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Digitalisierung

Unter dem Schlagwort „Digitalisierung" tangiert ein umfassender gesellschaftlicher Transformationsprozess die Praxis Kultureller Bildung wie auch die einzelnen künstlerischen Sparten verbunden mit neuen Ausdrucks- und Gestaltungsformen, denen ein demokratisches Potenzial, aber auch gesellschaftlich kritische Phänomene zugesprochen werden. Vielfältige Herausforderungen also für die künstlerische und kulturelle Praxis sowie die Wissenschaft: Aus der Perspektive Kultureller Bildung wird Digitalisierung bislang vor allem in Bezug auf Medienpädagogik thematisiert. Was bedeutet aber Digitalisierung für die Kulturelle Bildung, wenn man diesen gesellschaftlichen Wandel und seine vielfältigen Auswirkungen auf das Subjekt ernst nimmt?
 Wie muss eine zeitgemäße Kulturelle Bildung aussehen, um diesen gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten und einen Beitrag zur Entwicklung kritischer Subjekte zu leisten? Mit den nachfolgenden Beiträgen ist die Spannbreite dieses Themas noch keineswegs ausgeleuchtet, so dass wir an der Veröffentlichung weitere kritisch-reflexive, fachlich-wissenschaftliche Beiträge zur „Digitalisierung" interessiert sind.

26 Beiträge im Themenfeld

Von Frank Jebe (2019)

Die Smartness, die Schule, die Sinne: Kulturelle Bildung und Digitalisierung

Der digitale Wandel und damit einhergehende Widersprüche werden anhand der Erkenntnisse der Denkschriften des Rates für Kulturelle Bildung aus unterschiedlichen Perspektiven dargelegt. Die vielfältigen Optionen, die gerade für Kinder und Jugendliche dabei entstehen, werden aufgeführt und konkrete Aufträge für Schule und Kulturelle Bildung benannt.

Von Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (2019)

Kulturelle Bildung und Digitalisierung – zwei Gegensätze?

Die Kulturelle Bildung im 21. Jahrhundert ist weder per se analog noch digital. Im post-digitalen Zeitalter sind Kulturelle Bildung und Digitalisierung im Alltag eng miteinander verbunden. Doch was heißt dies für die künstlerisch-pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen? Was bedeutet dies für die Künste?

Von Maren Zühlke, David Rittershaus, Claudia Steinberg (2019)

#digitanz – Computer als Akteure choreografischer Gestaltung im Kontext ästhetisch-kultureller Bildung

Der Fokus dieses Projektes bzw. der entsprechenden Begleitforschung dazu liegt auf dem Aspekt des kreativen Umgangs mit Bewegung im Kontext digitaler Anwendungen. Untersucht wird die Frage, welchen Einfluss digitale Technologien auf ästhetisch-kulturelle Lehr-Lernkollaborationen bei Jugendlichen im Tanz haben.

Von Benjamin Jörissen, Lisa Unterberg (2019 / 2017)

Digitale Kulturelle Bildung: Bildungstheoretische Gedanken zum Potenzial Kultureller Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Die Herausforderungen Digitaler Kultureller Bildung in Hinsicht auf die Vermittlung ästhetischer Artikulationsformen als eine Grundlage kultureller Selbstverortung beschreibt dieser Beitrag im Kontext bildungstheoretischer Diskussionen.

Von Benjamin Jörissen (2019)

Digital/Kulturelle Bildung: Plädoyer für eine Pädagogik der ästhetischen Reflexion digitaler Kultur

Digitalisierung in der Kulturellen Bildung manifestiert sich gleichermaßen ästhetisch-kulturell wie informativ. Sie verändert kulturelle Formen, Ästhetiken und Wahrnehmungsweisen. Vom Status quo der Digitalisierung ausgehend diskutiert dieser Beitrag weiterführende Überlegungen zur Kulturellen Bildung als Praxis der ästhetischen Reflexion auf Kultur durch Kultur und reflektiert bildungstheoretische Zielsetzungen und Herausforderungen.

Von Lisa Unterberg (2018)

Überblick: Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung

Dargestellt werden die Fragestellungen und Anliegen der innerhalb der BMBF-Förderrichtlinie „Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“ geförderten Forschungsvorhaben sowie deren theoretischen und methodischen Bezüge.

Von Hanna Hegenscheidt, Ulrich Huhn (2019)

Aus der Praxis … ins Digitale…. für die Praxis … Ein digitaler Formfindungsprozess für eine sinnlich-körperliche Tanzvermittlung in Schulen

Werden Kinder durch Digitalisierung im Kontext von zeitgenössischem Tanz in Schulen zu ferngesteuerten Robotern, oder ist alles halb so wild und lediglich pausenhoferprobte Computerspiel-Tänze erobern die Bühnen der Stadt?