Stichwort:

Familie

6 Beiträge mit dem Stichwort

Von Julia Breit (2017)

„... und am Mond vorbei“: Überlegungen zur Fiktionalisierung des ‚Fremden‘ im Kinderbilderbuch und Wirkungsmechanismen beim Vorlesen

Das Vorlesen von Kinderbilderbüchern ist ein wichtiges Ritual in Familien. Ein informelles Setting wie dieses eröffnet den Blick auf (scheinbar) fiktive Welten – doch wie verhalten sich diese zu real erlebten Differenzen? Unter Einbezug der Akteur-Netzwerk-Theorie wird im folgenden Beitrag untersucht, welchen Einfluss die Wahrnehmung des 'Eigenen' und des 'Fremden' auf die Konstruktion fiktiver Wirklichkeiten haben kann und wie diese auf ganz realen Rassismus zurückwirkt.

Von Antonia Wangler (2017)

Kulturelle Bildung in informellen Kontexten: Das Bilderbuch und seine Rezeption

Das Bilderbuch nimmt innerhalb der (kulturellen) Sozialisation von Kindern eine anerkannte und unhinterfragte Rolle ein. Weil es sich bei diesem Medium um ein vielschichtiges ästhetisches Gefüge handelt, konnte bis dato keine geschlossene Theorie des Bilderbuchs formuliert werden. Auch im Kontext der Kulturellen Bildungsforschung wurde das Bilderbuch selten betrachtet. In einer Standortbestimmung werden bestehende theoretische Erkenntnisse zum Bilderbuch im Kontext der Kulturellen Bildung diskutiert und konzeptuell weitergedacht. Fokussiert werden das Bilderbuch und seine Rezeption im Rahmen informeller Bildungssettings.

Von Rolf Witte (2015)

Kulturelle Bildungsangebote für Familien: Potentiale nutzen und Qualität entwickeln

Eine europäische Lernpartnerschaft mit Partnern aus Österreich, Slowenien, Spanien und Deutschland hat sich mit der europaweit vernachlässigten Frage der kulturellen Bildungsangebote für Familien beschäftigt. Praxisbeispiele und Konzepte wurden in verschiedenen europäischen Städten besucht und analysiert, und daraus eine Liste von Qualitätskriterien sowie Fragestellungen zur Selbstreflektion für Akteure aus dem Bereich der Kulturellen Bildung entwickelt. Die Lernpartnerschaft wurde von der EU-Kommission finanziell unterstützt und die Ergebnisse wurden in englischer Sprache europaweit zur Nutzung und Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt.

Von Peter Cloos (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung und Eltern

Ein grober Blick in die vorliegende Literatur zur Kulturellen Bildung erweist sich als wenig ergebnisreich. Das Verhältnis von Kultureller Bildung und Eltern scheint zwar immer wieder mal in vorliegenden Beiträgen zum Thema zu werden (vgl. u.a. Braun 2006), jedoch ist es bislang kaum systematisch aufgearbeitet worden. Dies verwundert, weil grundsätzlich von einem Zusammenwirken informeller, non­-formaler und formaler Bildungsorte und Lernwelten auszugehen ist (vgl. BMFSFJ 2005b).

Von Eva Bürgermeister (2013 / 2012)

Medienbildungsorte

Gerade den Umgang mit Medien erlernen Kinder und Jugendliche heute vor allem fernab der traditionellen Bildungsinstitutionen, schließlich erfolgt Sozialisation in digitalen Zeiten in nahezu allen Lebensbereichen medial. Heranwachsende verbringen zum Teil ebenso viel Zeit vor dem Bildschirm wie in der Schule. Musik, TV und Kino prägen ihre Lebensgefühle, stiften Gemeinsamkeit und Gesprächsstoff, das Internet dient ihnen komplementär als Kommunikations-­ und Aktionsraum.

Von Stephanie Jentgens (2013 / 2012)

Außerschulische Literaturvermittlung

Die Vermittlung von Literatur beschäftigt sich mit einem weiten Feld gestalteter Sprache in Epik, Dramatik und Lyrik, in mündlicher oder schriftlicher Form sowie medial verarbeitet, sei es im Film, im Hörbuch oder Hörspiel, in der Hyperfiktion oder in interaktiven Spielen. Das Ziel von Literaturver­mittlung lässt sich am ehesten in dem Begriff „Literacy“ (Literalität) erfassen. Zunächst bezeichnet der Begriff die Fähigkeit des Menschen, sich in der Welt der Buchstaben zu orientieren. In den letzten zehn Jahren hat die Bedeutung des Begriffs eine Erweiterung erfahren.