Themenfeld:

Interdisziplinäre Perspektiven

Jenseits der kunstspartenspezifischen Reflexionen im Bereich Theater, Musik, Tanz etc. gilt es bei der Vermessung Kultureller Bildung, auch die ästhetischen Praxen und künstlerischen Formate, kulturpädagogischen Angebote, Bildungsorte und Akteure in den Blick zu nehmen, die interdisziplinär ausgerichtet sind, möglicherweise sogar „alle Künste unter einem Dach" vereinen. Fachbeiträge zu den Besonderheiten der Kulturellen Bildungspraxis in diesen Vermittlungskontexten, Differenzierungen nach Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Akteure und Adressat*innen, Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuelle Ausrichtungen kulturpädagogischer Konzepte finden sich im Themenfeld „Interdisziplinäre Perspektiven".
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

47 Beiträge im Themenfeld

Von Angela Dreßler, Stefanie Kiwi Menrath (2019 / 2018)

In Bewegung setzen – Ethnographie im Feld des Urbanen Lernens

Dieser Beitrag stellt die Anwendungsmöglichkeiten ethnographischer Ansätze in der Kulturellen Bildung im urbanen Raum vor: als situative, prozessorientierte und ergebnisoffene Methode, die in künstlerisch-forschenden oder emanzipatorischen Zusammenhängen eingesetzt werden kann und ein selbstreflexives Vorgehen unterstützt, welches machtsensible Bildungsprozesse sowie Selbstpositionierungspraktiken ermöglicht.

Von Benjamin Jörissen, Lisa Unterberg (2019 / 2017)

Digitale Kulturelle Bildung: Bildungstheoretische Gedanken zum Potenzial Kultureller Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Die Herausforderungen Digitaler Kultureller Bildung in Hinsicht auf die Vermittlung ästhetischer Artikulationsformen als eine Grundlage kultureller Selbstverortung beschreibt dieser Beitrag im Kontext bildungstheoretischer Diskussionen.

Von Stefan Wolf (2019)

Kunst kann das! Schulentwicklungsprozesse basierend auf einem künstlerisch-kulturellen Bildungsmodell

Der Beitrag setzt sich mit den Lernchancen durch Künste auseinander, problematisiert die Brisanz der Pädagogisierung von Künsten im System Schule und zeigt beispielhaft, wie man mit künstlerischer Bildungspraxis im Epizentrum der Absicht kultureller Schulentwicklung, der Veränderung von Schule, ankommen kann.

Von Stephan Bock (2019)

Kulturelle Unterrichtsentwicklung durch ästhetisch-kulturelle Vermittlungsformen

Beleuchtet werden die historischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Hintergründe der kreativen Unterrichtspraxis mittels „Learning through the arts“ (LTTA). Der Artikel ist ein Plädoyer für ein anderes Lernen durch die Künste. Die Argumentation nimmt Bezug auf lerntheoretische und neurowissenschaftliche Forschungen und die modellhaften Erprobungen einer kreativen Unterrichtspraxis im Rahmen des Programms „Generation K“ in Rheinland-Pfalz. An sechs Referenzschulen wird das Konzept als wesentlicher Baustein für eine kulturelle Schulentwicklung untersucht.

Von Dorothea Hilliger (2019)

Pädagogisches Handeln in den performativen Künsten als (radikal-)demokratische Praxis

Der Artikel nimmt die Pädagogik der performativen Kunstformen Tanz, Theater und Performance in den Blick und reflektiert, unter Bezugnahme auf Demokratietheorien und in Anlehnung an Rancière, die Bedeutung künstlerisch-pädagogischer Praxis für das öffentliche Leben einer demokratischen Gesellschaft.

Von Christine Schmidt (2018)

Kulturelle Bildung auf dem Land: Erfahrungen aus der Praxis am Beispiel des Vereins „Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte e.V.“

In der Theorie wird anhand diverser Konzepte und reflektierter Praxis über Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen debattiert. Da lohnt es sich, einen Blick in die Praxis, hinter die Kulissen zu werfen: beispielsweise auf die Arbeit dieses seit 36 Jahren in Ostfriesland existierenden soziokulturellen Vereins.

Von Kristin Westphal (2018)

Die Kunst, in Bildungskontexten künstlerisch tätig zu sein: Neue Formen des Lernens und Bildens?

Dieser Beitrag geht hervor aus der Veröffentlichung der Ergebnisse des dreijährigen Verbundvorhabens Kunst_Rhein_Main, das als Teil des Programms „Förderung von Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben zur pädagogischen Weiterbildung von Kunst- und Kulturschaffenden" vom BMBF gefördert wurde. Entwickelt und erprobt wurde ein wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes pädagogisches Modell mit innovativen Lehr- und Lernformen zur Professionalisierung von Kunst- und Kulturschaffenden und zur Verbesserung der Wirksamkeit von Weiterbildungsangeboten. Der Beitrag gibt Einblicke dazu, welche Herausforderungen sich für Künstler*innen in Bildungskontexten stellen und wie Kunst- und Kulturschaffende unter besonderer Berücksichtigung zeitgenössischer Tanz-, Theater- und Performancekunst gestärkt werden können.

Von Marina Stuckert, Julia Rohde, Ivo Züchner, Werner Thole (2018)

Jugendkunstschulen und kulturpädagogische Projekte als Orte der Bildung: Zentrale Befunde eines Forschungsprojektes

Das Forschungsvorhaben „Bildungsprozesse in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit“ („JuArt“) ging der Frage nach, ob und inwiefern Angebote von Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Projekten in den Sparten Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz und Medien erstens kulturell-ästhetische und zweitens darüber hinaus persönlichkeitsbezogene und soziale Bildungsprozesse bei Heranwachsenden in der Alterspanne zwischen neun und 19 Jahren anregen. In diesem Beitrag werden zentrale Befunde des Forschungsvorhabens vorgestellt und diskutiert.

Von Kirsten Witt (2018 / 2017)

Politische Bildung in der Kulturellen Jugendbildung

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Kulturelle Jugendbildung auch politisch bildend wirkt – oder wirken kann. Beinhaltet das fachliche Selbstverständnis des Handlungsfeldes auch die Verantwortung für politische Bildungsprozesse junger Menschen? Und wenn ja – worin liegt der spezifische Beitrag der Kulturellen Jugendbildung? Welche Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe können identifiziert werden. Und schließlich: Worin unterscheidet sich die Kulturelle von der Politischen Bildung?