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Tanz

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens in dieser Kunstsparte; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Tanz“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

55 Beiträge im Themenfeld

Von Sabine Hafner (2019)

Kann man aus Sportler*innen Tänzer*innen machen?

Die Ergebnisse der hier vorgestellten Lehrveranstaltungsevaluation liefern empirische Antworten auf die Fragestellung, welche Tanzkompetenzen aus Sicht der Lehrkraft und der Sportstudierenden durch eine übliche Tanzintervention in einem Semester angebahnt werden können.

Von Sabine Hafner (2019)

Empirische Studie zur (tanz)künstlerischen Produktion und Rezeption von angehenden (Sport)Lehrkräften

Die Befragung zur künstlerischen Teilhabe von Sportstudierenden im Vergleich mit Studierenden der Theaterpädagogik bzw. Lehramtsstudierenden, die nicht das Fach Sport studieren, belegt ernüchternde Voraussetzungen für künstlerische Bildungsprozesse und zeigt, dass im Sportunterricht tanzpädagogische Herausforderungen oftmals mit der Rollenidentität von Sportlehrkräften in Konflikt geraten.

Von Kulkānti Barboza (2018)

Zur Mächtigkeit des Ästhetischen - Die Macht des Tanzes

In diesem Beitrag geht es um einen Vergleich des barocken, französischen Hofballetts mit dem Modernen Tanz des 20. Jahrhunderts. Beide Tanzformen stehen stellvertretend für eine eigene Tanzkultur und wie für alle Kulturtechniken ist zu hinterfragen, inwiefern Prozesse der Begrenzung und Entgrenzung (und damit Machtverhältnisse) – auch in modernen Gegenbewegungen - repräsentiert, gefestigt oder neu geschaffen werden.

Von Claudia Steinberg, Svenja Konowalczyk, Esther Pürgstaller, Yvonne Hardt, Nils Neuber, Martin Stern (2018)

Facetten Kultureller Bildung im Medium „Tanz und Bewegungstheater“ – Eine empirische Studie

Das Forschungsprojekt fokussiert Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung wie Kreativität, Selbstkonzept und emotionale Kompetenz von Kindern aus Ganztagsgrundschulen, auch aus bildungsbenachteiligten Milieus, die an einem 16-wöchigen Tanz- und Bewegungstheaterangebot teilnahmen.

Von Hanna Hegenscheidt, Ulrich Huhn (2019)

Aus der Praxis … ins Digitale…. für die Praxis … Ein digitaler Formfindungsprozess für eine sinnlich-körperliche Tanzvermittlung in Schulen

Werden Kinder durch Digitalisierung im Kontext von zeitgenössischem Tanz in Schulen zu ferngesteuerten Robotern, oder ist alles halb so wild und lediglich pausenhoferprobte Computerspiel-Tänze erobern die Bühnen der Stadt?

Von Antje Klinge (2017)

Bildungskonzepte im Tanz

Bildung boomt – könnte man annehmen angesichts der zahlreichen Initiativen, Bildungsberichte und -debatten, die in Bund, Ländern und Gemeinden seit PISA zu tage treten. Die neue Aufmerksamkeit für Bildung ist mit der Hoffnung verbunden, zentrale gesellschaftliche Probleme und soziale Missstände lösen zu können. Ein besonderes öffentliches Interesse wurde in den letzten Jahren den künstlerischen Fächern Musik, bildende Kunst, Theater und auch Tanz zuteil. Von Theater-, Musik- oder Tanz-Projekten wird erwartet, dass sie einen unverwechselbaren Beitrag zur Verbesserung der sozialen, personellen und künstlerischen Fähigkeiten junger Menschen leisten können. Was den Tanz betrifft, scheint er aus seinem Schattendasein nicht nur hervorgetreten, sondern auch bereits über sich hinausgewachsen zu sein. Die Presse sieht in ihm ein neues Allheilmittel für soziale Probleme und schulische Defizite.

Von Antje Klinge (2017 / 2016)

Kulturelle Schulentwicklung und Sport – eine unmögliche Allianz?!

Als Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklungen hat die Kultusministerkonferenz in ihren Empfehlungen zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung von 2013 Themen wie Ganztag, Kulturorte als Lernorte, Inklusion, Interkulturalität und Partizipation definiert, die stärker im Schulcurriculum verankert werden müssten. Als Querschnittsthema von Schule hebt sie dabei die Kulturelle Bildung besonders hervor. Was sich unter dem Sammelbegriff Kulturelle Bildung verbirgt, welche Herausforderungen und Potentiale für die (kulturelle) Schulentwicklung damit verbunden sind und welchen Beitrag das Fach Sport hier leisten kann, wird im vorliegenden Beitrag diskutiert. Dabei wird die Spezifik des Körper- und Bewegungsfaches auf drei Ebenen herausgearbeitet: als ästhetische Erfahrung, als kreatives Spiel und schließlich als symbolische Darstellung.

Von Ronit Land (2017)

Choreografie einer Diversität. Transkulturelle Methoden aus der Tanzpädagogik

Die Fremde erstreckt sich über Sehnsuchtsbögen, die man sich beim Tanzen in den Zwischenraum zwischen sich und den Anderen wünscht. Das Fremde ist nicht außerhalb unserer Wahrnehmung, sondern ein zentraler Bestandteil von ihr. Es ist der verborgene Schatten in unserem Gesicht, der Raum, der uns weggenommen wird, die Zeit, in der wir unser Mitgefühl verloren haben. Da die eigene Reflexion schmerzhaft sein kann, werden Wut und Angst auf den Anderen projiziert. Der wirkliche Reichtum des Anderen ist aber das menschliche Potential, das die Möglichkeit eröffnet, ein schöpferisches Leben zu erfahren. Diese Möglichkeiten bedeuten, eine Freiheit in Anspruch zu nehmen, die aus elementarer Neugier und alltäglicher wie auch künstlerischer Beweglichkeit entsteht. Die Freiheit, zu entscheiden und zu handeln, entspringt zwar aus den persönlichen Fähigkeiten, wird aber stark eingeschränkt, wenn die politischen und wirtschaftlichen Begebenheiten nicht vorhanden sind.

Von Brigitte Steinmann (2016)

Rhythmik und Elementare Musikpädagogik – Ein historischer Abriss und eine kurze Betrachtung der heutigen Situation der beiden Fächer

Die historische Entwicklung der Rhythmik und der Elementaren Musikpädagogik als Teilbereiche der Kulturellen Bildung wird mit aufgelisteten Fakten und Hinweisen auf Veröffentlichungen skizziert. Es folgt daraus eine kurze Betrachtung der heutigen Situation der beiden Fächer und der dazugehörigen Studiengänge an deutschen Musikhochschulen.