Stichwort:

Kulturpolitik

15 Beiträge mit dem Stichwort

Von Anita Moser (2018 / 2016)

Zeitgenössische Kulturarbeit in ländlichen Räumen Österreichs: Bedingungen, Potenziale, kulturpolitische Forderungen

Dieser Artikel setzt sich mit Problemlagen und Herausforderungen zeitgenössischer Kunst- und Kulturarbeit abseits urbaner Zentren auseinander und skizziert Lösungsansätze sowie eine ländlichen Räumen angemessene Kulturpolitik.

Von Birgit Mandel (2018)

Kulturvermittlung in klassischen Kultureinrichtungen: Ambivalenzen, Widersprüche und Impulse für Veränderungen

Kritisch hinterfragt werden bisherige Handlungsstrategien institutioneller Kulturvermittlung. Der Preis „ZukunftsGut“ dient als Beispiel, um Qualitätsdimensionen für Kulturvermittlung in einer diversen Gesellschaft zu erörtern.

Von Katja Drews (2018)

Ländlicher Kulturtourismus - „Dritte Orte“ für (raum)produktive Transformation und partizipative Begegnung

Welche Potenziale für ländliche Kulturentwicklung bietet das Handlungsfeld Tourismus? Wie ordnet sich das Thema Kulturtourismus aktuell ein in den kulturwissenschaftlichen Diskurs? Anhand der stadtsoziologischen Theorie von „Dritten Orten“ der Begegnung wird erläutert, warum und wie die in einer eigenen empirischen Studie erhobenen und weiter geschärften empirischen Kenntnisse über Alltags- und Reisekulturnutzung eingeordnet werden können, um teilhabeorientierten Kulturtourismus in ländlichen Räumen zu entwickeln. BewohnerInnen und TouristInnen werden als eigene Publikumsgruppen genauer betrachtet und die Frage geklärt, welche Bedeutung beide in ländlichen Kulturtourismus-Settings füreinander haben.

Von Norbert Sievers (2018)

Kulturpolitik für ländliche Räume

Offensichtlich gibt es ein neues Interesse an Kultur und Kultureller Bildung in ländlichen Räumen. Sowohl der Bund als auch etliche Länder widmen sich in ihren Koalitionsvereinbarungen und mit konkreten Förderprogrammen diesem Thema. Vor allem die strukturschwachen und ‚abgehängten‘ Regionen stehen dabei im Fokus. Um welche Strukturschwächen geht es dabei und was könnten sinnvolle Bausteine für eine konzeptbasierte Strategie in den so etikettierten Gegenden sein? Der folgende Beitrag widmet sich diesen Fragen und formuliert einige Vorschläge sowie kritische Nachfragen.

Von Kristin Bäßler (2018)

Kulturelle Feldentwicklung: Wie sich Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen weiterentwickeln

Viele ländlich geprägte Regionen leiden unter dem demografischen Wandel. Seit Jahren befassen sich daher zahlreiche Landkreise und Kommunen mit der Frage, wie dieser Wandel gestaltet werden kann. Dabei geht es nicht nur um den öffentlichen Nahverkehr, die Zusammenlegung von Schulen und Kitas oder die Gewährleistung medizinischer Versorgung. Als freiwillige Leistung der Gemeinden geht es auch um die Zukunft der Kulturinstitutionen wie Theater, Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen. Dabei sind Kultur- und Bildungseinrichtungen wichtige Orte, die zur Entwicklung einer Region beitragen. Der Beitrag zeigt am Beispiel des Programms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, wie sich Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen für neue Aufgaben öffnen können.

Von Thomas Renz (2018)

Theater in der Provinz – Gastspieltheater als Förderer kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen

Die Analyse empirischer Studien zeigt, dass sich die Nachfrage nach Theater zwischen ländlichen und urbanen Räumen im Grunde gar nicht so unterscheidet. Sozialisationsbedingungen und Zugehörigkeit zu bestimmten Milieus sind wesentlich wirksamer als der Wohnort. Allerdings herrscht eine große Ungleichheit auf der Angebotsseite. Professionelles Theater findet in Großstädten wesentlich häufiger statt als in ländlichen Räumen. Dort wird die kulturelle Teilhabe in den professionellen Darstellenden Künsten vor allem von Gastspieltheatern getragen. Dennoch dominieren die urbanen Stadt- und Staatstheater den Theaterdiskurs. Daher arbeitet dieser Beitrag die organisatorischen Besonderheiten des Gastspielbetriebs in ländlichen Räumen heraus, hinterfragt ihre Leistungen als Akteure der Kulturellen Bildung und skizziert mögliche kulturpolitische Folgen.

Von Bettina Heinrich (2016)

Kunst oder Sozialarbeit? Eckpunkte eines neuen Beziehungsgefüges zwischen Sozialer Arbeit und Kulturarbeit

Der vorliegende Beitrag setzt sich mit der Frage „Ist das Kunst oder Soziale Arbeit?“ auseinander, indem er aktuelle Projekte, Programme und Konzepte sichtet. Einerseits lässt sich eine wachsende Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen (mit neuen Teilhabeansprüchen) und eine weitere ‚Demokratisierung des Ästhetischen’ feststellen. Andererseits ein neues, erweitertes soziales Mandat der Kultureinrichtungen, Kulturpolitik und Kulturellen Bildung sowie ein neues, erweitertes kulturelles Mandat der Sozialen Arbeit. Das Ergebnis ist eine wachsende Vielfalt an Aktivitäten in einem Feld irgendwo zwischen Kultur, Sozialer Arbeit und Bildung. Kunst und Soziale Arbeit scheinen im Hinblick auf die Kooperationspraxis und AdressatInnen der Projekte mehr denn je miteinander verbunden zu sein.

Von Michael Wimmer (2016)

Kulturelle Bildung im Spannungsfeld von Ökonomisierung, Entgrenzung und Spaltung. Eine Bestandsaufnahme: Was hat sich verändert? Gibt es Handlungsbedarf für Kulturelle Bildung?

Dieser Text – gekürzt vorgetragen als Impulsbeitrag auf der kubi-online Jahrestagung „Grenzfälle Kultureller Bildung“ 2016 – entstand unter dem Schock des Ausgangs des britischen Referendums. Dass eine Mehrheit der britischen Bevölkerung die Europäische Union verlassen will, werte ich als eine „schallende Ohrfeige" für das Konstrukt Europäische Union, ein neoliberales Elitenprojekt, das sich als weitgehend unfähig erwiesen hat, die zentralen Probleme der nationalen Bevölkerungen zu lösen. Was hat das mit Kultureller Bildung zu tun, werden Sie fragen. Sehr viel, möchte ich antworten und in einer kurzen historischen Vergleichsskizze – vor allem aus österreichischer Sicht – Gründe dafür anführen.

Von Kaspar Maase (2015)

Der Mainstream der Populärkultur: Feld oder Feind Kultureller Bildung?

Welchen Platz kann der populärkulturelle Mainstream – im Unterschied zum hochkulturell stilisierten POP – im Projekt „Kulturelle Bildung für alle“ einnehmen? Der Beitrag plädiert dafür, die über mehr als 100 Jahre eingeschliffene Unterscheidung zwischen dem guten und dem schlechten Populären zu überdenken und zu revidieren. Das verlangt allerdings, den eigenen Geschmack der Akteure Kultureller Bildung zu reflektieren und zu relativieren.

Von Birgit Wolf (2015)

Kulturelle Bildung zwischen kultur-, bildungs- und jugendpolitischen Entwicklungen: 50 Jahre der BKJ – eine Analyse

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten durch ihre Konzept- und Lobbyarbeit das Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung maßgeblich geprägt. Ihre Impulse wie die ‚KinderKulturWochen’, die ‚Freiwilligendienste in Kultur und Bildung’ oder zur Qualitätssicherung durch Evaluation waren richtungsweisend. Im Kontext der Zeitgeschichte und jugend-, bildungs- und kulturpolitischen Rahmenbedingungen hat die Autorin in ihrer Dissertation die Entwicklung des Dach- und Fachverbandes und seine inhaltlichen, strategischen und organisatorischen Ausrichtungen analysiert und dargestellt.