Optimize me! Kulturelle Bildung und Digitalisierung: Die kubi-online Jahrestagung am 3. und 4. Mai 2019

Roboter im Museum für Kommunikation
© Hildegard Bockhorst; Museum für Kommunikation, Berlin

Kulturelle Bildung sollte angesichts aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen noch viel stärker als Befähigung gedacht werden, um mit Unsicherheiten produktiv umzugehen. Neue Digitale Medien suggerieren (gefühlte) Sicherheit durch Strategien der Selbstkontrolle und Selbstoptimierung in einer unsicheren Welt wie zum Beispiel durch Quantified Self. Doch welche Potenziale bringen neue digitale Ausdrucks- und Gestaltungsformen hervor? Welche Spaltungs- und Selbstausbeutungsrisiken sind mit digitalen Prozessen verbunden? 

Wie sollte eine zeitgemäße Kulturelle Bildung aussehen, um aktuelle gesellschaftliche Wandlungsprozesse aktiv mitzugestalten und einen Beitrag zur Entwicklung kritischer Subjekte zu leisten? Wie können und müssen sich mündige Bürger*innen in Zeiten digitaler Optimierungen kulturell bilden und wie ist Bildung(svermittlung) vor diesem Hintergrund (neu) zu denken? 

Wir befinden uns mitten in einem umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess: Durch „die“ Digitalisierung werden sowohl die Praxen Kultureller Bildung als auch die künstlerischen Sparten in ihrem Selbstverständnis herausgefordert. Im Rahmen der Tagung sollen daher gegenwärtige Phänomene der Digitalisierung unter dem Aspekt von Selbstoptimierung und deren Anschlussfähigkeit zur Kulturellen Bildung befragt werden. 

Programm

Freitag, 3. Mai 2019

13:00    Anreise und kleiner Imbiss

Level 1: Digitalisierung und (Kulturelle) Bildung in Zeiten der Optimierung

14:00     Drei Fragen zur Digitalisierung an Sabina Lopez Ennen, Bundesministerium für Bildung und Forschung
14:15    Clever und smart = Blinkend und hohl? Eine Einführung in das Tagungsthema. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel
14:30    Digitalisierung und Bildung. Zwei widerstreitende Kräfte? Thomas Damberger, Leuphana-Universität Lüneburg
15:00    Alles immer smart. Kulturelle Bildung und Digitalisierung. Frank Jebe, Geschäftsstelle des Rates für Kulturelle Bildung
15:30 Debatte im Plenum
16:00 Kaffee- und Chatpause
16:30 Bei der Digitalisierung ist es wie bei der Musik. Christian Bredlow, Digital Mindset
17:00 Post Internet Arts Education. Kristin Klein, Universität zu Köln
17:30 Debatte im Plenum
18:00 Wie verändert sich künstlerisches Arbeiten in Zeiten der Digitalisierung?  Interview mit Johanna Benz, Illustratorin und graphic recording artist Leipzig
18:30 Gemeinsames Abendessen
19:30 Möglichkeiten und Herausforderungen einer post-digitalen Welt und Konsequenzen für die Bildung. Diskussion 2.0 mit den Vortragenden des Tages und Gästen aus dem Publikum. Moderation: Kiwi Menrath, Universität Hildesheim

Samstag, 4. Mai 2019

Level 2: Kultur, Bildung und Digitalisierung in Forschung und Praxis – Parallele Panels

    Forschung – was sind die offenen Fragen?  Moderation: Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Bundesakademie Wolfenbüttel
09:00   Postdigitale Kunstpraktiken in der Kulturellen Bildung. Benjamin Egger und Hanne Seitz, PKKB, Fachhochschule Potsdam
10:00   Das Metaprojekt zur Förderrichtlinie „Kulturelle Bildung und Digitalisierung“. Friederike Schmiedl und Elke Möller, Universität Erlangen-Nürnberg 
11:00    Post-digitale Jugendkulturen. Susanne Keuchel, Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW
  Praxis – was ist zu tun angesichts von Digitalisierung als kulturellen Wandel? Moderation: Tom Braun, BKJ
09:00  Digitaler Wandel in Kultureinrichtungen. Sabine Jank, szenum. Lab for Participation and Digital Transformation 
10:00 Die Erfindung der Wirklichkeit: Kulturelle Bildung in digitalen Zeiten im Dortmunder U. Mechthild Eickhoff, UZWEI Kulturelle Bildung
11:00 Digitale Jugendkulturpraxis und kritische Medienpädagogik. Michelle Adolfs, jfc Medienzentrum Köln
12:00 Was heißt das alles für die Kulturelle Bildung? Konsequenzen aus der Debatte. Debatte mit Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft.
Tom Braun, Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Sabine Dengel, Bundeszentrale für politische Bildung
Kerstin Hädrich, Bundesakademie für Kulturelle Bildung
Susanne Keuchel, Deutscher Kulturrat 
Moderation: Susanne Rehm, LKJ Baden-Württemberg, und Birgit Wolf, kubi-online
13:00   Abschließendes Mittagessen 

Die Tagung wird begleitet von der Graphik Recorderin Johanna Benz.

Teilnahmebedingungen

Kostenbeitrag: 110 Euro inklusive Übernachtung und Vollpension. Eine Reduzierung des Kostenbeitrags bei zeitweiliger Teilnahme ist nicht möglich. Studierende erhalten eine Ermäßigung in Höhe von 20%; ebenso Arbeitslose, in der Ausbildung befindliche Personen sowie Freiwilligendienstleistende.

Anmeldeinformationen: Bitte nur schriftlich per Mail, Fax oder Internet unter Angabe der Seminarnummer ku-10 an die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Postfach 1140, 38281 Wolfenbüttel. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung mit Anreisehinweisen. Sagen Sie nach Zusage der Bundesakademie ab, wird eine Bearbeitungsgebühr von 15 Euro erhoben. Erreicht uns Ihre Abmeldung nach dem 22. April 2019, wird eine Ausfallgebühr in Höhe von 50 % erhoben. Bei Fernbleiben ohne Absage und bei Absage am 3. Mai 2019 werden die Kosten für die gesamte gebuchte Leistung fällig. Kontakt: Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Postfach 1140, 38281 Wolfenbüttel, Jörn G. Steinmann, Fon: +49 (0) 5331 808–443. Mail: joern.steinmann@bundesakademie.de.

Anfahrt: Mit der Bahn bis Bahnhof Wolfenbüttel oder bis Braunschweig Hauptbahnhof und weiter mit der Buslinie 420 bis Wolfenbüttel Kornmarkt. Danach wenige Minuten Fußweg zum Veranstaltungsort: Gästehaus der Bundesakademie, Schünemanns Mühle, Rosenwall 17, 38300 Wolfenbüttel Fon: +49 (0) 5331 808 455.

Anmeldung: Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel

Diese Tagung bildet den Auftakt zum kubi-online-Schwerpunktthema Kulturelle Bildung @ Digitalisierung. Aufgerufen sind Autor*innen sowohl aus den künstlerisch-kulturellen Praxisfeldern als auch aus Wissenschaft und Forschung, sich an der Feldvermessung Kultureller Bildung 4.0 mit eigenen Fachbeiträgen zu beteiligen.