Themenfeld:

Strukturen

Dieses Themenfeld listet Beiträge auf, die einzelnen Struktur- und Organisationsbereiche sowie Akteursgruppen gezielt beleuchten und Entwicklungsherausforderungen für die Praxis Kultureller Bildung in bestimmten Handlungsfeldern besonderes thematisieren.

25 Beiträge im Themenfeld

Von Kristina Stang (2017)

„Kultureinrichtungen öffnet euch.“ Kooperationen für mehr Perspektiven

Viel ist in den letzten Jahren an Kulturinstitutionen appelliert worden, sich zu „öffnen“. Der postulierte Reformbedarf bezieht sich auf personelle Strukturen, Programmangebot und adressiertes wie erreichtes Publikum der Kulturinstitutionen. In all diesen Bereichen bildet sich in aller Regel die reale gesellschaftliche Heterogenität (noch) nicht ab. Die Gesellschaft ist weit weniger weiß, männlich, heterosexuell, autochthon deutsch und akademisch geprägt als die mehrheitlich vorhandenen Strukturen, Outputs und NutzerInnen der subventionierten Kunst- und Kultureinrichtungen. Seit Jahresende 2015 wird die Öffnungsdebatte mit einiger Zuspitzung geführt. Im Kontext der hohen Zuzugszahlen wird Deutschland seitdem als plurale Einwanderungsgesellschaft neu diskutiert. Konzepte von Integration und Inklusion werden entworfen, auch der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung kommt eine erhöhte Aufmerksamkeit zu – nicht nur, aber eben auch im Kulturbereich. Dieser Beitrag knüpft an den Öffnungsdiskurs aus der Praxisperspektive, namentlich aus den Erfahrungen der Berlin Mondiale, heraus an. Es handelt sich dabei um ein Programm, in dessen Rahmen Berliner Kulturinstitutionen langfristige Kooperationen mit Unterkünften für Geflüchtete eingehen.

Von Birgit Wolf (2017)

Bundesweite Akteure der Kulturellen Bildung: Eine Einführung in die Strukturen

Dieser Beitrag analysiert die komplexen Strukturen Kultureller Bildung in Deutschland. Er bietet einen Überblick über die für Kulturelle Bildung zuständigen Behörden - insbesondere auf der Ebene des Bundes, aber auch der Länder und Kommunen - und stellt 20 bundesweit besonders herausragende zivilgesellschaftliche Organisationen der Kulturellen Bildung mit ihren Aufgaben und Zielen vor. Vielfalt und Vielschichtigkeit von Kunst und Kultur in Deutschland werden sichtbar. Die Grundlage dieses Beitrages bildet eine Online-Recherche zu bundesweiten Akteuren der Kulturellen Bildung, in Auftrag gegeben von MUTIK, einer Partnergesellschaft der Stiftung Mercator.

Von Kristin Bäßler (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in der Migrationsgesellschaft: Migrantenorganisationen als Akteure und Impulsgeber

Seit in den 1950er und 60er Jahren die ersten Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und verschiedenen südeuropäischen Ländern abgeschlossen wurden, bildeten sich in Deutschland zahlreiche Migrantenorganisationen. Die sogenannten “Gastarbeiter“ aus Italien, Spanien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien begannen früh, sich in Vereinen zusammenzuschließen, zumeist auf der Basis einer gemeinsamen Sprache, Kultur und entlang ethnischer Grenzen (vgl. Hunger 2005:234).

Von Ulrike Blumenreich (2013 / 2012)

Das Studium der Kulturvermittlung an Hochschulen in Deutschland

Das Angebot an Studienmöglichkeiten der Kulturvermittlung in Deutschland ist in den letzten 35 Jahren stark gestiegen: Waren es 1987 noch elf Studiengänge der Kulturpädagogik, die bei einer ersten Bestandaufnahme durch die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. erfasst wurden, so konnten Anfang der 1990er Jahre in einem Forschungsprojekt bereits 43 Studienangebote der Kulturpädagogik, Kulturarbeit und Kulturellen Bildung (vgl. Liebald/Wagner 1993) verzeichnet werden.

Von Rainer Bode, Bernd Hesse , Torsten Nagel (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in den Soziokulturellen Zentren

Kulturelle Bildung ist zuerst und vor allem Selbst-­ und Persönlichkeitsbildung und nicht Bil­dung zu anderen, übergeordneten Zwecken, so nützlich diese sein mögen. Auch Soziokultur ist demnach nicht Soziale Arbeit mit kulturellen Mitteln, sondern Kulturarbeit und Kulturelle Bildung im sozialen gesellschaftspolitischen Feld – bezogen auf die Menschen am Ort.

Von Hans-Hermann Groppe (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung an den Volkshochschulen

Selbstverständnis, Ziele und Arbeitsweisen der Kulturellen Bildung der Volkshochschulen sind in der vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) im Mai 2011 herausgege­benen Publikation „Die Volkshochschule – Bildung in öffentlicher Verantwortung“ skizziert. Diese Ziele sind der Programmatik und dem Anspruch der gesamten VHS-Arbeit verpflichtet, in ihrer Offenheit für alle Altersgruppen, sozialen Schichten und Milieus, für Menschen mit unterschiedlicher Auffassung und Herkunft, Zugänge zur Kultur und zu kulturell­-kreativer Tätigkeit zu schaffen.

Von Eckhard Mittelstädt (2013 / 2012)

Formen und Formate Freier Darstellender Künste

Im Folgenden soll es um die Praxis der Freien Darstellenden Künste in Deutschland gehen. Der Begriff Freie Darstellende Künste setzt sich in den vergangenen Jahren zunehmend gegenüber dem älteren Begriff des Freien Theaters durch, da sich hier die verschiedenen Formen der Bühnenkunst vereinen lassen: Neben dem Drama sind es zunehmend performative Forma­te, Tanz, Musiktheater, Figurentheater und die Verbindung verschiedener Genres, also das Cross-Over zwischen verschiedenen Medien und Genres.

Von Rolf Bolwin (2013 / 2012)

Theater als Ort Kultureller Bildung

Bei der Bildungsdebatte in Deutschland dominieren seit Jahren Gesichtspunkte der Erzeugung unmittelbar verwertbaren Wissens und entsprechender Kompetenzen, deren Nützlichkeit außer Zweifel steht. Demgegenüber werden häufig die Bildungsprozesse marginalisiert, in denen es um die Kunst, um Theater, Literatur, Musik und Bildende Kunst geht. Das gilt immer noch als Luxus, wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland.

Von Hildegard Bockhorst, Nina Selig (2013 / 2012)

Zivilgesellschaftliche Organisationen der Kulturellen Bildung in Deutschland

Kulturelle Bildung in Deutschland „lebt“ durch die Vielfalt ihrer Trägerlandschaft und den Facettenreichtum ihrer Erscheinungsformen, Orte und Strukturen: formal, non­-formal und informell, produktiv wie auch rezeptiv. Wollte man alle Leistungserbringer Kultureller Bildung systematisch erfassen, müsste man mit einem Beschreibungsraster arbeiten, welches zum einen die föderalen Ebenen (Kommunen, Länder, Bund, EU, Internationales) in ihrem Tun unterscheidet, welches zum anderen die Erfassung von Angeboten und Strukturen differenziert nach den drei Sektoren Markt, Staat bzw.

Von Gerald Mertens (2013 / 2012)

Konzerthäuser und Orchester als Orte Kultureller Bildung

Die Diskussion zur Bedeutung der Kulturellen Bildung hat innerhalb weniger Jahre eine be­achtliche Breite und Nachhaltigkeit gewonnen, die alle Kulturbereiche und ­-institutionen in Deutschland erfasst. Für die Konzerthäuser, Orchester und Rundfunkensembles muss aber zunächst ganz klar festgehalten werden, dass sie in erster Linie Kulturinstitutionen und keine Bildungseinrichtungen sind. Denn Bildung ist nicht ihr Kernauftrag.