Themenfeld:

Adressat*innen

Dieses Kapitel richtet den Fokus auf besondere Adressatengruppen und greift die Verantwor­tung von Akteuren, Einrichtungen und Verbänden der Kulturellen Bildung auf, die subjektiven Potenziale und strukturellen Einschränkungen der Teilhabe an Künsten, Bildung und Kultur zu berück­sichtigen.

81 Beiträge im Themenfeld

Von Joanna Sinoplu (2026)

Beteiligung braucht Haltung: Machtkritische Kulturelle Bildung an der Schnittstelle Sozialer Arbeit

Der Beitrag analysiert Adultismus an der Schnittstelle Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit. Dabei fokussiert er die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Macht bei Fachkräften in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit und zeigt auf, dass die Auseinandersetzung mit Adultismus zentral für eine vorurteilsbewusste, partizipative und intersektional ausgerichtete kulturpädagogische Praxis ist.

Von Rebecca Voss (2026)

Intergeneratives Musizieren als interdisziplinäres Kulturangebot im Kontext von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung

Intergeneratives Musizieren als Konnektiv: Der Beitrag zeigt, wie Musikprojekte den Dialog zwischen Generationen und Disziplinen eröffnen und gesellschaftliche wie individuelle Transformationsprozesse im Wandel begleiten.

Von Stephanie Riedle, Alexander Wenzlik (2026)

Inklusion gestalten: Kulturarbeit zwischen Praxis, Theorie und ästhetischer Innovation

Wie inklusive Kunst im Verein CultureCloud gelingen kann, zeigt das Theaterprojekt Wutschweiger beim Rampenlichter Festival – ein Beispiel für gelebte Inklusion und ästhetische Vielfalt auf der Bühne. Inklusive Kunst wird so zur gesellschaftlichen Bereicherung und zum Impuls für eine Kultur, die Unterschiedlichkeit als Stärke begreift.

Von Bünyamin Werker (2026)

Potenziale Kultureller Bildung in der sozialarbeiterischen Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beim Ausstieg aus rechtsextremistischen Lebenskontexten

Welche Möglichkeiten ergeben sich durch das Wissen über ästhetische Praxen der rechtsextremen Szene für die Prävention gegen Rechtsextremismus? Der Beitrag geht dieser Frage nach und zeigt auf, wie in einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit der Ausstiegsprozess von Personen aus der rechtsextremen Szene gefördert werden kann.

Von Johanna Kaiser, Nadin Tettschlag (2026)

Alte, Studis und ein Raum dazwischen: Kooperation zwischen einer Hochschule für Soziale Arbeit und einem Community Theater mit Älteren

Reflektiert wird das Transformationspotenzial intergenerationeller Kulturarbeit mit Bezug auf das Konzept des Dritten Raumes. Grundlage ist eine 2024 durchgeführte qualitative Studie zur Kooperation der Alice Salomon Hochschule Berlin mit dem Theater der Erfahrungen. Der Beitrag bietet Impulse für eine zeitgemäße Hochschulbildung im Kontext Sozialer Kulturarbeit/Kultureller Bildung.

Von Anna Hampel (2026)

Auditive Formate als Schnittstelle zwischen Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung?!

Anhand eines künstlerisch-ästhetischen Forschungsprojektes zum Thema weibliche Wohnungslosigkeit während der Covid-19 Pandemie, das im Format einer Audio-Dokumentation umgesetzt wurde, werden in dem Artikel Schnittstellen und Anknüpfungspunkte von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung aufgezeigt.

Von Bastian Hodapp (2026)

Höraktivitäten mit Senior*innen. Ein praxisorientiertes Forschungsprojekt zur Förderung der kulturellen und sozialen Teilhabe und des Wohlbefindens älterer Menschen

An der Schnittstelle von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung wird in einer stationären Einrichtung der Altenhilfe das Potenzial hörbezogener Aktivitäten für ältere Menschen untersucht. Die Projektergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer hörzentrierten Musikgeragogik: Die Förderung des Hörens erweist sich nicht nur als Beitrag zur kognitiven Aktivierung, sondern auch als bedeutender Faktor für das emotionale Wohlbefinden, das Selbstwirksamkeitserleben und die soziale Eingebundenheit älterer Menschen.

Von Marion Gerards, Norbert Frieters-Reermann (2026)

Reflexiv, machtkritisch und kreativ. Gelingensbedingungen und Handlungsanregungen für eine diversitätssensible ästhetische Praxis in Kontexten Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung

Ästhetische Praxen sind nicht per se radikal oder widerständig, sondern sie sind als soziale Praxen in Machtverhältnisse eingebettet. Der Beitrag trägt Gelingensbedingungen und Handlungsanregungen einer diversitätssensiblen und machtkritischen ästhetischen Praxis in Kontexten Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung zusammen.

Von Anne Pretzsch (2026)

Resonanziator. Hartmut Rosas Resonanztheorie zur Entwicklung eines Feedbacktools

Im Projekt Nachmachen erforschen Kinder, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen gemeinsam das transformative Potenzial von Wiederholung im Kontext von Performancekunst und Vermittlung. Mit dem Resonanziator – einem leuchtenden Feedbackgerät inspiriert durch Hartmut Rosas Resonanztheorie – werden kindliches Feedback und Resonanzprozesse sichtbar, hörbar und in einen performativen Akt überführt.

Von Lea Weniger, Natacha Pinheiro Batista, Gila Kolb (2025 / 2024)

Mit Schüler*innen Baukultur erforschen: Visionen für Lebensräume von morgen

Wie lässt sich der gebaute Raum gemeinsam mit Schüler*innen erkunden – und wie können daraus Visionen für die Zukunft entstehen? Der Beitrag gibt Einblick in ein Forschungsprojekt, in dem ein interdisziplinäres Team aus Bildung, Kunst, Architektur und Denkmalpflege mit partizipativen, künstlerischen und raumbezogenen Methoden untersucht, wie Schüler*innen die lokale Baukultur wahrnehmen – und was ihnen daran heute und in Zukunft wichtig ist.