Themenfeld:

Grundlagen

Grundlegende Theoriediskurse zu den Themen „Mensch und Kultur", „Mensch und Bildung", „Mensch und Künste", „Mensch und Gesellschaft" sowie wissenschaftliche Forschungen zu den Grundlagen Kultureller Bildung, zu Wirkungen und Transfer, Kulturnutzung, Evaluations- und Qualitätsforschung, Meta-Studien und Methodendiskussionen sind in diesem Themenfeld zu Wissenschaft und Forschung im Feld der Kulturellen Bildung veröffentlicht.

212 Beiträge im Themenfeld

Von Ute Pinkert (2017)

Das Wissen der Künste innerhalb künstlerischer (theatraler) Verfahren – Vortrag auf der Jahrestagung der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online

Ausgehend davon, dass das Wissen in der Praxis kultureller Bildungsprozesse ein anderes Wissen ist als jenes, das mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen wird, geht die Autorin in ihrem Vortrag auf der kubi-online Jahrestagung den Fragen nach: Aber was ist auf welche Weise anders? Und welche Konsequenzen hat das für Bildungsprozesse? Wie kann das Wissen, das innerhalb einer Praxis kultureller Bildung generiert wird, gekennzeichnet und beschrieben werden? Auch die NutzerInnen der Wissensplattform sind eingeladen, ihre Überlegungen zu „Wissensformen in der Kulturellen Bildung" auf www.kubi-online.de zu veröffentlichen.

Von Max Fuchs (2017)

Prozesse der Politik und Hierarchisierung von Wissen in der kulturellen Bildung

Die Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online hat KünstlerInnen, PraktikerInnen sowie WissenschaftlerInnen der Kulturellen Bildung zu ihren Wissensformen zu Wort kommen lassen. Diskutiert wurde über das Verständnis von Wissen und die Qualitäten der unterschiedlichen Formen des Wissens zwischen Kunst, Wissenschaft und pädagogischer Praxis. Unter der Headline „Deutungsmacht: Sprechen über Wissen" hielt der Vorsitzende des kubi-online Beirates, Prof. Dr. Max Fuchs, nachfolgenden Eröffnungsvortrag.

Von Antonia Wangler (2017)

Kulturelle Bildung in informellen Kontexten: Das Bilderbuch und seine Rezeption

Das Bilderbuch nimmt innerhalb der (kulturellen) Sozialisation von Kindern eine anerkannte und unhinterfragte Rolle ein. Weil es sich bei diesem Medium um ein vielschichtiges ästhetisches Gefüge handelt, konnte bis dato keine geschlossene Theorie des Bilderbuchs formuliert werden. Auch im Kontext der Kulturellen Bildungsforschung wurde das Bilderbuch selten betrachtet. In einer Standortbestimmung werden bestehende theoretische Erkenntnisse zum Bilderbuch im Kontext der Kulturellen Bildung diskutiert und konzeptuell weitergedacht. Fokussiert werden das Bilderbuch und seine Rezeption im Rahmen informeller Bildungssettings.

Von Agata Wozniesinska (2017)

Repräsentationen natio-ethno-kultureller Vielfalt im Sachbilderbuch – Exempel einer rassismuskritischen Analyse

Sachbilderbücher sind nicht nur ein Ort, an dem Wissen über die Welt vermittelt wird, sondern zentral daran beteiligt, diese Welten zu konstruieren. In der vorliegenden Arbeit wird anhand einer rassismuskritischen Sachbilderbuchanalyse dargelegt, auf welche Art und Weise natio-ethno-kulturelle Lebensformen in der Kinderliteratur repräsentiert werden.

Welchen Beitrag leisten Kinderbücher zur Aufrechterhaltung rassistischen Wissens und inwieweit entfalten sie ihr Potential, rassistischer Praxis Alternativen entgegenzusetzen?

Von Susanne Keuchel (2017)

Ökonomisches Prinzip und globale Märkte - Neue Anforderungen für die Kulturelle Bildungslandschaft und die künftige Vermittlungsarbeit

Fragen der Globalisierung, des Wettbewerbs und der Ökonomisierung sind sehr komplex. Im folgenden Beitrag wird daher kurz der Einfluss der Ökonomisierung auf gesellschaftliche Prozesse allgemein betrachtet. In einem zweiten Schritt werden mögliche Auswirkungen der Ökonomisierung auf Bildung und Kulturelle Bildung reflektiert. In einem Fazit wird Bilanz gezogen zu den neuen Anforderungen, die Ökonomisierung und Globalisierung an die Selbstorganisation der Kulturellen Bildungslandschaft stellen als auch an die künftige Vermittlungsarbeit: Wie kann Kulturelle Bildung das Subjekt stärken im Zuge der Herausforderungen, die sich mit der zunehmenden Ökonomisierung stellen?

Von Johannes Breuer (2017)

Culture + 1 – Digitale Spiele und Kulturelle Bildung

Unter den Stichworten Serious Games und Digital Game-Based Learning wurde speziell in den letzten 15 Jahren diskutiert, erprobt und untersucht, wie sich Computer- und Videospiele zu Lern- und Bildungszwecken einsetzen lassen. In der Kulturellen Bildung können digitale Spiele sowohl als Werkzeuge zum Wecken von Interesse oder zur Vermittlung von Wissen als auch als kulturelle Artefakte betrachtet und verwendet werden. Aktuelle technische Entwicklungen in der Spielebranche erweitern zudem die Einsatzmöglichkeiten.

Von Lisa Niederreiter (2017)

Überlegungen zum ästhetischen Medium als Lehr- und Forschungsmethode in psychoanalytischer Rahmung

Der Beitrag befasst sich mit ästhetischen Rezeptions- und Ausdrucksprozessen als Medium von Erkenntnis, (Selbst)-Bildung und Forschung. Dazu wird sowohl Grundsätzliches vorgestellt wie auch Konzepte ästhetischer/künstlerischer Forschung inklusive ihrer methodischen Anwendungsmöglichkeiten in der Lehre. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die psychoanalytische Rahmung und praktische Erläuterung ästhetischer Prozesse mithilfe ausgewählter Theoriebildung aus der tiefenpsychologischen Entwicklungslehre und Kreativitätsforschung.

Von Burkhard Hill, Stefanie Richter (2017)

Die biografische Bedeutung von Kultureller Bildung. Potentiale von Biografieforschung zum Verständnis von kulturellen Bildungsprozessen

In diesem Beitrag wird ein Forschungsdesign auf der Basis autobiografisch-narrativer Interviews vorgestellt, das die gesamte Lebensspanne in den Blick nimmt. Dieser Ansatz ist bildungstheoretisch begründet, indem subjektive Aneignungsprozesse, spezifische Kontextbedingungen und individuelle Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg verfolgt werden. Außerdem können Zugänge, Anregungsmilieus, Gelingensbedingungen usw. rekonstruiert werden. Eine textstrukturale Analyse autobiografisch-narrativer Interviews mit Erwachsenen ab einem ‚mittleren‘ Lebensalter bietet sich an, um ein grundsätzliches Verstehen von Prozessen Kultureller Bildung im jeweiligen sozio-kulturellen Kontext zu ermöglichen. Anhand eines Fallbeispiels werden die Potentiale biografieanalytischer Forschung aufgezeigt und diskutiert.

Von Ulrike Gerdiken (2017)

Emanzipation versus Optimierung? Über das spannungsreiche Verhältnis von Kultureller Bildung und Personalentwicklung

Kultur und Wirtschaft – kann das zusammengehen? Im Bereich der Personalentwicklung zeigt die tägliche Praxis, dass dies möglich ist. Kulturpädagogische Elemente sind in manchen Unternehmen inzwischen selbstverständlicher Bestandteil der Personalentwicklung. Was die Unternehmen dazu motiviert und wie sich die Kulturelle Bildung zu dieser kulturpädagogischen Personalentwicklung positioniert, hat die Autorin in einer Studie untersucht, die im Folgenden kurz zusammengefasst wird.

Von Christian Helbig, Horst Pohlmann, Tobias Schmölders, Angela Tillmann (2017)

Kulturelle Bildung und Medienkompetenz – Entwicklung, praktische Erprobung und Evaluation einer Weiterbildung für Kunst und Kulturschaffende

Im Weiterbildungsprojekt „KuBiMedia“ erwerben Kunst- und Kulturschaffende Medienkompetenz und pädagogische Kompetenz, um – ausgehend von ihrer künstlerischen Perspektive und Herangehensweise – kulturpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche gestalten zu können. Das Konzept wird wissenschaftlich begleitet und mit einem Mixed-Methods-Design evaluiert. Der folgende Artikel gibt einen Einblick in die Intention, den Aufbau und die Inhalte des Konzepts und in die ersten Ergebnisse der quantitativen Evaluation.