Themenfeld:

Praxisfeld

Rahmenbedingungen für Kulturelle Bildung wie z.B. Politik- und Förderkonzepte oder Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- und Berufsfelddiskurse, Reflexionen über Strukturen und Organisationsentwicklungsprozesse, Bedarfe spezifischer Gruppen von Adressat*innen sowie die Praxis Kultureller Bildung in Kontexten wie Schule, Freiwilligendiensten, sozialer Arbeit, politischer Jugendbildung u.v.m. sind Gegenstand der Fachartikel in diesem Themenfeld.

459 Beiträge im Themenfeld

Von Tom Braun (2013 / 2012)

Kulturelle Schulentwicklung

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf vollen Zugang zum kulturellen Leben sowie auf eigene künstlerische und kulturelle Betätigung. Dies ist ein in § 31 der UN­-Kinderrechtskon­vention verbrieftes Recht (Bundeszentrale 2004:178). Da Schule alle Jugendlichen und Kinder erreicht, kann sie als der zentrale gesellschaftliche Ort verstanden werden, um die Forderung der UN­-Kinderrechtskonvention nach kultureller Teilhabe umzusetzen. Aktuell geraten die Schulen darüber hinaus zunehmend unter Druck, eine weitaus flexiblere individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen als bisher.

Von Viola Kelb (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung und Schule

„Bildung ist mehr als Schule!“ Der seit 2002 vielzitierte Slogan der „Leipziger Thesen“ (Bun­desjugendkuratorium u.a. 2002) sollte bis heute, in Zeiten von Ganztagsschulen und lokalen Bildungslandschaften, allgemeiner Konsens sein. Seither existieren zahlreiche Positionierun­gen, die eine Stärkung der Kulturellen Bildung an Schulen fordern: Die „Unesco-Road Map zur Kulturellen Bildung“ (2006b), die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages (2007b) und die „Aachener Erklärung“ des Deutschen Städtetags (2007) sind nur einige Beispiele.

Von Helga Theunert (2013 / 2012)

Die konvergente Medienwelt – Veränderter Rahmen für den Mediengebrauch

Der Kinofilm „Spider-Man“, der 2002 zum Kassenhit wurde, basiert auf einem Comic von 1962. Zu diesem Comic wurden ab Ende der 1960er Jahre zahlreiche Animationsserien produziert, die weltweit und teilweise sehr erfolgreich vermarktet wurden, so z.B. Mitte der 1990er Jahre die Serie „New Spider-Man“. Ende der 1970er Jahre kam eine Realfilmserie hinzu, die in Form ausgekoppelter Folgen auch fürs Kino zweitverwertet wurde, allerdings ohne großen Erfolg.

Von Eckhard Mittelstädt (2013 / 2012)

Formen und Formate Freier Darstellender Künste

Im Folgenden soll es um die Praxis der Freien Darstellenden Künste in Deutschland gehen. Der Begriff Freie Darstellende Künste setzt sich in den vergangenen Jahren zunehmend gegenüber dem älteren Begriff des Freien Theaters durch, da sich hier die verschiedenen Formen der Bühnenkunst vereinen lassen: Neben dem Drama sind es zunehmend performative Forma­te, Tanz, Musiktheater, Figurentheater und die Verbindung verschiedener Genres, also das Cross-Over zwischen verschiedenen Medien und Genres.

Von Rolf Bolwin (2013 / 2012)

Theater als Ort Kultureller Bildung

Bei der Bildungsdebatte in Deutschland dominieren seit Jahren Gesichtspunkte der Erzeugung unmittelbar verwertbaren Wissens und entsprechender Kompetenzen, deren Nützlichkeit außer Zweifel steht. Demgegenüber werden häufig die Bildungsprozesse marginalisiert, in denen es um die Kunst, um Theater, Literatur, Musik und Bildende Kunst geht. Das gilt immer noch als Luxus, wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland.

Von Hildegard Bockhorst, Nina Selig (2013 / 2012)

Zivilgesellschaftliche Organisationen der Kulturellen Bildung in Deutschland

Kulturelle Bildung in Deutschland „lebt“ durch die Vielfalt ihrer Trägerlandschaft und den Facettenreichtum ihrer Erscheinungsformen, Orte und Strukturen: formal, non­-formal und informell, produktiv wie auch rezeptiv. Wollte man alle Leistungserbringer Kultureller Bildung systematisch erfassen, müsste man mit einem Beschreibungsraster arbeiten, welches zum einen die föderalen Ebenen (Kommunen, Länder, Bund, EU, Internationales) in ihrem Tun unterscheidet, welches zum anderen die Erfassung von Angeboten und Strukturen differenziert nach den drei Sektoren Markt, Staat bzw.

Von Gerald Mertens (2013 / 2012)

Konzerthäuser und Orchester als Orte Kultureller Bildung

Die Diskussion zur Bedeutung der Kulturellen Bildung hat innerhalb weniger Jahre eine be­achtliche Breite und Nachhaltigkeit gewonnen, die alle Kulturbereiche und ­-institutionen in Deutschland erfasst. Für die Konzerthäuser, Orchester und Rundfunkensembles muss aber zunächst ganz klar festgehalten werden, dass sie in erster Linie Kulturinstitutionen und keine Bildungseinrichtungen sind. Denn Bildung ist nicht ihr Kernauftrag.

Von Jan-Pieter Barbian (2013 / 2012)

Öffentliche Bibliotheken als gesellschaftliche Orte Kultureller Bildung

Die Sprache und das Lesen sind Jahrtausende alte Kulturtechniken, ihre Erlernung und Beherr­schung unabdingbar notwendige Schlüsselqualifikationen, um sich Informationen zu erschließen, das Wissen über unsere Lebenswelt anzueignen und sich mit anderen über das Gelernte auszu­tauschen. Auch wer das Internet nutzen will, muss zuerst lesen können. Die Freude und Begeisterung für das Lesen bei nachwachsenden Generationen zu wecken, ist daher eine zentrale Aufgabe für die Bildungspolitik, der sich auch die Öffentlichen Bibliotheken intensiv widmen.

Von Kirsten Witt (2013 / 2012)

Bundesweite Wettbewerbe und Preise Kultureller Bildung

Dieser Artikel beleuchtet Zielsetzungen und Potentiale von Wettbewerben und Preisen unter folgenden Fragestellungen: Welche Rolle spielen Wettbewerbe in der kulturellen Bildungspraxis? Was können sie leisten und was bewirken sie für TeilnehmerInnen, Praxisfeld und Gesellschaft? Dabei werden nicht nur Teilnehmerwettbewerbe in den Blick genommen, sondern ebenso Auszeichnungen für gute Kulturprodukte und Preise für gelungene Praxis. Abschließend werden einige Bundeswettbewerbe vor allem aus dem Feld der Kulturellen Kinder-­ und Jugendbildung exemplarisch vorgestellt.

Von Mareike Berghaus (2013 / 2012)

Von Modellen zu Strukturen – zur Bedeutung von Modellprojekten in der Kulturellen Bildung

Modellprojekte sind aus dem Handlungsfeld der Kulturellen Bildung nicht mehr wegzudenken. Ob „FSJ Kultur“, „Kultur macht Schule“, „Jedem Kind ein Instrument“, „Kulturagenten für kreati­ve Schulen“ oder „Kultur.Forscher!“: Modellprojekte bieten Chancen für die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Kulturellen Bildung auf vielfältigen Wegen und Ebenen. Die Fülle von Modellprojekten bietet Anlass, im Folgenden aufzuzeigen, welche Bedeutung sie für die Kulturelle Bildung haben und welche Schwierigkeiten damit ebenso verbunden sein können.