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Empirische Forschung / Studien

Zahlreiche unterschiedliche Forschungsdisziplinen, Forschungsansätze und -methoden sind für die Forschung über die Nutzung und Qualität Kultureller Bildungsangebote von Bedeutung. Wissen und Erkenntnisse über historische und internationale Forschung, Begrifflichkeiten, Prozesse und Wirkungen Kultureller Bildung werden von den Autor*innen dargelegt, um die Praxis Kultureller Bildung zu verbessern. Die Beiträge ermöglichen eine Annäherung an das komplexe Forschungsfeld zu Künsten, Kultur und Bildung.

236 Beiträge im Themenfeld

Von Julia Brennecke, Verena Freytag (2025)

Miterfahren als Chance!? - Die phänomenologische Vignettenforschung als Methode kultureller Bildungsforschung im Tanz an einem Beispiel

Der Einsatz phänomenologisch orientierter Vignetten ist in der Kulturellen Bildungsforschung bislang kaum genutzt. In dem Beitrag werden die Grundzüge der Forschungsmethode vorgestellt und anhand eines Beispiels aus der Tanzrezeption konkretisiert. Die Vignette Sejdi und der Beginn des Stücks ist während eines Besuchs des Stücks Winterwende am Staatstheater Kassel entstanden.

Von Luise Fischer, Nina Kolleck (2025 / 2023)

Transfer, Ko-Konstruktion und Interaktion zwischen Wissenschaft und Praxis. Quo vadis Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen?

Um zum Wissenstransfer von Erfahrungen und Erkenntnisse der im Rahmen der BMBF-Förderrichtlinie Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen geförderten Einzel- und Verbundprojekte beizutragen, hat die kubi-online Redaktion Luise Fischer und Nina Kolleck um einen zusammenfassenden Artikel ihres 2023 herausgegebenen Sammelbands Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen gebeten. Das Buch greift zentrale Diskussionen zu den Potenzialen kultureller und künstlerischer Bildung in ländlichen Räumen auf und präsentiert aktuelle empirische Befunde.

Von Iwan Pasuchin (2025)

Inquiry als ‚Universalmethode‘. Kreislauf kreativer Kollisionen und selbstkritischer Reflexionen in Forschung, Lehre und weiteren (Gesellschafts-)Projekten

Was hat Demokratie mit Kreativität zu tun und wie hängt beides mit der Forschung, Lehre und Projektarbeit innerhalb der Kulturellen Bildung und Medienpädagogik zusammen? Ansätze für Antworten auf diese Fragen können von John Deweys Inquiry-Modell abgeleitet werden, das hier als eine Art ‚Universalmethode‘ dargestellt wird.

Von Kristin Westphal (2025)

Vom Anderen (der Welt) her denken … Anthropozentrismus-kritische Diskurse. Zugänge in Kunst und Bildung

Vor dem Hintergrund der Problemstellungen des anthropogenen Klimawandels geht der Beitrag den Herausforderungen für ein anderes Bildungsverständnis nach, das sich absetzt von der Subjektzentrierung der Wahrnehmung von Mensch-Welt-Verhältnissen. Er fragt nach dem Potenzial einer teilhabe- und ortsbezogenen künstlerischen Praxis in ländlichen Räumen im Kontext Kultureller Bildung, um anders zu unserer Mitwelt in Beziehung zu treten.

Von Veronika Hofer (2025)

Ethische und demokratische Überlegungen zu monetären und nicht-monetären Teilnahmeanreizen (Incentives) in empirischer Forschung zu Kultureller Bildung

Dieser Text stellt sich die Frage, inwieweit Teilnahmeanreize (Incentives) in der empirischen Forschung zu Kultureller Bildung demokratisiert bzw. individualisiert werden können, um die Teilnahmebereitschaft von Studienteilnehmenden zu fördern und sowohl wissenschafts- und forschungsethische als auch empirische Standards zu wahren.

Von Jannis Burkhard, Kai Maaz (2025)

Schulen mit musischem Schwerpunkt. Eine Betrachtung aus der Perspektive des nationalen Monitorings

Die Bedeutung von Schulen mit musischem Schwerpunkt aus der Perspektive des nationalen Monitorings wird dargestellt. Ausgewertet werden NEPS Daten, inwiefern Gelegenheitsstrukturen (d.h. Schulen mit musischem Profil) existieren, wie Schüler*innen diese nutzen und welche Zusammenhänge es mit Persönlichkeitsmerkmalen oder politischer und sozialer Teilhabe gibt.

Von Katharina Witte (2025)

MUSIK - BEWEGUNG - SZENE: Ein Gestaltungsprozess in einer heterogenen Gruppe

Wie kann die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule in sonderpädagogischen Kontexten genutzt werden, um künstlerisch- ästhetische Gestaltungsprozesse in einer heterogenen Gruppe zu einer gemeinsamen Gelingenserfahrung zu machen? Ein Theaterprojekt mit Schüler*innen und Studierenden wird im Hinblick auf das Potenzial improvisatorischer und partizipativer Vorgehensweisen dargestellt und diskutiert.

Von Ina Henning (2025)

Ästhetische Lern- und Lehrprozesse durch musikalische Improvisationen erfahrbar machen

Der Beitrag zeichnet anhand zweier Kooperationsprojekte zwischen einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören und einem Musikdidaktikseminar einer Pädagogischen Hochschule unterschiedliche Aspekte ästhetischer Transformation durch musikalische Improvisation nach und zeigt Formen des Dazwischenbewegens, die inklusive Momente sowohl sozial als auch fachlich herausarbeiten.

Von Lisa Niederreiter (2025)

Das „Offene Atelier“ als inklusive Lehrveranstaltung an einer Hochschule des Sozialen

Der Beitrag umreißt die Konzeption, Durchführung und empirische Auswertung einer inklusiven, künstlerisch-methodischen Lehrveranstaltung an einem FB Sozialer Arbeit. Die Ergebnisse zeigen die prominente Funktion methodisch improvisierender künstlerischer Werkbegleitung für inklusive Prozesse und Lernerfolge. Die Prozesse des freien Kunstmachens lassen mentale Behinderungen zurücktreten, mögliche Zuschreibungen schwächen sich ab, Kooperationen entstehen.

Von Juliane Gerland, Rabea Beier (2025)

Zwischen „Chaos als Risiko“ und „Chaos als Chance“: Eine empirische Studie über inklusive musikalische Gruppenimprovisation ohne gemeinsame verbale Sprache

Der Beitrag beschreibt, wie musikalische Gruppenimprovisation als Methode in der inklusionsorientierten Hochschullehre eingesetzt werden kann. Anhand des Projekts „Sparkling! Gemeinsam improvisieren“ wird gezeigt, wie Musik nonverbale Interaktion ermöglicht, welche Herausforderungen und Chancen das Fehlen einer gemeinsamen Sprache bietet und wie Studierende daraus berufliche Handlungssicherheit entwickeln können.