Stichwort:

Bildkompetenz

2 Beiträge mit dem Stichwort

Von Ernst Wagner (2018)

Bildkompetenz – Visual Literacy. Kunstpädagogische Theorie- und Lehrplanentwicklungen im deutschen und europäischen Diskurs

Bildkompetenz – bzw. ‚Visual Literacy‘ im internationalen Kontext – bezeichnen das aktuelle Kernanliegen, das zentrale Selbstverständnis von Kunstvermittlung bzw. Kunstpädagogik, in Deutschland und in Europa. Dabei treffen sich im Begriff Bildkompetenz mit seinen beiden Bestandteilen Bild und Kompetenz, zwei zentrale Stränge der kunstpädagogischen Fachtheorieentwicklung der letzten Jahre. Zum einen nimmt der Begriff über ‚Bild‘ (statt ‚Kunst‘) Bezug auf die stetige Ausweitung des Gegenstandsbereichs des Fachs „Kunst“, der in den 1960/70er Jahren einsetzte. Zum andern kommt in ‚Bildkompetenz‘ die Orientierung am Kompetenzbegriff und damit an der Outcome-Orientierung zum Tragen, eine Entwicklung, die die Bildungspolitik seit der Jahrhundertwende bestimmt. Um den mit dem Begriff verbundenen, aktuellen Ansatz besser zu verstehen, gehe ich zunächst auf seine historischen Wurzeln und ihre jeweiligen Einbettungen in gesellschaftliche und fachgeschichtliche Entwicklungen ein, um anschließend die Entwicklung eines transnationalen Modells vorzustellen, das sich als Referenzrahmen versteht.

Von Georg Peez (2013 / 2012)

Kunstpädagogik

Kunstpädagogik ist ein wichtiger Teil ästhetischer Erziehung und Bildung, und zwar der, wel­cher sich auf im weitesten Sinne bildnerische Verfahren bezieht. Primär sind dies somit die Bildende Kunst und deren Gestaltungsweisen: sowohl die traditionellen wie Malerei, Grafik und Plastik als auch tendenziell interdisziplinäre Praxisformen wie Performances, Installationen und Film. Kunstpädagogik richtet sich grundsätzlich an alle Alters-­ und Bevölkerungsgruppen und entwirft hierfür Konzepte, sie hat jedoch ihren Schwerpunkt im schulischen Kunstunter­richt.