Themenfeld:

Mensch und Künste

Kulturelle Bildung definiert ihre Besonderheit – im Horizont Allgemeiner Bildung – durch ihren Gegenstand: die Künste und, erweitert, das Ästhetische. Die Realitäten der Künste sind daher der Referenzrahmen bei der Erkundung des Verhältnisses „Mensch und Künste“. Die nachfolgenden Beiträge setzen sich mit ästhetischer Erfahrung, Körperlichkeit und Leiblichkeit, Funktionen der Künste oder Ethik und Ästhetik auseinander. Sie thematisieren die spezifische Formqualität künstlerischer Prozesse und Produkte als besondere Art der Weltaneignung bzw. -auseinandersetzung im Feld der Kulturellen Bildung.

42 Beiträge im Themenfeld

Von Jörg Zirfas (2013 / 2012)

Die Künste und die Sinne

Die Sinne und die Künste stehen in einem komplexen Relationsverhältnis: Denn es gibt wohl keine Form der Sinnlichkeit, die nicht auch einen künstlichen und künstlerischen Charakter hat, wie es umgekehrt wohl keine Kunstform gibt, die nicht auch durch eine spezifische Form der Sinnlichkeit ausgezeichnet ist. So wie die Sinne die Welt wahrnehmen, sind sie auf Kultur und Kunst bezogen, indem sie in ihrem Bezug auf etwas achtgeben, dieses zur Erscheinung bringen, es erkennen und stilisieren.

Von Kathrin Herbold, Johannes Kirschenmann (2013 / 2012)

Bild- und Kunstvermittlung

Der Begriff „Bild“ steht im alltäglichen wie fachlichen Verständnis für Vieles: Ein Bild reprä­sentiert eine Situation, ein Erleben der inneren oder äußeren Wirklichkeit. Die Repräsentation kann verschiedene materielle oder virtuelle Formen annehmen. Innere Bilder als mentale Konstrukte des Denkens und Träumens finden ihre Übersetzung in die äußere Wirklichkeit als Gespräch, in Literatur und Kunst auch als schriftliche Texte, als Gemälde, Zeichnungen oder andere visuelle Inszenierungen.