Themenfeld:

Aus- und Weiterbildung

Beleuchtet werden künstlerische, kulturwissenschaftliche und pädagogische Ausbildungsgänge in der klassischen Kunstspartenperspektive, teils auch mit einer institutionen- bzw. arbeitsfeldbezogenen Perspektive; vorgestellt werden Ziele und Strukturen der Weiterbildung für Handlungsfelder Kultureller Bildung. Grundsatzfragen und Geschichte der Professionsentwicklung, der Arbeitsmarkt Kulturelle Bildung wie auch Herausforderungen für eine verbesserte inklusive Aus- und Weiterbildungspraxis werden thematisiert. Rassismuskritische und interprofessionelle Diskurse prägen den aktuellen Qualitätsdiskurs.

80 Beiträge im Themenfeld

Von Markus Kosuch (2026)

Kulturelle Interventionen (KI) als ästhetisch-aktionsforschender Ansatz in der Sozialen Arbeit: das 6-Phasen Modell

Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Lehr- und Lernforschung im berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung im Lebenslauf stellt der Autor das Konzept KI vor, ein inhaltsoffenes Strukturmodell in dem durch ästhetische Methoden neue Möglichkeitsräume für Wahrnehmung, Handlung und Bedeutungszuschreibung eröffnet werden. Anhand eines verdichteten Fallbeispiels aus der Hortarbeit wird gezeigt, wie eine konflikthafte Alltagssituation – das „Mittagschaos“ – durch einen Perspektivwechsel, ressourcenorientierte Beobachtung und einen ästhetischen Impuls (Vorlesen) transformiert werden kann.

Von Michael Dartsch (2026)

Zur Qualifizierung für Kulturelle Bildung im Bereich der Musik in Deutschland

Der Beitrag skizziert verschiedene Praxisfelder musikalisch-kultureller Bildung und beleuchtet anschließend Qualifizierungsmöglichkeiten – angefangen von Möglichkeiten vor einer Berufsausbildung über den sozialpädagogischen und den schulischen bis hin zum sogenannten außerschulischen Bereich. Schließlich wird anhand aktueller Studien der sich abzeichnende Nachwuchsmangel thematisiert.

Von Thomas Reyer, Sandra Anklam (2026)

Mut zum Unverfügbaren: Künstlerisch-Systemische Resonanzräume

Mut zur Unverfügbarkeit heißt, sich auf Künstlerisch-Systemische Resonanzräume einzulassen – ohne Kontrolle, ohne festes Ziel – ein Ver-Suchen. Dabei ermöglichen Spiel, Wagnis und Offenheit Dialog und Transformation. Das Nicht-Wissen wird zur Ressource, und aus Vertrauen kann Neues entstehen. Wie Antonio Machado es poetisch formuliert: „Der Weg entsteht im Gehen.“

Von Ulrike Hatzer, Claudia Heu, Georges Pfründer (2025 / 2025)

Wieso ist hier alles so leise? Nachdenken über das co-kreative Projekt «Playground for Tomorrow»

Der Beitrag reflektiert das performative Universitätsprojekt Playground for Tomorrow, das danach suchte, wie co-kreative Prozesse in einer Institution gelingen können, wenn traditionelle Rollen zwischen Lehrenden und Studierenden bewusst irritiert werden. Studierende und Dozierende als Künstler*innen entwickelten gemeinsam Rituale, Interventionen und Texte - diesbezügliche Prozesse und widerständige Praktiken werden diskutiert.

Von Birgit Mandel (2025)

Methoden der künstlerischen Arbeit und künstlerische Interventionen für die Kulturelle Bildung produktiv machen

Der Beitrag fokussiert sich auf die besonderen Potenziale und die spezifischen Ansätze und Methoden für Kulturelle Bildung, wenn Künstler*innen selbst als Vermittler*innen handeln und ihre künstlerische Arbeit in soziale Kontexte ausweiten. Grundlage hierfür sind u.a. die Erkenntnisse des Zertifikats-Kurses „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“.

Von Katharina Witte (2025)

MUSIK - BEWEGUNG - SZENE: Ein Gestaltungsprozess in einer heterogenen Gruppe

Wie kann die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule in sonderpädagogischen Kontexten genutzt werden, um künstlerisch- ästhetische Gestaltungsprozesse in einer heterogenen Gruppe zu einer gemeinsamen Gelingenserfahrung zu machen? Ein Theaterprojekt mit Schüler*innen und Studierenden wird im Hinblick auf das Potenzial improvisatorischer und partizipativer Vorgehensweisen dargestellt und diskutiert.

Von Meike Wieczorek (2025)

SPARKLING– ein funkelndes Seminar zu Kultureller Bildung mit dem Schwerpunkt Musik in der Hochschullehre

Der Beitrag reflektiert ein Hochschulseminar im Bereich der Musik als Teil Kultureller Bildung. An einem Projekttag erleben Studierende Musiker*innen mit sogenannter Geistiger Behinderung als Expert*innen. Sie beobachten Interaktionen und Improvisationen am Medium Musik und werden schlussendlich aktiv am Improvisationsprozess beteiligt.

Von Ina Henning (2025)

Ästhetische Lern- und Lehrprozesse durch musikalische Improvisationen erfahrbar machen

Der Beitrag zeichnet anhand zweier Kooperationsprojekte zwischen einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören und einem Musikdidaktikseminar einer Pädagogischen Hochschule unterschiedliche Aspekte ästhetischer Transformation durch musikalische Improvisation nach und zeigt Formen des Dazwischenbewegens, die inklusive Momente sowohl sozial als auch fachlich herausarbeiten.