Themenfeld:

Interdisziplinäre Perspektiven

Jenseits der kunstspartenspezifischen Reflexionen im Bereich Theater, Musik, Tanz etc. gilt es bei der Vermessung Kultureller Bildung, auch die ästhetischen Praxen und künstlerischen Formate, kulturpädagogischen Angebote, Bildungsorte und Akteure in den Blick zu nehmen, die interdisziplinär ausgerichtet sind, möglicherweise sogar „alle Künste unter einem Dach" vereinen. Fachbeiträge zu den Besonderheiten der Kulturellen Bildungspraxis in diesen Vermittlungskontexten, Differenzierungen nach Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Akteure und Adressat*innen, Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuelle Ausrichtungen kulturpädagogischer Konzepte finden sich im Themenfeld „Interdisziplinäre Perspektiven".
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

24 Beiträge im Themenfeld

Von Birgit Wolf (2021)

Kulturvermittlung in der DDR zwischen Auftrag und Wirklichkeit: Am Beispiel von drei Kultureinrichtungen

Am Beispiel von je einer Einrichtung der Jugendkulturarbeit, der betrieblichen Kulturarbeit und der Ernsten Kunst – der Hochkultur – wird dargelegt, mit welchen Programmen und Formaten die Kulturvermittlung in der DDR versuchte, sich wandelnden gesellschaftspolitischen Verhältnissen und den Bedürfnissen des Publikums im Sinne einer „Kultur für alle" gerecht zu werden.

Von Margit Ostertag (2021)

Personenzentriertes Ausdrucksmalen und Themenzentrierte Interaktion (TZI)

Sowohl das Personenzentrierte Ausdrucksmalen als auch die Themenzentrierte Interaktion (TZI) haben zum Ziel, Menschen in ihren Entwicklungsprozessen zu unterstützen. Der folgende Beitrag untersucht und entwirft Möglichkeiten, die beiden Ansätze in Theorie und Praxis zu verbinden.

Von Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (2020)

Kulturelle Bildung als Bildung für nachhaltige Entwicklung? Impulse für die Verbindung zweier normativer Ansätze und Praxen

Der Beitrag erläutert den theoretischen Kern der Ansätze von Kultureller Bildung und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, stellt Praxis auf den Prüfstand und zeigt auf, wie diese Ansätze eine für Transformationsprozesse fruchtbare Verbindung eingehen können.

Von Karola Braun-Wanke, Anke Ebel (2020)

Gute Praxis im Porträt: Analyse und Empfehlungen gelebter Bildungsarbeit an der Schnittstelle Kultureller Bildung und BNE

Nachhaltigkeit in Bildungsprojekten erlebbar zu machen, ist eine Kunst, der sich bundesweit immer mehr Akteur*innen aus allen Bildungsbereichen widmen. Ihre Geschichten geben Einblick in Potenziale, Gelingensbedingungen aber auch Herausforderungen im Zusammenspiel von Kultureller Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Von Ernst Wagner (2020)

Zum spannungsreichen Verhältnis von BNE und Kultureller Bildung. Oder: Wie Bildnarrative unsere Einstellungen formen

BNE und Kulturelle Bildung passen nicht so recht zusammen. Der Artikel zeigt, warum sie sich dennoch unbedingt brauchen und dass es gelingen kann, aus dem Spannungsverhältnis der unterschiedlichen Charakteristika beider Bereiche eine innovative Kulturelle Bildung bzw. eine innovative BNE zu konstituieren.

Von Christine Fuchs (2020)

„Ich mach dich gesund…”: Kulturelle Bildung und Gesundheitsförderung

Vor dem Hintergrund aktueller Projekte der Reihe „gesundmitkunst”, die STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. an 20 Museen durchführt, wird eine Brücke zwischen den Künstlerischen Therapien und der Kulturpädagogik geschlagen. Ein Plädoyer für eine gesundheitsfördernde Kulturarbeit an Kulturinstitutionen.

Von Kathrin Borg-Tiburcy (2020 / 2020)

Schiller revisited – Theoretisch-empirische Fundierungen der ästhetischen Dimension Kultureller Bildung

Ziel des Beitrags ist es, die ästhetische Dimension Kultureller Bildung wieder stärker in den Vordergrund zu rücken und die Denkfigur der realen, aktiven Bestimmbarkeit zu reaktualisieren, die es dem Menschen im ästhetischen Zustand ermöglicht, eine freie Position zu den ihn bestimmenden Verhältnissen einzunehmen.

Von Angela Dreßler, Stefanie Kiwi Menrath (2019 / 2018)

In Bewegung setzen – Ethnographie im Feld des Urbanen Lernens

Dieser Beitrag stellt die Anwendungsmöglichkeiten ethnographischer Ansätze in der Kulturellen Bildung im urbanen Raum vor: als situative, prozessorientierte und ergebnisoffene Methode, die in künstlerisch-forschenden oder emanzipatorischen Zusammenhängen eingesetzt werden kann und ein selbstreflexives Vorgehen unterstützt, welches machtsensible Bildungsprozesse sowie Selbstpositionierungspraktiken ermöglicht.

Von Stefan Wolf (2019)

Kunst kann das! Schulentwicklungsprozesse basierend auf einem künstlerisch-kulturellen Bildungsmodell

Der Beitrag setzt sich mit den Lernchancen durch Künste auseinander, problematisiert die Brisanz der Pädagogisierung von Künsten im System Schule und zeigt beispielhaft, wie man mit künstlerischer Bildungspraxis im Epizentrum der Absicht kultureller Schulentwicklung, der Veränderung von Schule, ankommen kann.