Themenfeld:

Interdisziplinäre Perspektiven

Jenseits der kunstspartenspezifischen Reflexionen im Bereich Theater, Musik, Tanz etc. gilt es bei der Vermessung Kultureller Bildung, auch die ästhetischen Praxen und künstlerischen Formate, kulturpädagogischen Angebote, Bildungsorte und Akteure in den Blick zu nehmen, die interdisziplinär ausgerichtet sind, möglicherweise sogar „alle Künste unter einem Dach" vereinen. Fachbeiträge zu den Besonderheiten der Kulturellen Bildungspraxis in diesen Vermittlungskontexten, Differenzierungen nach Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Akteure und Adressat*innen, Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuelle Ausrichtungen kulturpädagogischer Konzepte finden sich im Themenfeld „Interdisziplinäre Perspektiven".
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24 Beiträge im Themenfeld

Von Andrea Übler-Winter (2013 / 2012)

Spiel zwischen leiblichen und digitalen Spielräumen

Stichwörter

Unser Leib als Einheit von Körper und Geist ist das, womit wir uns in dem uns umgebenden Raum dar­stellen. Körper und Geist als dem Leib zugehörige Anteile sind dabei vorrangig rezeptiv-­wahrnehmend ausgerichtet (vgl. Métraux/Waldenfels 1989 zur Theorie von Merleau-Ponty). Sprechen wir statt von Leib nur von Körper, was alltagssprachlich oft der Fall ist, so vernachlässigen wir den Geist. Die begriffliche Differenzierung zwischen Körper und Geist ermöglicht hingegen sowohl in Bezug auf reale als auch auf digitale Spielräume eine exaktere Betrachtung der sich darin ergebenden unter­schiedlichen Perspektiven.

Von Gerhard Knecht (2013 / 2012)

Mobile Spielanimation

Spiel

ist eine aktive, freiwillige Handlung, die SpielerInnen in ihrer ganzen Person beansprucht; ist eine „als ob“-­Realität, die jedoch einen Bezug zur Wirklichkeit hat; ist Erfahrung mit Personen, Sachen, Räumen und Ideen; ist Verhalten erproben und die Wirkungen in der Umwelt kennen lernen; ist Zusammenhänge erkennen, begreifen und daraus Schlüsse für das eigene Verhalten ziehen, d.h. eigenständig Orientierungen gewinnen.

Von Ulrich Baer (2013 / 2012)

Spiel und Bildung

Jürgen Fritz erklärt in seiner Spieltheorie-­Veröffentlichung „Das Spiel verstehen“ (Fritz 2004), was den Reiz des Spiels für Menschen aller Altersgruppen ausmacht, und unterscheidet elf Reizquellen: Wettkampf, Wagnis, vom Zufall bestimmt werden, Spaß/Überraschung, Rausch, Entspannung, Sammelleidenschaft, sich in andere verwandeln, ästhetischer Genuss, künst­lerische Gestaltung, Problemlösung.

Von Peter Kamp, Julia Nierstheimer (2013 / 2012)

Alle Künste unter einem Dach – Jugendkunstschule als konzeptioneller Rahmen

„Jugendkunstschule“ ist der Name für ein Einrichtungskonzept, das 1967 mit der „Denkschrift Jugendkunstschule“ in die Bildungsreformdiskussion eingeführt wurde und seither um seine bundesweite Profilierung und Durchsetzung ringt. Im Kern handelt es sich um außerschuli­sche, spartenübergreifende, mithin „multimediale“ Einrichtungen der Kulturellen Kinder-­ und Jugendbildungsarbeit.