Digitalisierung @ Kulturelle Bildung

Roboter im Museum für Kommunikation
© Hildegard Bockhorst; Museum für Kommunikation, Berlin

Werden Sie Autor*in der Wissensplattform, ein neues kubi-online Dossier ist in Vorbereitung.

Wir leben in einer Welt, in der Analoges und Digitales einander durchdringen: In den Künsten und Kulturen, Wissenschaften, in Bildungs- sowie Alltagskontexten. Radikal ändern sich dadurch Denk- und Handlungsweisen. Doch: Was bedeuten digitale Welten, Digitalität, Digitalisierung in der Kulturellen Bildung? Welche kreativen Zugänge und medienkritischen Strategien erfordert die Digitalisierung in Praxis und Forschung der Kulturellen Bildung? Wie werden digitale Konzepte in die künstlerisch-kulturelle (Vermittlungs-)Praxis mit Kindern und Jugendlichen und/oder Menschen im dritten Lebensalter integriert? Und in welchen Kontexten finden digitale Formate in Kultureinrichtungen wie Bibliotheken, Museen oder Jugendkunstschulen Eingang? Wo gelingt es tatsächlich, über die reine Techniknutzung hinaus, neue künstlerische Zugänge zu schaffen und bildungsrelevanten „Content“ zu erarbeiten?

Flankierend zur kubi-online Jahrestagung Optimize me! Kulturelle Bildung und Digitalisierung am 3. und 4. Mai 2019 in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel rücken wir diese drängenden Fragen ins Zentrum der Vermessung Kultureller Bildung. Der Fokus des nächsten kubi-online Dossiers Digitalisierung @ Kulturelle Bildung richtet sich auf Ansätze, Zugänge, Fragestellungen und Prozesse in digitalen, künstlerischen Bildungs- und Vermittlungssettings. Das kubi-online Dossier bietet eine Plattform für den Fachdiskurs der verschiedenen Perspektiven zu, um und über Digitalisierung in Kunst, Kultur und Bildung. Aspekte sind dabei:

  • Welche Potenziale bieten Kunst und Kultur in den digitalen Transformationsprozessen der Gegenwart? Welche kulturpädagogischen oder bildungs- und kulturpolitischen Handlungskonzepte, Themen und Settings benötigen diese, damit Jung und Alt in einer immer diverseren Gesellschaft (Selbst-)Wirksamkeit erfahren und entfalten können? 
  • Und umgekehrt: Welche Potenziale der Partizipation und Kommunikation bieten digitale Transformationsprozesse für Kunst und Kultur? 
  • Digitalisierung verheißt allen Menschen erweiterte (Wissens-)Möglichkeiten. Zugleich werden das Leben und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zunehmend durch Algorithmen gesteuert und optimiert. Welche Chancen und Risiken verbinden sich mit diesen Entwicklungen? 
  • Welche Konzepte und (Weiter-)Bildungsinhalte müssen entwickelt werden, damit sie auf die gegenwärtigen Tendenzen reagieren und die Menschen befähigen, ihre Modi des Weltzugangs auszubilden?
  • Wie müssten in einer Kultur der Digitalität Räume konstruiert sein, um partizipativ möglichst allen (digitale) Zugänge und selbstbestimmte Gestaltungsräume zu ermöglichen? Welche ästhetisch-künstlerische Beispiele aus Sparten und Kultureinrichtungen sind erfolgreich erprobt und können Beispiel geben für eine kritische Kultur- und Medienpädagogik?
  • Verändern sich Teams, Personalqualifizierungen und Aufgaben des Personals in der Kunst oder in Kultureinrichtungen? 
  • (Wie) verändern sich Hierarchien, Deutungshoheiten und Ko-Produktionsmöglichkeiten – aus Sicht von „Usern“/Nutzer*innen und aus Sicht von Verantwortlichen für Kulturelle Bildung und Programmmacher*innen? 
  • Welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sind bedeutsam, damit sich Kulturelle Bildung 4.0 entfalten kann? 
  • Welche relevanten Forschungsergebnisse und Ansätze kulturpädagogischer Praxis gibt es zu diesen Fragen? 

Autor*innen gesucht
Fachkräfte aus den künstlerisch-kulturellen Praxisfeldern, Wissenschaftler*innen und Forscher*innen sind eingeladen, sich an der Feldvermessung Kultureller Bildung 4.0 mit eigenen Fachbeiträgen zu beteiligen. Gesucht werden Autor*innen, die den Wissenstransfer befördern und die Nutzer*innen von kubi-online mit ihren Erfahrungen und Erkenntnissen anregen, sich kritisch mit den Entwicklungsmöglichkeiten Kultureller Bildung auseinanderzusetzen und den digitalen Wandel kreativ und selbstbewusst zu gestalten.

Voraussetzung für die Veröffentlichung ist eine profunde und faktenbasierte Reflexion von Theorie-, Praxis- und Forschungsfragen über Künste, ästhetische Praxis, Bildung und Kultur in der digitalen Welt. Aufgenommen werden können auch relevante Texte, die bereits erschienen sind. 

Kontakt
Redaktion Kulturelle Bildung Online
Dr. Birgit Wolf >> birgit.wolf@bundesakademie.de
Hildegard Bockhorst >> redaktion@kubi-online.de