Themenfeld:

Musik

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens in dieser Kunstsparte; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Musik“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

44 Beiträge im Themenfeld

Von Peter Wicke (2015 / 2012)

Von der Hausmusik zur House Music >> Musik und Jugendkultur im Wandel der Zeiten

Stichwörter

Erst mit dem Rock’n’Roll in den 1950er Jahren erhielt Musik eine symbolische Funktion, die charakteristisch geworden ist für die Kultur Jugendlicher. Und erst das Medium Musik verschaffte Jugendkultur nach und nach jene Autonomie, die sie heute besitzt. Als Heranwachsende die ersten Spuren in der Musikkultur hinterließen, gab es das Wort Jugend noch gar nicht und auch nicht die Vorstellung von einer mehr oder weniger ausgeprägten Übergangsphase zwischen Kind und Erwachsenen.

Von Dorothea Weise (2015 / 2013)

Das Bildungskonzept der Rhythmik: Musik ist Bewegung ist Musik

Die Unmittelbarkeit, mit der Bewegung auf Musik folgt ist frappierend. Ausgehend von diesem Zusammenhang hat die Rhythmik in ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte die Beziehung von Musik und Bewegung thematisiert, differenziert und in künstlerisch-pädagogische Themen gefasst. Ein auf der Bezogenheit von Bewegung und Klang, Musik und Tanz basierendes Bildungskonzept muss die Wirkungskomponenten beider Medien und ihr Zusammenspiel bezogen auf künstlerische und pädagogische Prozesse beachten.

Von Burkhard Hill (2014)

„Jamtruck“ - Mobile Musikangebote in der außerschulischen Kulturellen Bildung

"Macht eure Musik": Diesem Motto folgt das von der Stiftung Mercator geförderte Modellprojekt "jamtruck": Ziel ist es, Jugendliche ohne ausgeprägte Kenntnisse zum aktiven Musizieren in einem mit Proberaum und digitalem Aufnahmestudio ausgestatteten LKW namens "jamtruck" einzuladen,  eine Band zu gründen, ein eigenes Musikstück zu entwickeln und aufzunehmen. Angelehnt an die Idee einer "rollenden Musikschule" unterstützen fünf Musikpädagogen die Jugendlichen darin, die Musik, die sie selber gerne hören, spielen zu lernen. In dem vorliegenden Text wird das methodisch-didaktische Konzept des "jamtruck" vorgestellt, die Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche an der Gestaltung des "jamtruck" beschrieben und in einen bildungstheoretischen Kontext gestellt. Abschließend werden die Ergebnisse einer von der Hochschule München durchgeführten Evaluation des Modellprojektes präsentiert.

Von Jürgen Vogt (2014 / 2013)

Benachteiligung und Teilhabe im Kontext von Kultur- und Musikpädagogik

Der Ort der Musik im Kontext von Kulturpädagogik und Benachteiligung ist zunächst einmal alles andere als klar. Klärungsbedürftig ist dabei mindestens:

(a) was hier unter Kultur verstanden werden soll,

(b) von welcher Musik in diesem Zusammenhang eigentlich die Rede ist,

(c) welcher Begriff von Benachteiligung vor diesem Hintergrund sinnvoll zugrunde gelegt werden kann,

(d) in welcher Weise eine solche Benachteiligung der pädagogischen Bearbeitung

(e) in welchem institutionellen und organisatorischen Rahmen zugänglich ist.

Von Theo Hartogh, Hans Hermann Wickel (2014)

Musikalische Bildung im Alter

In Zukunft ist mit deutlich mehr Bildungsteilnehmern aus der älteren Generation zu rechnen, sodass eine neue Zielgruppe für anspruchsvolle Bildungsangebote entsteht. Die Ergebnisse musikbiografischer Studien zeigen, dass die nachberufliche und nachfamiliäre Lebensphase viel Freiraum für Aktivitäten, wie den Wieder- und Neueinstieg in das Spielen eines Instruments oder die Mitwirkung in einem Musikensemble (Orchester, Kammermusikensembles, Bands, Chöre), bietet. Zudem kann das aktive Musizieren die Lebensqualität im höheren Alter verbessern und in der nachberuflichen Phase entscheidend zur Stabilisierung der Identität beitragen.

Von Jürgen Oberschmidt (2014 / 2013)

Ein Plädoyer für die Muße. Gedanken zu einem kontemplativen Musikunterricht.

Das „Plädoyer für die Muße“ beginnt mit einem Blick in Friedrich Nietzsches Schulalltag. Unzeitgemäße Betrachtungen, die zeigen, dass Schule damals wie heute schöpferischer Muße keinen Platz lässt. Schule trägt nichts mehr von ihrer Ursprungsbedeutung „freie Zeit“. Ästhetische Bildungsprozesse benötigen jedoch diese Zeit und Muße, um sich frei zu entfalten. Diskutiert werden nun verschiedene Strategien der Entschleunigung im Musikunterricht und jene Fallstricke, die in diesen lauern

Von Birgit Jank (2013 / 2012)

Ausbildung in Musik für Kulturelle Bildung

Musik ist Ereignis, Aktion und Schauspiel. Sie speist sich nicht nur aus Tanz, Dichtung, Gestik und Pantomime, sondern hat sich in enger Wechselwirkung mit anderen Künsten entwickelt. Musik ist durch ihre Gemeinschaftlichkeit und durch die von ihr verkörperte Ordnung von jeher ein bevorzugtes Medium von Kultureller Bildung.

Von Susanne Binas-Preisendörfer (2013 / 2012)

Selbst-Bildungen. Praktiken musikalischer und kultureller Sozialisation im Zeitalter medialer Multioptionalität

Nach wie vor besitzt die Aneignung populärer Musikformen im Leben von Kindern, Ju­gendlichen und jungen Erwachsenen (sowie einem großen Teil der Erwachsenen) einen hohen Stellenwert. Quantitativ orientierte Studien wie die jährlich erhobenen JIM­-Studien (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest 2011) belegen, dass der Umgang mit Musik, ob im Rahmen des Austausches mit FreundInnen, mittels technischer Medien wie CDs, MP3, technisch generierter sozialer Netzwerke wie Facebook oder auch das Selber­-Musik­-Machen angesichts medialer Multioptionalität in keiner Weise an Attraktivität verloren hat.

Von Stephan Schmitz (2013 / 2012)

Musikalische Bildung in der Laienmusik

Rund 5.000.000 Aktive musizierten 2009/2010 in über 170.000 Ensembles des vokalen und instrumentalen Laienmusizierens (Deutsches Musikinformationszentrum 2010). Vor allem auf lokaler Ebene durchdringt das Laienmusizieren in seinen vielfältigen Erscheinungsformen zahlreiche Lebensbereiche. Damit bildet es einen wesentlichen Bestandteil nicht nur des Musiklebens in Deutschland, sondern auch dessen, was das soziale und kulturelle Leben in der Gesellschaft trägt und insgesamt ausmacht.