Stichwort:

Musik

11 Beiträge mit dem Stichwort

Von Matthias Laurisch (2018)

Das Klingen abseits urbaner Zentren: Wie Musikvereine ihre ländlichen Räume prägen und gestalten

Ehrenamtlich geführte Musikvereine und ländliche Räume: Das scheint zusammen zu gehören. Die überwiegende Mehrzahl der Musikvereine der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. ist in Gemeinden unter 2.000 Einwohner*innen zu finden. Dort gestalten sie nicht nur kulturelle Bildungsangebote, sondern gehören zum Alltag und prägen auch das Leben der Menschen vor Ort. Dieser Artikel beschreibt ehrenamtlich geführte Musikvereine als Akteure in ländlichen Räumen und zeigt, wie sie dort kulturelle Bildungsangebote gestalten, benennt Zukunftsaufgaben und bietet Aussichten auf weitere Entwicklungen.

Von Eva Krebber- Steinberger (2016)

Inklusion braucht einen Perspektivwechsel – Dimensionen gelingender inklusiver musikkultureller Bildung

Theorien und Konzepte zur Inklusion sind seit Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, in denen sich die Inhalte und Formulierungen deutlich voneinander unterscheiden und aus den diversen Perspektiven bereits dargestellt und diskutiert wurden. Inklusion ist in jedem Fall ein Prozess, der sich auf alle Menschen und damit auch auf ihre potenziell gleichberechtigten Zugänge zu künstlerischen Bildungsprozessen bzw. ihre Teilhabe an kulturellen, künstlerischen Projekten bezieht, und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe über die gesamte Lebensspanne zu verstehen ist.

Von Johannes Beck-Neckermann (2016)

Der Musik der Kinder Raum geben und sie in ihren musikalischen Aktivitäten begleiten

Kinder im Krippenalter sind – ohne dass sie dies bewusst steuern – permanent musikalisch aktiv. Sie erzeugen Geräusche und lassen sich von akustischen Phänomenen beeindrucken. PädagogInnen, die diese musikalische Ausdrucksbewegung wahrnehmen, haben die Chance Krippenkinder achtsam bei deren musikalischem Explorieren zu begleiten und mit eigenen Ideen zu inspirieren. Ein weites Feld an (musikalischen) Interaktionsmöglichkeiten öffnet sich und alle Beteiligten können wertvolle Erfahrungen der Wirksamkeit, der Kreativität, der Beziehungsgestaltung sammeln. Das MIKA-Konzept der Bertelsmann Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen Ansatz für Kindertagesstätten zu beschreiben.

Von Sven Sauter, Susanne Quinten, Eva Krebber- Steinberger, Heike Schwiertz (2016 / 2015)

Im Zwischenraum: Kunst, Behinderung und Inklusion

Inklusion ist ein vielschichtiges Thema, das im Zuge der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention immer mehr gesellschaftlichen Transformations- und Reflexionsdruck erzeugt, auch und vor allem im Bereich von Kunst und Kultur. Behinderung, Kunst und Inklusion stehen jedoch in einem spannungsreichen Zusammenhang, denn die Verbindungen dazwischen lassen sich nur über ästhetische Erfahrungen reflektieren. Diskutiert werden in diesem Beitrag die Folgen und die Reichweiten von ästhetischen Erfahrungen in den künstlerischen Domänen von Musik, Tanz und Visual Arts, um die Möglichkeiten einer Bewusstseinsbildung hinsichtlich Behinderung und verkörperten Differenzen in den Blick zu nehmen.

Von Peter Tiedeken (2015)

Kulturelle Bildung auch für Nazis? Perspektiven und Widersprüchlichkeiten von Akzeptierender Jugendarbeit und Inklusion mit Bezügen zur rechtsextremistischen Musikszene

Der folgende Artikel prüft, inwieweit Kulturelle Bildungsarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen möglich ist und was bei der Gestaltung der Angebote zu beachten wäre. In diesem Zusammenhang wird zunächst die Akzeptierende Jugendarbeit als ein möglicher Ansatz zur Arbeit mit rechtsextremen Jugendlichen vorgestellt und auf Inklusion bezogen. Dabei wird festgestellt, dass die Werte inklusiver Pädagogik eine exkludierende Wirkkraft besitzen und Ausschluss somit nicht verhindern, sondern diesen reproduzieren. Dies wird auf die Arbeit mit rechtsextremen Jugendlichen bezogen, um Möglichkeiten zur Gestaltung von Angeboten der Kulturellen Bildung abzuleiten. In einem Fazit wird darauf hingewiesen, dass Inklusion in besonderer Weise gefährdet ist, die Werte der kapitalistischen Ökonomie zu affirmieren.

Von Peter Wicke (2015 / 2012)

Von der Hausmusik zur House Music >> Musik und Jugendkultur im Wandel der Zeiten

Stichwörter

Erst mit dem Rock’n’Roll in den 1950er Jahren erhielt Musik eine symbolische Funktion, die charakteristisch geworden ist für die Kultur Jugendlicher. Und erst das Medium Musik verschaffte Jugendkultur nach und nach jene Autonomie, die sie heute besitzt. Als Heranwachsende die ersten Spuren in der Musikkultur hinterließen, gab es das Wort Jugend noch gar nicht und auch nicht die Vorstellung von einer mehr oder weniger ausgeprägten Übergangsphase zwischen Kind und Erwachsenen.

Von Dorothea Weise (2015 / 2013)

Das Bildungskonzept der Rhythmik: Musik ist Bewegung ist Musik

Die Unmittelbarkeit, mit der Bewegung auf Musik folgt ist frappierend. Ausgehend von diesem Zusammenhang hat die Rhythmik in ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte die Beziehung von Musik und Bewegung thematisiert, differenziert und in künstlerisch-pädagogische Themen gefasst. Ein auf der Bezogenheit von Bewegung und Klang, Musik und Tanz basierendes Bildungskonzept muss die Wirkungskomponenten beider Medien und ihr Zusammenspiel bezogen auf künstlerische und pädagogische Prozesse beachten.

Von Jürgen Vogt (2014 / 2013)

Benachteiligung und Teilhabe im Kontext von Kultur- und Musikpädagogik

Der Ort der Musik im Kontext von Kulturpädagogik und Benachteiligung ist zunächst einmal alles andere als klar. Klärungsbedürftig ist dabei mindestens:

(a) was hier unter Kultur verstanden werden soll,

(b) von welcher Musik in diesem Zusammenhang eigentlich die Rede ist,

(c) welcher Begriff von Benachteiligung vor diesem Hintergrund sinnvoll zugrunde gelegt werden kann,

(d) in welcher Weise eine solche Benachteiligung der pädagogischen Bearbeitung

(e) in welchem institutionellen und organisatorischen Rahmen zugänglich ist.

Von Matthias Pannes (2013 / 2012)

Musizieren ist Sprache der Persönlichkeit – Ein Weg zur Musik durch die Musikschule

Musizieren – für sich, in der Familie, in der allgemein bildenden Schule, in Musikvereinigungen, in Kirche und in vielfältigen freien Gruppierungen – dazu bildet die Musikschule als originärer Ort musikalischer Bildung SchülerInnen jeden Alters und auf jedem Leistungsstand aus. Eige­nes Musizieren trägt hervorragend dazu bei, musikalische Orientierungs­- und Urteilsfähigkeit zu entwickeln.

Von Ortwin Nimczik (2013 / 2012)

Musik in formalen Bildungsinstitutionen

Die formalen Bildungsinstitutionen werden in der Post­-PISA­-Debatte auf unterschiedlichen Ebenen diskutiert: Einerseits stehen die verschiedenen Schulformen auf dem Prüfstand; andererseits werden inhaltliche Vorgaben bis hin zum Zu­schnitt der Fächer diskutiert und in neue pädagogisch-­didaktische Strukturen (z.B. bezogen auf fächerverbindenden Unterricht oder auf neue Fächerkombinationen) gegossen. Davon ist nicht zuletzt Musik(-unterricht) betroffen.