Künste, Natur, Nachhaltigkeit – Autor*in werden!

Künste-Natur-Nachhaltigkeit
© BKJ | Andi Weiland

Ziel dieser Wissensplattform kubi-online ist es, Erkenntnisse aus Forschung, Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung zusammenzuführen und dieses Wissen bildungspolitisch, kulturpädagogisch und wissenschaftlich nutzbar zu machen. Im Themenfeld „Künste, Natur, Nachhaltigkeit“ finden kubi-online Nutzer*innen aktuell sechs Fachbeiträge, die die Schnittstelle von Kunst, Natur und Nachhaltigkeit zur Kulturellen Bildung, deren Bedingungen und Möglichkeiten beleuchten. Kunst und Natur bieten Erfahrungsräume, die für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft heute wichtiger denn je sind. Die Künste sind dabei nicht nur selbst Bestandteil eines nachhaltigen Entwicklungsprozesses, sondern können auch Multiplikatoren in der Sensibilisierung und Identifizierung für Themen von Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit sein.

Bis zum Herbst 2020 möchten wir für die Nutzer*innen von kubi-online zu diesen Themenschwerpunkt eine größere Sammlung relevanter Fachartikel verfügbar machen.

Bisherige Neuerscheinungen 2020:

  • Von Leopold Klepacki (2020): Bildung für nachhaltige kulturelle Praxis
    Der Aufsatz geht der Frage nach, inwiefern bzw. auf Basis welcher Begriffsverständnisse ein Reden über Bildung für nachhaltige kulturelle Praxis überhaupt Sinn macht und welche Effekte dieses Reden auf ein Verständnis von Nachhaltigkeit und Kultureller Bildung hat.

  • Von Adrienne Goehler (2020): „Künste, Natur, Nachhaltigkeit“ – Impulse für die Kulturelle Bildung
    Anhand von Beispielen künstlerischer Arbeiten aus der Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen! Expeditionen in Ästhetik & Nachhaltigkeit“ verdeutlicht die Autorin, wie Künstler*innen und Künste zur Nachhaltigkeit als gesellschaftlicher Gestaltungsaufgabe beitragen und diese in Bewegung bringen.
     
  • Von Ute Stoltenberg (2020 / 2010): Kultur als Dimension eines Bildungskonzepts für eine nachhaltige Entwicklung
    Um zukunftsfähige Entscheidungen – orientiert an den Werten einer nachhaltigen Entwicklung – treffen zu können, sind neben der ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimension gesellschaftlichen Handelns auch die kulturelle Dimension einzubeziehen. Über kulturelle Leitbilder, Praktiken, Produkte ebenso wie durch die Einbeziehung kultureller Akteure können das Potenzial von Kultur als kritische Wahrnehmung, Reflexion und Gestaltungskraft in den Blick kommen. Diese Sichtweise ist für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – also den Erwerb von Wissen, Sichtweisen, Fähigkeiten, die ermöglichen, sich an diesem Prozess zu beteiligen – fruchtbar zu machen.
    Dieser Beitrag erschien erstmals 2010. Wegen seines Grundlagencharakters wird er für den Wissenstransfer auf kubi-online erneut veröffentlicht.
     
  • Von Agnes Sawer (2020): Mitmachen und mitgestalten – Vermittlung ökologischer Themen durch partizipative Kunstprojekte
    Die Auseinandersetzung der Künste mit ökologischen Themen und die Relevanz partizipativ angelegter Projekte im öffentlichen Raum, die durch Teilhabe Menschen für Umweltthemen sensibilisieren, werden an der Kunst Tadashi Kawamatas beispielhaft thematisiert. Des Weiteren beleuchtet der Aufsatz die New Yorker High Line als urbanes Infrastrukturprojekt, das aus einer gemeinschaftlichen Initiative von Bürger*innen hervorgegangen ist und paradigmatisch für die Transformation der urbanen Landschaft qua Partizipation betrachtet werden kann.
  • Von Ulrich Gebhard (2020): Naturerfahrung und Kulturelle Bildung
    Die jeweiligen Perspektiven auf die Natur sind vor allem Interpretationen des Menschen und kulturell bedingt. Die Beziehungen des Menschen zur Natur sind ambivalent: Was Natur als Ort des guten Lebens, als Ort der Freiheit und des Wohlfühlens, aber auch des Unbehagens oder Angst bedeutet und wie Naturerfahrung mit Lebenssinn verbunden sein kann, zeichnet der Beitrag in Hinsicht auf (kulturelle) Bildungsprozesse auf.

Relevant zur Feldvermessung des Themas „Künste, Natur und Nachhaltigkeit – Impulse für die Bildung“ sind ferner:

  • Von Eva Leipprand (2013 / 2012): Kultur, Bildung und Nachhaltige Entwicklung  
    Nachhaltige Entwicklung ist eine der großen Aufgaben unserer Zeit. Die Menschheit steht in der Evolution an einem kritischen Scheideweg, an dem es ganz klar um ihr Überleben geht. Der fortschreitende Klimawandel und die sich verschärfende Ressourcenknappheit, aber auch die Armuts­- und Finanzkrise setzen das Wohl der kommenden Generationen aufs Spiel. Weltweit, aber auch in unserem Land, stellt Nachhaltige Entwicklung eine politische und gesellschaftliche Herausforderung ersten Ranges dar. Ohne eine grundlegende Transformation unserer Lebens-­ und Wirtschaftsweisen wird diese Aufgabe nicht zu leisten sein.
  • Von Bianca Fischer (2013 / 2012): Kulturelle Bildung für nachhaltige Entwicklung  
    Nachhaltige Entwicklung gilt als eine globale Herausforderung und als Leitbild des 21. Jh.s. Erreicht werden kann sie jedoch nur, wenn auch ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit stattfindet, der sich im Denken und Handeln der Menschen widerspiegelt. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) stellt den Schlüssel einer solchen Entwicklung dar.

Autor*in werden: Unterstützen auch Sie diesen Wissenstransfer!

Das Thema „Künste, Natur, Nachhaltigkeit – Impulse für die Kulturelle Bildung“ steht auch in Ihrem Arbeits- und Forschungskontext im Fokus? Dann bieten Sie uns gerne hierzu einen Fachbeitrag an.

Im Herbst 2020 soll zu diesem Themenschwerpunkt ein Dossier erscheinen.

Das geplante Dossier wird auch die Beiträge des Fachsymposiums „Auswildern – Neue Ideen aus Kunst und Natur für die Bildung“ der Stiftung Nantesbuch vom März 2020 einem breiten Interessent*innenkreis zugänglich machen. Wiebke Stadler, Leiterin des Programmbereichs Diskurs und Gesellschaft der Stiftung Nantesbuch und verantwortlich für das Fachsymposium, wird das Dossier kuratieren.

Wir freuen uns über die Einreichung weiterer Fachbeiträge zu diesem Themengebiet.

Kontakt zur Redaktion:
Mail: redaktion@kubi-online.de // Fon: 0179 205 1972
Hildegard Bockhorst (Projektleitung) // Dr. Birgit Wolf (Projektreferentin)