Stichwort:

Bildungsbegriff

5 Beiträge mit dem Stichwort

Von Anke Wischmann (2018)

Wessen (Kulturelle) Bildung zählt? Eine rassismuskritische Analyse ästhetischer Bildungstheorie am Beispiel Hegels

Der Bezug auf Hegel begründet sich daraus, dass er bis heute großen Einfluss auf (bildungs-)philosophische Diskurse nimmt und weil sich anhand seiner bildungs- und kulturtheoretischen Arbeiten rassistische Ideen sehr gut herausarbeiten lassen. Anhand zweier Beispiele kulturell-ästhetischer Erfahrungen Jugendlicher wird die Bedeutsamkeit der dem ästhetischen Bildungsdenken inhärenten Rassismen als bildungsrelevant herausgearbeitet.

Von Barbara Hornberger (2016)

Informelle Orte, informelles Lernen: Herausforderung für Kulturelle Bildung

Die feinen Unterschiede zwischen U- und E-Kultur folgen historisch tradierten, ideologischen und ästhetischen Leitlinien. Gerade weil die Verbindung von Kultur und Bildung stark gemacht wird, muss der Kulturbegriff auf seine Implikationen, Exkludierungen und Wertungen sowie auf seine gesellschaftlichen Konzepte befragt werden. Dieses Geflecht zu durchschauen ist notwendig, um die expliziten und impliziten Distinktionsmechanismen in den Blick zu nehmen und die eigene Position zu reflektieren. Es wird um so bedeutsamer und komplizierter, wenn nicht nur über die Institutionen formaler und non-formaler Bildung gesprochen wird, sondern der Bereich informellen Lernens eingeschlossen werden soll.

Von Christian Rittelmeyer (2015)

Werke und Prozesse künstlerischer Bildung im Blick der Forschung: Über den methodologisch organisierten Verlust der „Objekte“ – und ihre Wiederentdeckung am Beispiel der Musik

Die Wirkungen der künstlerischen Bildung werden weltweit erforscht, wobei allerdings selten die konkreten Tätigkeiten in den Blick kommen – abstrakt ist häufig von „arts education“, „Drama Group“, „Einübung eines Musicals“ usw. die Rede. Man kann jedoch keine fundierten Forschungserkenntnisse gewinnen ohne eine genaue bildungstheoretisch orientierte Phänomenologie dessen, was unter dem Titel der künstlerischen Tätigkeiten tatsächlich passiert. Am Beispiel der Musik und unter Rückgriff auf Methoden der sprachanalytischen Ästhetik wird herausgearbeitet, wie eine solche bildungstheoretisch begründete Phänomenologie beschaffen sein könnte.

Von Viola Kelb (2014)

Mehr Teilhabe durch Vernetzung. Rahmenbedingungen für Qualität und Kulturelle Bildung in lokalen Bildungslandschaften

Welche Rolle spielt die Kulturelle Bildung in lokalen Bildungslandschaften? Und inwiefern gelingt es der Kulturellen Bildung, sich selbst als gestaltender Akteur in die Bildungslandschaften einzubringen? Da ein zentrales Ziel der Kulturellen Bildung in der Verbesserung von kulturellen Teilhabechancen liegt, sollte eben dieses auch in Bezug auf die lokalen Bildungslandschaften kritisch beleuchtet werden. Denn das Recht auf Zugang zu Kultureller Bildung gilt für alle, einschließlich derer, die oftmals von Bildung ausgeschlossen werden. Auf eben diese Herausforderung nach verbesserter Teilhabe durch Vernetzung fokussiert mein eigener Beitrag in der im Kopaed-Verlag erschienenen Veröffentlichung „Gut vernetzt?! Kulturelle Bildung in lokalen Bildungslandschaften".

Von Kerstin Hübner (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung im freiwilligen/bürgerschaftlichen Engagement

Bürgerschaftliches Engagement umfasst jene Tätigkeiten, die freiwillig, nicht auf materiellen Gewinn gerichtet und gemeinwohlorientiert sind, zugleich im öffentlichen Raum stattfinden und in der Regel kooperativ ausgeübt werden (Enquete­-Kommission 2002:57ff.). Dieser Begriff versucht seit der Jahrtausendwende eine Vielfalt von historisch gewachsenen und neueren Engagementformen in allen gesellschaftlichen Feldern zu fassen: im Sozial-­ und Gesundheitsbereich, in Sport, Kultur und Ökologie, in den Bereichen der Bildungs-­ und Jugendarbeit, in Kirche, Politik und Justiz etc.