionen und Strategien für eine diskriminierungskritische Kulturszene zum Thema. Er zeigt auf, durch welche Aspekte und Stellschrauben sich am System etwas ändern kann. Dabei geht es um vier Themenblöcke, die sich nacheinander mit Visionen und der Realität von Diskriminierung, echter Teilhabe, Kommunikation sowie einer Sensibilität in der Veranstaltungsplanung befassen.

Von Elke Köllmann (2017)

Vertrauen, Erfolg und Partizipation – Die Bedeutung von inklusiven Musikgruppen für Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen

Wie viele SchülerInnen nehmen auch Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen die musikalischen Angebote, Band-AG, Orchester oder Schulchor an ihren inklusiven Schulen an. Wie nehmen sie ihre Teilnahme wahr und welchen Einfluss haben die Mitglieder und die Ensembleleitung? Um diese Fragen beantworten zu können, versucht die Studie Gemeinsam zur Musik eine Annäherung an die Sichtweise von Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen, die bereits aktiv Musik machen und von ihren Gruppenerfahrungen berichten können.