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Aus- und Weiterbildung

Beleuchtet werden künstlerische, kulturwissenschaftliche und pädagogische Ausbildungsgänge in der klassischen Kunstspartenperspektive, teils auch mit einer institutionen- bzw. arbeitsfeldbezogenen Perspektive; vorgestellt werden Ziele und Strukturen der Weiterbildung für Handlungsfelder Kultureller Bildung. Grundsatzfragen und Geschichte der Professionsentwicklung, der Arbeitsmarkt Kulturelle Bildung wie auch Herausforderungen für eine verbesserte inklusive Aus- und Weiterbildungspraxis werden thematisiert. Rassismuskritische und interprofessionelle Diskurse prägen den aktuellen Qualitätsdiskurs.

38 Beiträge im Themenfeld

Von Karl Ermert (2013 / 2012)

Weiterbildung für Handlungsfelder Kultureller Bildung

Weiterbildung wurde im Berichtssystem Weiterbildung (BMWF 2006:12) nach einer traditio­nellen Definition gefasst als „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Ausbildungsphase [...] Das Ende der ersten Bildungsphase und damit der Beginn möglicher Weiterbildung ist in der Regel durch den Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit gekennzeichnet [...] Das kurzfristige Anlernen oder Einarbeiten am Arbeitsplatz gehört nicht in den Rahmen der Weiterbildung“ (Deutscher Bildungsrat 1970:197).

Von Gabriele Schulz (2013 / 2012)

Arbeitsmarkt Kulturelle Bildung

Der Arbeitsmarkt Kulturelle Bildung ist ein Segment aus dem Arbeitsmarkt Kultur, das ein brei­tes Feld an Tätigkeiten, Berufen und Beschäftigungsformen umfasst. Er erstreckt sich sowohl auf den erwerbswirtschaftlichen Teil, also Kultur- und Kreativwirtschaft, auf den Non-Profit-Bereich, Vereine und Stiftungen, sowie den staatlichen Bereich, öffentliche Kultureinrichtun­gen.

Von Ulrike Blumenreich (2013 / 2012)

Das Studium der Kulturvermittlung an Hochschulen in Deutschland

Das Angebot an Studienmöglichkeiten der Kulturvermittlung in Deutschland ist in den letzten 35 Jahren stark gestiegen: Waren es 1987 noch elf Studiengänge der Kulturpädagogik, die bei einer ersten Bestandaufnahme durch die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. erfasst wurden, so konnten Anfang der 1990er Jahre in einem Forschungsprojekt bereits 43 Studienangebote der Kulturpädagogik, Kulturarbeit und Kulturellen Bildung (vgl. Liebald/Wagner 1993) verzeichnet werden.

Von Wolfgang Zacharias (2013 / 2012)

Kulturpädagogische Fachlichkeit und Berufsfeldentwicklung

Kulturelle Bildung als plurales professionelles Handlungsfeld bedarf gerade wegen ihrer Diffu­sität und Differenz, die sich in der Vielfalt ihrer praktischen Anwendungen, Orte, Adressaten, Formate und Inhalte zeigt, besonderer Anstrengungen, wenn es um spezifische Professionali­sierungen geht. Dies betrifft vor allem auch Ausbildungen und ein identifizierbares Berufsfeld, etwa in der gesellschaftlichen und institutionellen Spannweite von Kultur – Jugend – Schule sowie Staat – Markt – Zivilgesellschaft.

Von Tom Braun (2013 / 2012)

Kulturelle Jugendbildung im Übergang von Schule, Ausbildung und Beruf

In den letzten Jahren hat sich die Forschung vermehrt um neue Beschreibungen der Lebens­phase „Jugend“ bemühen müssen. Die zunehmende Individualisierung von Lebensverläufen und die Pluralisierung lebensweltlicher Ressourcen wie gemeinsame Sinnvorräte, Wertorien­tierungen oder Rollendefinitionen werden besonders in eben jener Lebensphase virulent, die von Veränderung und Orientierungssuche geprägt ist.

Von Manfred Blohm (2013 / 2012)

Ausbildung in Bildender Kunst für Kulturelle Bildung

Der Begriff „Ausbildung“ im Feld der Bildenden Kunst scheint nahe zu legen, dass es insbe­sondere in der Gegenwartskunst so etwas wie Ausbildung tatsächlich geben kann. Abgesehen von handwerklich-­technischen Fertigkeiten in den jeweiligen Feldern der Bildenden Kunst wie Malerei, Druckgrafik, Installation, Performance etc. könnte man von künstlerischen Haltungen und Strategien sprechen, die im Rahmen Bildender Kunst in Ausbildungskontexten erfahren und angeeignet werden können. Es geht dabei immer auch zugleich um Selbsterfahrung und Kontexterfahrung.

Von Michael M. Roth (2013 / 2012)

Professionalisierung im Feld der Kulturellen Bildung

Versteht man unter Kultureller Bildung den (Bildungs­-)Prozess, den ein Mensch durch seine Begegnung und seine Auseinandersetzung mit dem Medium der Künste durchmacht, so ergibt sich für Fachkräfte in der Kulturellen Bildung (KulturpädagogInnen) als zentrale Aufgabe, Anlässe, Rahmenbedingungen und Interaktionen für die und mit den sich kulturell Bildenden zu ermöglichen, zu fördern und auch anzuleiten. Spricht man in diesem Zusammenhang von Professionalisierung, so bedeutet diese in einem weiteren Sinne, dass Menschen sich berufsmäßig damit beschäftigen, kulturelle Bildungsprozesse in anderen Menschen anzuregen und zu fördern.