Autor*innen-Aufruf: Haus, Raum, Stadt - Baukulturelle Bildung als Teil der Kulturellen Bildung

Baukulturelle Bildung zielt darauf ab, Menschen für die Wahrnehmung ihrer Umgebung zu sensibilisieren und für einen verantwortlichen Umgang mit der geplanten und gebauten Umwelt zu qualifizieren. Baukulturelle Bildung als das Bilden über, von und durch Räume verbindet Geschichte und Tradition, Stadt- und Raumplanung sowie -nutzung, Architektur und Denkmalschutz, Landschaftsarchitektur und Kunst am Bau. Die Vermittlung von Baukultur ermöglicht ästhetische Erfahrungen und fördert vielfältige Kompetenzen zur Gestaltung und Aneignung des (bebauten) Raums, der Umwelt.

Kulturelle Bildung und Schule

Autor*innenaufruf: Kooperation und Koproduktion von Schule und Kultur für bessere Bildungschancen und Kulturelle Schulentwicklung

Die Wissensplattform Kulturelle Bildung Online sucht Fachbeiträge aus Theorie, Praxis und Forschung, die reflektieren, wie Schule mit Kunst und Kultur zu anregenden Lebens- und Entfaltungsorten für junge Menschen weiterentwickelt werden können und wie es gelingt, dass Bildung stärker auf Persönlichkeitsbildung und Subjektstärkung denn auf ihre ökonomische Verwertbarkeit fokussiert wird.

Kultur.Macht.Bildung

Veröffentlichung von Tagungsbeiträgen und kubi-online Fachartikeln zum Diskursthema Kultur.Macht.Bildung der 6. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung

Einführung: Prof. Dr. Cornelie Dietrich, Universität Lüneburg

Wert und Wirksamkeit kulturell-ästhetischer Tätigkeiten scheint für Bildungsprozesse unumstritten, wenngleich beides nicht ohne weiteres empirisch nachzuweisen ist.

Im Fokus: Kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Wie können kulturelle Bildungskonzepte in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft aussehen, um Ausgrenzungen, sozialen Ungerechtigkeiten, politischen Verunsicherungen und wachsender Individualisierung etwas entgegenzusetzen? Was kann eine ästhetisch-künstlerische Praxis und soziale Kulturarbeit für Gemeinsinn, Gemeinwohl und Demokratie leisten, wo gesellschaftliche Entwicklungen Menschenrechte in Frage stellen und Teilhabe und Partizipation behindern?

Kultur.Macht.Bildung

Veröffentlichung von Tagungsbeiträgen und kubi-online Fachartikeln zum Diskursthema Kultur.Macht.Bildung der 6. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung

Einführung: Prof. Dr. Cornelie Dietrich, Universität Lüneburg

Wert und Wirksamkeit kulturell-ästhetischer Tätigkeiten scheint für Bildungsprozesse unumstritten, wenngleich beides nicht ohne weiteres empirisch nachzuweisen ist.

Von Joachim Kettel (2018)

Künstlerische Kunstpädagogik im Kontext: „The Missing LINK 2016” – Übergangsformen von Kunst und Pädagogik in der Kulturellen Bildung

Der gegenwärtige und zukünftige Diskurs der Kulturellen Bildung muss sich verstärkt den Fragen nach Vermittlungskompetenzen und -qualitäten der in die jeweiligen Projekte involvierten Künstler*innen und Kunstpädagog*innen widmen! Bisher wurde er weitgehend im Hinblick auf rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen wie auch kulturpolitische und bildungspolitische Aspekte geführt. Die in die jeweiligen Prozesse involvierten Künstler*innen und Kunstpädagog*innen, die eine gelingende Kulturarbeit im Schnittstellenbereich von Schule und außerschulischen Bildungsorten und -institutionen bewerkstelligen, sind im Diskurs deutlich unterrepräsentiert. Das Konzept der Künstlerischen Bildung des Übergängigen bietet eine zeitgemäße didaktisch-methodische Grundlage schulischer und außerschulischer Vermittlungsprozesse im Kontext Kultureller Bildung.

Von Max Fuchs (2018)

Qualität – eine Leitformel zwischen Entwicklungsimpuls und Kampfbegriff

Was ist Qualität? Was ist Qualität in der künstlerisch-ästhetischen Praxis und was sind deren Kriterien? Wer bestimmt mit welcher Legitimation und welchen Begründungen über Qualitätskriterien? Diesen Fragen geht der Beitrag kritisch nach: Aus welchem Kontext gelangen Evaluationen in den 1990er Jahren in die Bereiche der Kulturellen Bildung? Wer sind die Auftraggeber*innen der Studien und Evaluationen und welche Ziele verfolgen sie damit? Dieser Beitrag bietet ebenso gute Beispiele aus der künstlerisch-ästhetischen Praxis und offeriert somit den Akteuren aus den Feldern der Kulturellen Bildung positive Ansätze, die Evaluation ihrer (Vermittlungs)Praxis selbst in die Hand zu nehmen.

Von Ivo Züchner (2018)

Ganztagsschulen und Kulturelle Bildung

Der breite Ausbau von Ganztagsschulen seit 2003 hat auch eine Veränderung und Weiterentwicklung der Landschaft der kulturellen Jugendbildung mit sich gebracht: Er ging mit einem Ausbau von Angeboten Kultureller Bildung an Ganztagsschulen einher und auch mit einem Ausbau der Kooperation von Schulen und Trägern der kulturellen Jugendbildung. Die stellen damit einen Teil der Erweiterung der Bildungsangebote im Kontext von Ganztagsschulen dar. Der folgende Beitrag versucht eine kurze Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, gestützt unter anderem auf Daten der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG).

Von Carmen Mörsch (2018)

Critical Diversity Literacy an der Schnittstelle Bildung/Kunst: Einblicke in die immerwährende Werkstatt eines diskriminierungskritischen Curriculums

Vor dem Hintergrund aktueller Fluchtbewegungen und der Tatsache, dass die Länder des deutschsprachigen Raums als Migrationsgesellschaften verstanden werden, wird im Diskurs und in der Praxis kultureller Bildung genauso wie in der künstlerischen Ausbildung die Frage nach dem Umgang mit Alterität – sozial hergestellte, häufig abgewertete Andersheit, abgrenzend zu „Identität“ – und Diversität dringlich. In dieser Hinsicht beschreibt der Text die gegenwärtige Entwicklung eines praxisforschungsbasierten Curriculums für eine diskriminierungskritische Aus- und Weiterbildung an der Schnittstelle von Bildung und Künsten. Der Text reflektiert auch eine wesentliche Herausforderung bei der Materialentwicklung: Wie kann es gelingen, die Dominanzverhältnisse, die analysiert und angegangen werden sollen, nicht durch das Curriculum selbst zu reproduzieren?