Stichwort:

Kinder

9 Beiträge mit dem Stichwort

Von Susanne Brandt (2018)

Mit Worten wachsen: Bibliotheksengagement für nachhaltige Kulturelle Bildung

In vielen kleinen Orten gibt es sowohl Bibliotheken als auch Kitas: Eine gute Voraussetzung, um besonders in ländlichen Gebieten neue, lebendig gestaltete Kooperationen zwischen Kultur und Bildung entstehen zu lassen. Ausgehend vom Bundesprogramm Sprach-Kitas. Weil Sprache der Schlüssel zur Welt hat die Büchereizentrale Schleswig-Holstein das Projekt Mit Worten wachsen entwickelt, um Kooperationen der mehr als 100 Sprach-Kitas mit den Bibliotheken vor Ort zu stiften. Dieser Praxiseinblick beschreibt, welche Chancen und Herausforderungen sich durch eine Zusammenarbeit vor allem für Einrichtungen kleinerer Gemeinden ergeben und wie sie durch Kooperations- und Verbundlösungen gestärkt werden können.

Von Kristin Westphal (2018)

Die Kunst, in Bildungskontexten künstlerisch tätig zu sein: Neue Formen des Lernens und Bildens?

Dieser Beitrag geht hervor aus der Veröffentlichung der Ergebnisse des dreijährigen Verbundvorhabens Kunst_Rhein_Main, das als Teil des Programms „Förderung von Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben zur pädagogischen Weiterbildung von Kunst- und Kulturschaffenden" vom BMBF gefördert wurde. Entwickelt und erprobt wurde ein wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes pädagogisches Modell mit innovativen Lehr- und Lernformen zur Professionalisierung von Kunst- und Kulturschaffenden und zur Verbesserung der Wirksamkeit von Weiterbildungsangeboten. Der Beitrag gibt Einblicke dazu, welche Herausforderungen sich für Künstler*innen in Bildungskontexten stellen und wie Kunst- und Kulturschaffende unter besonderer Berücksichtigung zeitgenössischer Tanz-, Theater- und Performancekunst gestärkt werden können.

Von Christiane Raabe (2018 / 2015)

Kinderbücher für Frieden und Menschlichkeit – Ein Streifzug durch sieben Jahrzehnte

Seit dem Erscheinen von Erich Kästners Die Konferenz der Tiere gehören parabolische und fantastische Erzählungen gegen den Krieg zu gängigen Formen der Kinderliteratur. Im Zusammenhang mit der Ausstellung Guten Tag, lieber Feind! Bilderbücher für Frieden und Menschlichkeit, die erstmals 1996 in der Internationalen Jugendbibliothek (IJB) gezeigt wurde und 2014 von der Direktorin der IJB neu kuratiert wurde, entstand nachfolgender Fachbeitrag: ein Streifzug durch sieben Jahrzehnte Bilder- und Kinderbücher gegen den Krieg.

Von Maria Milbert (2017)

Forschendes Theater mit den Jüngsten. Eine evaluative Studie des Projekts TUKI ForscherTheater

Das Berliner Kooperationsprogramm TUKI (Theater und Kita) wagt sich mit dem Modellprojekt TUKI ForscherTheater auf eine Entdeckungsreise: Forschendes Theater wird in Zusammenarbeit mit Theaterhäusern und Sozialraumpartnern in Kitas gebracht. Die Masterarbeit ist der Frage gewidmet, wie im Rahmen dieser Kooperationsstrukturen frühpädagogische, theaterästhetische und forschende Perspektiven zusammenkommen. Zur vielschichtigen Beantwortung folgt auf eine literaturbasierte Fundierung eine ethnographisch verfasste Betrachtung dieser drei Ebenen im Projekt, das zusätzlich hinsichtlich partizipativer Strukturen befragt wird. Darüber hinaus schließt die im Kontext wissenschaftlicher Begleitforschung entstandene Thesis eine formative Evaluation ein, um einen Zwischenstand der Projektentwicklung abzubilden und Gelingensbedingungen aufzuzeigen.

Von Juliane Steinmann (2015)

Gewünschte Fremdheit: KünstlerInnen in die Kita. >> Kinder, KünstlerInnen, ErzieherInnen und Eltern begegnen sich beim Berliner Projekt TUKI – Theater und Kita

Kinder, KünstlerInnen und ErzieherInnen begegnen sich beim Berliner Projekt TUKI – Theater und Kita: Die interprofessionelle Konstellation bietet Herausforderungen und Entwicklungspotentiale auf verschiedenen Ebenen. Es wird untersucht, inwieweit die beteiligten Erwachsenen für ihre professionelle Entwicklung profitieren: Welche Erkenntnisse und Erfahrungen ergeben sich durch die Zusammenarbeit? Zweitens wird die unmittelbare Begegnung der Kinder mit den KünstlerInnen angeschaut. Neben den expliziten Angeboten interessieren hier die inzidentellen Lernmomente, die insbesondere durch überraschende Reibungen entstehen können. Im Weiteren wird der Frage gefolgt, ob sich das Kunsterleben durch die Person einer Künstlerin oder eines Künstlers anders gestaltet, als wenn die vertrauten Erziehungs- und Bezugspersonen Theatereinheiten anleiten. Die zugrunde liegenden Menschenbilder und das vorherrschende Kunst- und Theaterverständnis der Beteiligten werden an Beispielen aus dem Projekt TUKI beschrieben.

Von Rainer Treptow (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche

TheaterpädagogInnen und Clowns, die sich regelmäßig in einer Klinik für krebskranke Kinder einfinden, Tanz und Musik mit Jugendlichen, die Träger des Down-Syndroms sind, ein Foto- bzw. ein Filmprojekt mit Heranwachsenden, die in einer Bürgerkriegszone, einem Katastro­phengebiet leben, BildhauerInnen, die mit jugendlichen Strafgefangenen, MusikerInnen, die mit autistischen, mit hyperaktiven, mit traumatisierten Menschen arbeiten, Zirkusprojekte, die von Straßenkindern gestaltet werden – dies alles sind Beispiele für die Bereitstellung von Zugangs­- und Gestaltungsmöglichkeiten, die die eigenständige kulturelle Selbstbildung der Adressaten mit organisierter Unterstützung verbinden.

Von Rolf Bolwin (2013 / 2012)

Theater als Ort Kultureller Bildung

Bei der Bildungsdebatte in Deutschland dominieren seit Jahren Gesichtspunkte der Erzeugung unmittelbar verwertbaren Wissens und entsprechender Kompetenzen, deren Nützlichkeit außer Zweifel steht. Demgegenüber werden häufig die Bildungsprozesse marginalisiert, in denen es um die Kunst, um Theater, Literatur, Musik und Bildende Kunst geht. Das gilt immer noch als Luxus, wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland.

Von Wolfgang Schneider (2013 / 2012)

Kulturpolitik für Kulturelle Bildung

Kulturpolitik ist die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Kulturlandschaft und will Infrastrukturen schaffen, um Kultur zu ermöglichen. Kulturpolitik für Kulturelle Bildung will die Rahmenbedingungen dafür schaffen, erhalten und ausbauen, dass Bildung mit und durch Kunst und Kultur gelingen kann. Im politischen Mehrebenensystem der Bundesrepublik Deutschland betrifft das die Kommunalpolitik, die Politik der Länder und des Bundes, vor allem aber auch die Zivilgesellschaft und eher im geringeren Maße den Markt.

Von Karsten Lichau, Christoph Wulf (2013 / 2012)

Arbeit am Sinn. Anthropologie der Sinne und Kulturelle Bildung

Die „Sinne als anthropologische Grundlage“ Kultureller Bildung zu begreifen, ist alles andere als selbstverständlich, sondern vielmehr selbst Ausdruck einer bestehenden Kultur, ihrer Wissenschaften und Praktiken: Denn lange Zeit galten im europäischen Denken die Sinne des Menschen als widerspenstiger Gegenpart, als das beunruhigende, ja gefährliche Andere von Kultur und Zivilisation. Von der griechischen Antike über Rationalismus und Aufklärung bis in die Spät­-Moderne des 20. Jh.s wiesen die anthropologisch-philosophischen sowie die kunst­- und kulturästheti­schen Disziplinen die Sinne zumeist den niederen menschlichen Vermögen zu oder erblickten in ihnen gar Feinde der Vernunft, die es zu bekämpfen und zu unterdrücken galt.