Themenfeld:

Forschung in progress

Das Themenfeld Forschung in progress / Qualifizierungsarbeiten bietet Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Arbeiten wie Masterarbeiten oder Dissertationen. Es gibt Einblick in aktuelle Forschungsthemen und verweist auf Forschungslücken. Diese Kategorie soll kontinuierlich fortgeschrieben werden in der Vermessung dessen, was Nachwuchswissenschaftler*innen an Themen und Herausforderungen der Kulturellen BIldung bearbeiten. Vorschläge für weitere Beiträge/Autor*innen und Anmerkungen an die Redaktion (redaktion@kubi-online.de) sind stets willkommen!

33 Beiträge im Themenfeld

Von Kristin Klein (2019)

Ästhetische Dimensionen digital vernetzter Kunst: Forschungsperspektiven im Anschluss an den Begriff der Postdigitalität

Durch ästhetische Dimensionen lässt sich zum einen die Digitalisierung über diskursiv-begriffliche Perspektiven hinaus begreifbar machen und im Kontext postdigitaler Theoretisierung zum anderen Forschungsansätze für eine Kulturelle Bildung der Zukunft erschließen.

Von Susanne Karow (2019)

Local Art – Transformative Perspektiven in der partizipativen Museumsarbeit

Wie wird aus einer Gruppe von Museumsaufsichten ein Künstler*innenkollektiv? Der Beitrag reflektiert aus vermittlungspraktischer und raumsoziologischer Perspektive Möglichkeiten für die Nachhaltigkeit partizipativer Bildungsprozesse.

Von Barbara Meißner (2019)

Potentiale theaterpädagogischer Projektarbeit: Ergebnisse einer multimodalen Interaktionsanalyse

Die multimodale Interaktionsanalyse ermöglicht es, Handlungsvollzüge in ihrer gesamten Komplexität zu erforschen. Im gegebenen Fall liefert sie Erkenntnisse, die weit über die Theateraufführung hinausgehen und zeigen, dass Theaterprojekte einen Überschuss an sozialer Bedeutung produzieren und vielfältige selbstbestimmte Aneignungs- und Gestaltungsprozesse in Gang setzen.

Von Peter Tiedeken (2018)

Zu den Widersprüchen inklusiver Musikpädagogik – dargestellt am Beispiel der Hamburger Musikgruppe ‚Station 17’

Am Beispiel der bereits seit 30 Jahren existierenden inklusiven Musikgruppe ‚Station 17’ arbeitet der Artikel zentrale Widersprüche der musikpädagogischen Praxis (im Feld der Beruflichen Rehabilitation) heraus, die sich aus einem inklusiven Transformationsanspruch bei gleichzeitiger Affirmation gesellschaftlicher Machtstrukturen ergeben.

Von Katja Drews (2018)

Ländlicher Kulturtourismus - „Dritte Orte“ für (raum)produktive Transformation und partizipative Begegnung

Welche Potenziale für ländliche Kulturentwicklung bietet das Handlungsfeld Tourismus? Wie ordnet sich das Thema Kulturtourismus aktuell ein in den kulturwissenschaftlichen Diskurs? Anhand der stadtsoziologischen Theorie von „Dritten Orten“ der Begegnung wird erläutert, warum und wie die in einer eigenen empirischen Studie erhobenen und weiter geschärften empirischen Kenntnisse über Alltags- und Reisekulturnutzung eingeordnet werden können, um teilhabeorientierten Kulturtourismus in ländlichen Räumen zu entwickeln. BewohnerInnen und TouristInnen werden als eigene Publikumsgruppen genauer betrachtet und die Frage geklärt, welche Bedeutung beide in ländlichen Kulturtourismus-Settings füreinander haben.

Von Maria Rammelmeier (2018)

Regionales Kulturmanagement: Die Bedeutung professionell organisierter Kulturarbeit, untersucht im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Die Bewältigungsaufgaben zur Gestaltung kulturell attraktiver ländlicher Räumen werden in den Zusammenhang zu den positiven Wirkungen von professioneller Kulturarbeit und regionalem Kulturmanagement gestellt. Am Beispiel der bayerischen Region Landkreis Neumarkt i.d.OPf. werden die Zufriedenheit und Veränderungsbedarfe mit der bisherigen Organisation der Kulturarbeit erforscht. Die vorgestellte Untersuchung fundiert die These, dass in ländlichen Regionen professionelle Kulturbeauftragte/KulturmanagerInnen und Netzwerkstellen wichtig sind, um Regional- und Kulturentwicklungsprozesse anzuregen, Kulturszenen gezielter zu fördern und das kulturelle Leben sowie die Lebensqualität in der Region gesteigert werden.

Von Antonia Wangler (2018)

Kulturelle Bildung an Volkshochschulen in ländlichen Räumen: Ergebnisse einer programmanalytischen Untersuchung am Beispiel des Landes Niedersachsen

Volkshochschulen sind die öffentliche Institution der Erwachsenenbildung in Deutschland.Wenn es gilt, professionell organisierte und institutionalisierte kulturelle Bildungsarbeit zu leisten, kommt ihnen in ländlich geprägten Regionen eine wesentliche Aufgabe und Bedeutung zu: Sie offerieren kulturelle (Erwachsenen-)Bildungsangebote und fungieren ferner als Kulturveranstalter. Umso erstaunlicher ist es, dass Volkshochschulen in der kulturpolitischen Diskussion eine bisweilen randständige Position einnehmen und noch zu selten in den Blickpunkt der kulturellen Bildungsforschung gerückt sind. Dieser Beitrag erörtert auf Grundlage einer exemplarischen Programmanalyse von Angeboten, Themen und Potentialen, inwiefern Volkshochschulen die regionale kulturelle Infrastruktur mitgestalten können und auf welche Art und Weise kulturelle Teilhabe ermöglicht werden kann.

Von Ulrike Gerdiken (2018)

Management mit Taktgefühl – Qualifizierung von Führungskräften durch ästhetische Bildung, dargestellt am Beispiel Rhythmik

Immer mehr Unternehmen entdecken die Kulturelle Bildung für ihre Personalentwicklung. Neben Ausbildungskonzepten, in denen die Arbeit mit kulturpädagogischen Elementen mancherorts inzwischen fest etabliert ist, wird auch in Programmen für die Führungskräfteentwicklung vermehrt darauf zurückgegriffen. Aber passen Kulturelle Bildung und Management zusammen? Finden sich zwischen dem auf gesellschaftliche und politische Teilhabe ausgerichtete emanzipatorische Bildungsansatz und einem auf Wertsteigerung und Gewinnmaximierung ausgerichtetes Management tatsächlich Gemeinsamkeiten? Der Beitrag zeigt am Beispiel der Rhythmik auf, unter welchen Voraussetzungen eine Zusammenarbeit zwischen beiden Bereichen möglich wäre.