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Forschung

Zahlreiche unterschiedliche Forschungsdisziplinen, Forschungsansätze und -methoden sind für die Forschung über die Nutzung und Qualität Kultureller Bildungsangebote von Bedeutung. Wissen und Erkenntnisse über historische und internationale Forschung, Begrifflichkeiten, Prozesse und Wirkungen Kultureller Bildung werden von den Autor*innen dargelegt, um die Praxis Kultureller Bildung zu verbessern. Die Beiträge ermöglichen eine Annäherung an das komplexe Forschungsfeld zu Künsten, Kultur und Bildung.

108 Beiträge im Themenfeld

Von Sabine Hafner (2019)

Kann man aus Sportler*innen Tänzer*innen machen?

Die Ergebnisse der hier vorgestellten Lehrveranstaltungsevaluation liefern empirische Antworten auf die Fragestellung, welche Tanzkompetenzen aus Sicht der Lehrkraft und der Sportstudierenden durch eine übliche Tanzintervention in einem Semester angebahnt werden können.

Von Heike Gumz, Julia Rohde, Werner Thole (2019)

Bildungslandschaften und Kulturelle Bildung

Anknüpfend an den letzten Kinder- und Jugendbericht werden Bedeutung und Herausforderungen der Kulturellen Bildung im Kontext von vernetzten kommunalen Bildungskooperationen erörtert. Schafft es die Kulturelle Bildung als Koproduzent*in ganztägiger Bildung, eine Bildungspraxis zu ermöglichen, die den kulturellen und sozialen Interessen Jugendlicher gerecht wird?

Von Bettina-Maria Gördel (2019 / 2018)

Pädagogische Beobachtung als ästhetische Wahrnehmungslehre: Konzept zur kulturellen Personal- und Unterrichtsentwicklung

Das Konzept der ästhetischen Wahrnehmungslehre wird in seinen theoretischen und empirischen Grundlagen vorgestellt. Es bietet sich als Methode qualitativer Schulforschung zur Beobachtung von kulturellen Schul- und Unterrichtsprozessen an und wird in seinen Potenzialen für die Organisations- und Personalentwicklung diskutiert. Die Argumentation mündet in der These, dass die Anwendung des Konzepts der ästhetischen Wahrnehmungslehre einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Schulentwicklung leisten kann.

Von Britta Klopsch (2019)

Schulkultur durch kulturelle Schulentwicklung gestalten: Von der Möglichkeit, lernförderliche Haltungen zu entwickeln

Der Beitrag erläutert die Kernaspekte kultureller Schulentwicklung und beleuchtet die Ergebnisse der empirischen Untersuchung „Kulturschule 2020 Baden-Württemberg“. Kulturschulen, so die Argumentation, sind dazu in der Lage, lernförderliche Haltungen bei Lehrer*innen wie Schüler*innen zu entwickeln und die zwei Variablen „Schulleben" und „Unterricht" zu ganzheitlichen Unterstützungssystemen zusammenzuführen.

Von Juliane Gerland (2019)

Kunst, Kultur, (Dis-)Ability? – Inklusion, Teilhabe und Partizipation in künstlerischen und wissenschaftlichen Kontexten

Wie steht es um die Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Behinderungen in Kunst und Kultur? Der Beitrag setzt die theoretischen Figuren Inklusion und Disability Studies in Beziehung und beschreibt deren Einflüsse in künstlerischen Prozessen, im Kulturbetrieb sowie innerhalb des Konzeptes der partizipativen Forschung – in Theorie und Praxis.

Von Susanne Keuchel (2019)

Chancen und Herausforderungen für kulturelle Bildungskooperationen im Ganztag: Zu Wirkungsfragen formaler und non-formaler Bildungspraxis

Kooperationen bedingen Aushandlungsprozesse und es stellt sich immer wieder die Frage: Welche Kompromisse kann die non-formale Kulturelle Bildung eingehen, ohne ihren selbst definierten Bildungsanspruch zu verlieren? Die Bildungswirkungen Kultureller Bildung sind an prozessorientierte Freiräume gebunden, um die Entwicklung kultureller Interessen und Haltungen zu unterstützen. Die Untersuchung zur bisherigen Praxis kultureller Bildungskooperationen zeigt: Innerhalb formaler Strukturen sind solche Freiräume kaum zu realisieren. Müssten Koproduktionen des Ganztags auf Augenhöhe daher nicht noch einmal neu gedacht werden?

Von Johannes Voit (2019)

Komponieren an Schnittstellen: Organisationsstrukturen und Ziele der Akteure in Response-Projekten

Am Beispiel von Response-Projekten, bei denen Jugendliche in Anlehnung an ein Referenzwerk eigene Stücke komponieren, zeigt der Beitrag auf, welche Chancen in der Zusammenarbeit von Kultur- und Bildungseinrichtungen liegen, und welche Herausforderungen die häufig unterschiedlichen Ziele darstellen, die Projektpartner mit derartigen Kooperationsprojekten verknüpfen.

Von Renate Müller (2019)

Identität und Musik

Identitätskonstruktion heute ist Identitätsarbeit. Identitätskonstruktionen mit Musik sind aktive und kreative Prozesse Kultureller Bildung – mehr als Identifikation mit Musikstars, als die Anpassung an den Musikgeschmack Gleichaltriger, als die Zugehörigkeitsdefinition zu einer Jugendkultur oder einer „Herkunftskultur“.

Von Sabine Hafner (2019)

Empirische Studie zur (tanz)künstlerischen Produktion und Rezeption von angehenden (Sport)Lehrkräften

Die Befragung zur künstlerischen Teilhabe von Sportstudierenden im Vergleich mit Studierenden der Theaterpädagogik bzw. Lehramtsstudierenden, die nicht das Fach Sport studieren, belegt ernüchternde Voraussetzungen für künstlerische Bildungsprozesse und zeigt, dass im Sportunterricht tanzpädagogische Herausforderungen oftmals mit der Rollenidentität von Sportlehrkräften in Konflikt geraten.

Von Helmut Ittner (2019)

KünstlerInnen lernen für die Kulturelle Bildung

Ergänzend zu Joachim Ludwigs Beitrag „d.art – Eine pädagogische Weiterbildung... “ (2018) gibt dieser Text einen Einblick in die Begleitforschung des Projekts. Helmut Ittner, Martin Prüter, Rosana Sikora analysieren die Fallstudien zweier Künstlerinnen und zeigen auf, wie sich Lern- bzw. Bildungsprozesse in einem Weiterbildungskontext konkret vollziehen können.