Kulturelle Teilhabe in der DDR – Im Blick zurück nach vorn

„Erstürmt die Höhen der Kultur!“ – Was lässt sich von diesem Anspruch der (Kultur-)Politik der DDR für gegenwärtige Fragen kultureller Teilhabe ableiten? Im Kontext der Diskurse Kultureller Bildung wird selten auf die Erfahrungen und Erkenntnisse kultureller Teilhabe in der DDR verwiesen. Die Beschäftigung mit der Kulturpolitik und Kulturarbeit in der DDR ist im Rückblick jedoch aufschlussreich, da dort seit 1945 Strategien und Formate chancengerechter kultureller Teilhabe erprobt wurden.

Den Diskurs fortführen: Milieuübergreifende kulturelle Bildungskonzepte

Kultur für alle - Kultur mit allen!

Wie kann Kulturelle Bildung mehr Menschen erreichen, zielgruppenspezifische Segmentierungen überwinden und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen? Welche Konzeptansätze haben das Potenzial, dass junge Menschen aus unterschiedlichen Milieus gemeinsam künstlerisch-kreativ werden und trotz unterschiedlicher Lebenswelten gegenseitiges Interesse und Verständnis für einander entwickeln?

Von Birgit Mandel, Birgit Wolf (2021)

Diskurs: Staatsauftrag „Kultur für alle“ in der DDR

Auf welche Weise wurde in der DDR versucht, Kunst und Kultur der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen? Wurden die Ziele einer „Kultur für alle und von allen“ erreicht? Zentrale Erkenntnisse des Forschungsprojektes zu Programmen und Wirkungen kultureller Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR werden multimedial vorgestellt.

Im Fokus: Baukulturelle Bildung

Baukulturelle Bildung als das Bilden über, von und durch Räume verbindet Geschichte und Tradition, Stadt- und Raumplanung, Architektur und Denkmalschutz, Landschaftsarchitektur und Kunst am Bau. Baukultur und ihre Vermittlung ermöglichen ästhetische Erfahrungen und fördert vielfältige Kompetenzen zur Gestaltung und Aneignung des (bebauten) Raums und der Umwelt.

Von Joachim Kettel (2018)

Künstlerische Kunstpädagogik im Kontext: „The Missing LINK 2016” – Übergangsformen von Kunst und Pädagogik in der Kulturellen Bildung

Der gegenwärtige und zukünftige Diskurs der Kulturellen Bildung muss sich verstärkt den Fragen nach Vermittlungskompetenzen und -qualitäten der in die jeweiligen Projekte involvierten Künstler*innen und Kunstpädagog*innen widmen! Bisher wurde er weitgehend im Hinblick auf rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen wie auch kulturpolitische und bildungspolitische Aspekte geführt. Die in die jeweiligen Prozesse involvierten Künstler*innen und Kunstpädagog*innen, die eine gelingende Kulturarbeit im Schnittstellenbereich von Schule und außerschulischen Bildungsorten und -institutionen bewerkstelligen, sind im Diskurs deutlich unterrepräsentiert. Das Konzept der Künstlerischen Bildung des Übergängigen bietet eine zeitgemäße didaktisch-methodische Grundlage schulischer und außerschulischer Vermittlungsprozesse im Kontext Kultureller Bildung.