Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

612 Beiträge im Themenfeld

Von Sandra Hesse, Thomas Overdick (2026)

Resonanz als Gelingensfaktor. Beziehungsqualitäten im Museum verstehen und gestalten

Der Beitrag diagnostiziert unter Bezugnahme auf die Gesellschaftsanalyse Hartmut Rosas die Situation des Museums der Moderne. Davon ableitend wird mit dem Modus der Resonanz ein neuer Maßstab für ein gelingendes Museum vorgeschlagen und dargelegt, wie das Museum als Resonanzraum der Kulturellen Bildung verstanden und gestaltet werden kann.

Von Sarah Hübscher (2026)

What’s the frequency? Künstlerisch-wissenschaftliche Resonanzen

Kulturelle Bildung braucht Formate, in denen Theorie und Praxis untrennbar zusammenspielen und in Aushandlung gehen. Der Text rekonstruiert einen Workshop mit Menschen aus unterschiedlichen Feldern Kultureller Bildung, in dem „Frequenz“ als künstlerisch-wissenschaftlicher Arbeitsbegriff spielerisch zwischen Selbstreflexion, Resonanz und Begegnung erprobt wird. Auf einer Metaebene lädt der Text zur Frequenzarbeit ein, um machtkritische Kulturarbeit zu fördern.

Von Christiane Dätsch (2026)

Mein Erbe – Dein Erbe?! Das Konzept des geteilten Erbes in der Vermittlungsarbeit

Das Konzept des geteilten Kulturerbes hat Konjunktur. Migration und Postkolonialismus verändern Erinnerungsdiskurse. Zugleich befindet sich in Europas Museen ‚fremdes‘ Kulturerbe, dessen Bedeutung für die Vermittlungsarbeit neu zu bestimmen ist. Dieser Herausforderung geht der Beitrag nach, indem er Spielarten, Chancen und Limitationen des geteilten Erbes vorstellt und an einem Beispiel illustriert.

Von Marion Gerards, Norbert Frieters-Reermann (2026)

Reflexiv, machtkritisch und kreativ. Gelingensbedingungen und Handlungsanregungen für eine diversitätssensible ästhetische Praxis in Kontexten Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung

Ästhetische Praxen sind nicht per se radikal oder widerständig, sondern sie sind als soziale Praxen in Machtverhältnisse eingebettet. Der Beitrag trägt Gelingensbedingungen und Handlungsanregungen einer diversitätssensiblen und machtkritischen ästhetischen Praxis in Kontexten Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung zusammen.

Von Matthias Gräßlin, Katharina Witte (2026)

Radikal inklusiv – Von der Teilhabe zur Gestaltung in kultureller Vielfalt

Der an sich offene und auf der Vorstellung sozialer Vielfalt basierende Begriff der Inklusion wird allzu oft auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen reduziert. Ist er damit in seinem ursprünglichen Verständnis unbrauchbar geworden? Wie lässt sich Inklusion radikal neu denken? Wie kann eine konsequent inklusive Kulturelle Bildung aussehen und wie lässt sie sich realisieren?

Von Christian Gedschold, Stefanie Sauer (2026)

Mind the Gap. Eine theaterpädagogische Methode zur Bearbeitung sozialer Konflikte in transnationalen Räumen

Wie lassen sich Konflikte in transnationalen Lebenswelten sichtbar machen und bearbeiten? Die theaterpädagogische Methode „Mind the Gap“ verbindet Forschung zu vietnamesischen Weltfamilien mit spielerischen Perspektivwechseln. Sie zeigt, wie kulturelle Abstände verringert, Selbstwirksamkeit gestärkt und Ambiguitätstoleranz in Gruppen gefördert werden können.

Von Gabriele Weiß (2026 / 2021)

Ästhetische Erfahrungen. Ihre differenten Formen, Dimensionen, Verständnisweisen und die (Un-)Möglichkeiten ihrer Bildung

Wie lassen sich ästhetische Erfahrungen als Prozess beschreiben und begründen, aus denen Transformationen von Selbst-Welt-Verhältnissen, also Bildung, hervorgehen? Dieser Frage geht der Beitrag unter Rekurs auf zentrale Theorien nach und betont, dass bestimmte Dimensionen bzw. Potenziale des Ästhetischen verloren gehen – und zwar jene, die sich weder einer pädagogischen Praxis noch einer Wirkungsforschung fügen.

Von Mirjam Schaub (2026)

Zwischen Selbstermächtigung und gesellschaftlicher Transformation: Historische und aktuelle Dimensionen von Radikalität

„Radikal“ ist nicht extremistisch! Radikalität ist vielmehr ein Grundimpuls für Selbstermächtigung, kollektive Transformationsprozesse und den Mut, sich für die Freiheit aller einzusetzen. Das Video-Interview geht kulturphilosophisch und gegenwartsbezogen dem Phänomen der Radikalität nach und zeigt Verknüpfungspunkte zur Kulturellen Bildung auf.