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DDR - Anstöße

DDR – Anstöße: Die Beschäftigung mit der Kulturpolitik und Kulturarbeit in der DDR ist im Rückblick aufschlussreich, da dort seit 1945 Strategien und Formate chancengerechter kultureller Teilhabe erprobt wurden. Auf Basis eines weiten Kulturbegriffs entstand in der DDR eine engmaschige Struktur an Kulturvermittlungsangeboten: flächendeckend und alltagsnah. Kunst und Kultur wurden systematisch in Kindergärten sowie Schul- und Ausbildungsinstitutionen, in der Kinder- und Jugendarbeit ebenso wie im betrieblichen Arbeitsalltag vermittelt. Doch wer weiß heute um diese Theorie und Praxis kultureller Teilhabe? kubi-online will mit einem Themenschwerpunkt diese Lücke schließen und zugleich den Fragen nachgehen: Welche theoretischen und praktischen Erkenntnisse der Kulturvermittlung in der DDR wären heute noch relevant? Welche Anregungen gaben die ostdeutschen Erfahrungen der gemeinsamen bundesdeutschen Kulturlandschaft? Welche Impulse für aktuelle Diskurse zur kulturellen Teilhabe und Kulturellen Bildung lassen sich aus den Erfahrungen der Kulturarbeit in der DDR gewinnen?
Anhand von neuen Studien und historischen Beiträgen zu Künsten, Kultureinrichtungen und Kulturgeschichte der DDR bietet kubi-online  Anregungen für aktuelle Diskurse in Deutschland. Der Mitschnitt der Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojektes „Kulturelle Teilhabe in der DDR" von Birgit Mandel und Birgit Wolf bietet einen thematischen Einstieg.

14 Beiträge im Themenfeld

Von Wolfgang Lessing (2021)

Im Inneren der Pyramide – Anmerkungen zum Erfahrungsraum der ‚Spezialschulen für Musik' in der DDR

Die Spezialschulen für Musik der DDR scheinen einer vergangenen, wenn nicht gar untergegangenen Welt anzugehören. Aber trifft dieser Eindruck zu? Gibt es nicht möglicherweise auch Konstanten, die die Spezialschulwelt mit heutiger Begabungsförderung verbindet?

Von Birgit Wolf (2021)

Kulturvermittlung in der DDR zwischen Auftrag und Wirklichkeit

Anhand je einer Einrichtung der Jugendkulturarbeit, der betrieblichen Kulturarbeit und der Ernsten Kunst wird exemplarisch dargelegt, mit welchen Programmen und Formaten die Kulturvermittlung in der DDR versuchte, sich wandelnden gesellschaftspolitischen Verhältnissen und den Bedürfnissen des Publikums im Sinne einer „Kultur für alle" gerecht zu werden. Im Fokus stehen der Zentrale Klub der Jugend – die Scheune – in Dresden, das Kulturhaus Wolfen und das Gewandhaus zu Leipzig.

Von Ute Mohrmann (2020 / 2016)

Zur Volks- und Laienkunst, zum Bildnerischen Volksschaffen in der DDR

Zwei Beiträge zum gleichen Thema: Was ist Volks- und Laienkunst sowie Bildnerisches Volksschaffen? Beide bieten einen Rückblick und beleuchten die über 40-jährige Entwicklung des (Bildnerischen) Volksschaffens in der DDR: Der eine Beitrag wurde aktuell geschrieben, der andere vor über 30 Jahren.