Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, unterstützt die Wissensplattform Kulturelle Bildung Online:

Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Ausprägung qualitativer Standards“

Von Joseph Beuys stammt die Aussage „Das Atelier ist zwischen den Menschen“. Genau dort findet die kulturelle Bildung ihren Raum, die Kultur als Modus unseres Zusammen­lebens. Die Diskussionen über die kulturelle Bildung und ihren hohen Stellenwert nicht nur für die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Einzelnen, sondern für unsere ganze Gesell­schaft, verfolge ich bereits seit vielen Jahren. Oft gibt es dazu einen konkreten Anlass – beispielsweise wenn es um Konzepte geht, wie für das künftige Humboldt-Forum in Berlin neue Präsentationsformen der Kultur in multiethnischen Gesellschaften entwickelt wer­den können. Die intensiven Debatten der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass inzwischen die kulturelle Bildung nicht nur für die Kulturpolitik von großer Bedeutung ist. Daher haben sich die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag zu dem Ziel bekannt, „jedem Einzelnen unabhängig von seiner sozialen Lage und ethnischen Herkunft gleiche kulturelle Teilhabe in allen Lebensphasen zu ermöglichen“. Im Zentrum stehen dabei Qualität, Nachhaltigkeit sowie Teilhabe, immer mit einem besonderen Fokus auf den demographischen Wandel und die Inklusion. Als Staatsministerin für Kultur und Medien interessieren mich darüber hinaus auch die Chancen, die sich den „digital natives“ eröff­nen, um sich neue kulturelle Welten zu erschließen, sowie die Rahmenbedingungen für kulturelle Bildung im föderalen Staat.

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung hat gemeinsam mit den bei­den Bundesakademien für Kulturelle Bildung in Remscheid und Wolfenbüttel sowie der Stiftung Universität Hildesheim das Projekt einer „Feldvermessung der kulturellen Bil­dung“ in Angriff genommen. Dabei spielt die aus meinem Etat mitfinanzierte Wissens­plattform „Kulturelle Bildung Online“ eine maßgebliche Rolle, in der die neuesten Er­kenntnisse aus Theorie, Praxis und Forschung gebündelt und kostenfrei zugänglich ge­macht werden.

Ich danke allen Akteuren für die große Professionalität und Leidenschaft, mit der sie dieses Vorhaben konzipiert und umgesetzt haben, um so zur wissenschaftlichen Verstän­digung über Qualitätsstandards in Kunst, Kultur und Pädagogik beizutragen. Sie geben damit der Kultur als verbindendem Element unseres Zusammenlebens ein solides Funda­ment.

 

Prof. Monika Grütters MdB

Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin

19. Mai. 2014