Stichwort:

Wirkungsforschung

10 Beiträge mit dem Stichwort

Von Claudia Steinberg, Svenja Konowalczyk, Esther Pürgstaller, Yvonne Hardt, Nils Neuber, Martin Stern (2018)

Facetten Kultureller Bildung im Medium „Tanz und Bewegungstheater“ – Eine empirische Studie

Das Forschungsprojekt fokussiert Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung wie Kreativität, Selbstkonzept und emotionale Kompetenz von Kindern aus Ganztagsgrundschulen, auch aus bildungsbenachteiligten Milieus, die an einem 16-wöchigen Tanz- und Bewegungstheaterangebot teilnahmen.

Von Anna Chrusciel (2017)

Messen, Ordnen, Bewerten. Eine diskursanalytische Betrachtung von Wirkungsanliegen Kultureller Bildung

Der Beitrag schlägt einen diskursanalytisch informierten Umgang mit der Frage nach den Wirkungen Kultureller Bildung vor. Wie ließe sich aus einer machtkritischen, postkolonialen Perspektive über Wirkungen von künstlerisch-edukativen Projekten nachdenken? Welche Fragen müsste Wirkungsforschung in dieser Perspektive stellen? Und welche Erkenntnisse würde sie produzieren?

Von Burkhard Hill, Stefanie Richter (2017)

Die biografische Bedeutung von Kultureller Bildung. Potentiale von Biografieforschung zum Verständnis von kulturellen Bildungsprozessen

In diesem Beitrag wird ein Forschungsdesign auf der Basis autobiografisch-narrativer Interviews vorgestellt, das die gesamte Lebensspanne in den Blick nimmt. Dieser Ansatz ist bildungstheoretisch begründet, indem subjektive Aneignungsprozesse, spezifische Kontextbedingungen und individuelle Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg verfolgt werden. Außerdem können Zugänge, Anregungsmilieus, Gelingensbedingungen usw. rekonstruiert werden. Eine textstrukturale Analyse autobiografisch-narrativer Interviews mit Erwachsenen ab einem ‚mittleren‘ Lebensalter bietet sich an, um ein grundsätzliches Verstehen von Prozessen Kultureller Bildung im jeweiligen sozio-kulturellen Kontext zu ermöglichen. Anhand eines Fallbeispiels werden die Potentiale biografieanalytischer Forschung aufgezeigt und diskutiert.

Von Max Fuchs (2016)

„Wissen, was wirkt“ - Anmerkungen zur evidenzbasierten Bildungspolitik im Bereich der kulturellen Bildung

Skizziert werden die Genese einer evidenzbasierten Bildungspolitik und die Folgen einer evidenzbasierten Erziehungswissenschaft. Gerade angesichts einer zunehmenden Verwissenschaftlichung der Kulturpädagogik in ihren einzelnen Sparten scheint es nötig zu sein, diese Entwicklung aufzugreifen und sich mit der Relevanz einer zunehmend auf Evidenz ausgerichteten Bildungspolitik und -forschung für die Kulturpädagogik kritisch auseinanderzusetzen. Der Autor vertritt, dass die geringe Sensibilität einer evidenzbasierten Pädagogik gegenüber der Praxis professionellen Handelns den Verdacht nahelegt, dass die politischen Interessen, die der Evidenzbewegung zugrunde liegen, stärker sind als ihr wissenschaftliches Credo.

Von Christian Rittelmeyer (2015)

Werke und Prozesse künstlerischer Bildung im Blick der Forschung: Über den methodologisch organisierten Verlust der „Objekte“ – und ihre Wiederentdeckung am Beispiel der Musik

Die Wirkungen der künstlerischen Bildung werden weltweit erforscht, wobei allerdings selten die konkreten Tätigkeiten in den Blick kommen – abstrakt ist häufig von „arts education“, „Drama Group“, „Einübung eines Musicals“ usw. die Rede. Man kann jedoch keine fundierten Forschungserkenntnisse gewinnen ohne eine genaue bildungstheoretisch orientierte Phänomenologie dessen, was unter dem Titel der künstlerischen Tätigkeiten tatsächlich passiert. Am Beispiel der Musik und unter Rückgriff auf Methoden der sprachanalytischen Ästhetik wird herausgearbeitet, wie eine solche bildungstheoretisch begründete Phänomenologie beschaffen sein könnte.

Von Christian Rittelmeyer (2014)

Außerfachliche Wirkungen künstlerischer Tätigkeiten. Wie sollen wir sie erforschen?

Da es zum Teil heftige Kontroversen um die Angemessenheit und methodische Zuverlässigkeit von Transferuntersuchungen gibt, andererseits die weitgehenden Erwartungen an Bildungswirkungen des Künstlerischen nach wie vor bestehen, ist es verständlich, wenn neuerdings die Frage nach einer anspruchsvollen Forschung auf diesem Gebiet wichtig wird. [...] Mir ist bei meiner Auseinandersetzung mit der Transferforschung wiederholt aufgefallen, dass die empirischen Studien auf diesem Gebiet sehr viel komplexer werden müssen, wenn sie der ästhetischen Erfahrung und ihrer Bildungswirkung gerecht werden sollen. Einige Beispiele sollen das Gemeinte verdeutlichen und zum Anlass von Überlegungen werden, die in Umrissen eine „Rahmentheorie für die Erforschung ästhetischer Bildungsprozesse“ skizzieren.

Von Burkhard Hill (2014)

Fallverstehen – Praxisforschung – Handlungsforschung. Drei sozialwissenschaftlich begründete Zugänge zur Erforschung der Kulturellen Bildung

Angesichts der an anderer Stelle immer wieder erörterten Schwierigkeiten, die Prozesse und Wirkungen Kultureller Bildung fundiert zu analysieren, erscheint die Beschäftigung mit solchen sozialwissenschaftlichen Forschungsstrategien als hilfreich, die gegenstandsadäquate Fragestellungen bearbeiten helfen und entsprechende Methoden zur Verfügung stellen. Mit der seit einigen Jahren zu beobachtenden Verwissenschaftlichung der Kulturellen Bildung - sie demnach nicht nur als Praxisfeld sondern auch als kultur- und erziehungswissenschaftlich begründete Disziplin zu begreifen - wird insbesondere auch die Frage nach einem wissenschaftlichen Nachweis ihrer Wirkungen aufgeworfen.

Von Wolfgang Zacharias (gest. 26.4.2018) (2013 / 2012)

Kulturpädagogische Fachlichkeit und Berufsfeldentwicklung

Kulturelle Bildung als plurales professionelles Handlungsfeld bedarf gerade wegen ihrer Diffu­sität und Differenz, die sich in der Vielfalt ihrer praktischen Anwendungen, Orte, Adressaten, Formate und Inhalte zeigt, besonderer Anstrengungen, wenn es um spezifische Professionali­sierungen geht. Dies betrifft vor allem auch Ausbildungen und ein identifizierbares Berufsfeld, etwa in der gesellschaftlichen und institutionellen Spannweite von Kultur – Jugend – Schule sowie Staat – Markt – Zivilgesellschaft.

Von Susanne Keuchel (2013 / 2012)

Empirische kulturelle Bildungsforschung – Methodik, Themen und aktueller Forschungsstand

Die kritische Haltung der „Frankfurter Schule“ (Ladwig 2006) gegenüber der empirischen Soziologie war mit dafür verantwortlich, dass sich die empirische Kulturforschung und da­mit auch die empirische kulturelle Bildungsforschung in Deutschland vergleichsweise spät etablierte und immer wieder sehr kritisch reflektiert wurde.

Von Christian Rittelmeyer (2013 / 2012)

Die Erforschung von Transferwirkungen künstlerischer Tätigkeiten

Lernziele, die in Rahmenrichtlinien bzw. Kerncurricula, aber auch in fachdidaktischen Publikati­onen zur ästhetischen Bildung deklariert werden, gehen häufig über unmittelbar künstlerische Kompetenzen weit hinaus: Proklamiert wird z.B. die Steigerung der sinnlichen Empfänglichkeit, die Kultivierung des Ausdrucksvermögens oder die Schulung der Kreativität. Zu fragen ist allerdings, ob derartige Ziele tatsächlich erreicht werden. In den letzten Jahren hat sich eine umfangreiche internationale Forschung etabliert, die dieser Frage nachgeht und Auswirkungen künstlerischer Tätigkeiten auf außerkünstlerische Fähigkeiten aufzuklären sucht. Es handelt sich dabei um die sogenannte „Transferforschung“