Autor*innen-Aufruf: Wissenstransfer >>> Kulturelle Bildung in der DDR

Den Begriff der Kulturellen Bildung gab es in der DDR nicht, man sprach stattdessen vom „geistig-kulturellen Leben der Bevölkerung“, „der Erziehung der allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit“ oder „der Steigerung des Kulturniveaus“. Kultur war seit 1968 verfassungsrechtlich verankert (Artikel 18) und bezog sich sowohl auf Hochkultur (Ernste Kunst) als auch Laienkultur (künstlerisches Volksschaffen) ebenso auf Unterhaltungskunst, Touristik und Körperkultur (Sport).

Im Fokus: Baukulturelle Bildung

Baukulturelle Bildung als das Bilden über, von und durch Räume verbindet Geschichte und Tradition, Stadt- und Raumplanung, Architektur und Denkmalschutz, Landschaftsarchitektur und Kunst am Bau. Baukultur und ihre Vermittlung ermöglichen ästhetische Erfahrungen und fördert vielfältige Kompetenzen zur Gestaltung und Aneignung des (bebauten) Raums und der Umwelt.

Den Diskurs fortführen: Milieuübergreifende kulturelle Bildungskonzepte

Kultur für alle? Kultur mit allen! Milieuübergreifende kulturelle Bildungskonzepte

Wie kann Kulturelle Bildung nicht nur alle erreichen, sondern Konzepte entwickeln, mit denen junge Menschen aus unterschiedlichen Milieus gemeinsam künstlerisch-kreativ werden und trotz unterschiedlicher Lebenswelten gegenseitiges Verständnis für einander entwickeln?

Digitalisierung @ Kulturelle Bildung

Im postdigitalen Zeitalter ist die Trennung von Analogem und Digitalem obsolet geworden. Dies hat nicht nur starke gesellschaftliche Auswirkungen, sondern führt vor allem zu neuen ästhetischen Wahrnehmungs- und Ausdrucksformen. Das verändert auch die Kulturelle Bildung. Möglichkeiten der kreativen Gestaltung und die Vermittlung in den Künsten erfahren durch digital-analoge Praktiken neue Anforderungen in Hinblick auf Persönlichkeitsbildung, Teilhabe und digitale Mündigkeit.