Themenfeld:

Theorie- und Praxisentwicklungen

190 Beiträge im Themenfeld

Von Maike Gunsilius (2023)

Partizipatives Forschen im Kinder- und Jugendtheater als künstlerische Intervention im Kontext Kultureller Bildung

Der Artikel gibt einen Überblick über Ansätze, Prozesse und Formate partizipativer Forschung im Kinder- und Jugendtheater. Er diskutiert die Frage, inwiefern diese als Intervention in Kontexten Kultureller Bildung zu sehen und als Beitrag der Forschung zu Fragen gesellschaftlicher Transformation anerkannt werden.

Von Tom Braun (2023 / 2022)

Auftrag Schule – Konflikt Kunst? Notizen zur fragilen Position von Künstler*innen im institutionellen Gefüge der Schule

Der Beitrag fragt, welche Handlungsspielräume für Künstler*innen im institutionellen Leistungskontext der Schule bestehen. In der Gegenüberstellung schulischer und künstlerischer Prinzipien sowie entlang aktueller Kritiklinien an Schule werden Möglichkeitsräume und Konfliktpunkte analysiert.

Von Bettina Heinrich (2023)

Gendered Spaces?! Kultur und Medien als Lebenswelten von Mädchen*

Kultur- und Medienwelten von Jugendlichen sind ‚Gendered Spaces‘. In diesen sind sowohl die Produktion als auch Reproduktion von Geschlechterbildern und deren Dekonstruktion existent. Wie wirkmächtig die Kategorie ‚Geschlecht’ in den kulturellen Alltagswelten von Jugendlichen ist, und dass wir auch heute noch neue und erweiterte Ansätze in der Mädchen*kulturarbeit, aber auch Mädchen*arbeit benötigen, zeigt der Artikel auf.

Von Cornelie Dietrich (2023)

Transformationsprozesse der Schule und die Kulturelle Bildung

Der Beitrag analysiert und diskutiert eine schulische Transformationsthematik, die hinter den gesamtgesellschaftlichen Thematiken liegt: die Transformation von einem individualistischen zu einem relationalen Bildungsverständnis; er fragt weiterhin, ob und wie sich diese Veränderung in und durch Kulturelle Bildung vollziehen kann.

Von Mariel Renz (2023)

Intermedialität als performatives Entgrenzungsphänomen und Potential für soziale Entwicklungs- und Veränderungsprozesse

Intermedialität wird zunächst aus medien- und kunstgeschichtlicher Perspektive theoretisch reflektiert, um dann anhand des Workshops „Die Kunst der Veränderung“ zu veranschaulichen, wie intermediale (tanz-)künstlerische Praktiken Möglichkeitsräume für die Organisationsentwicklung in kommunalen Verwaltungen eröffnen.

Von Max Fuchs (2023)

Entwicklungen und Paradigmenwechsel in der Kulturellen Bildung

Ausgehend von einer Heterogenität von Praxisfeldern, Ansätzen und Forschungsgegenständen sowie dem Nebeneinander unterschiedlichster Konzeptionen und Theorien, versucht der Beitrag eine wissenstheoretische Entwicklungstheorie Kultureller Bildung. Er bietet erziehungswissenschaftliche Einordnungen zu Begrifflichkeiten, Theoriemodellen, Forschungsstrategien und verdeutlicht in historischer Perspektive, welche Veränderungen im Bereich der Pädagogik generell und der Kulturpädagogik im Besonderen identifiziert werden können.

Von Franz Kasper Krönig (2023 / 2022)

Das Ende der Ökonomisierung der Kulturellen Bildung?

Der Autor gibt Hinweise auf eine sinkende Invisibilisierungskraft ökonomisierender Normenparadoxien, wenngleich mit der zunehmenden Lernorientierung in der Kulturellen Bildung eine Invisibilisierungsmöglichkeit der paradoxen Internalisierung ökonomischer Werte vorliegt (Paradoxie: Bildung ist Leistung), deren Kritik so marginal ist, dass sie aktuell erfolgreich sein kann.

Von Jörg Zirfas (2023 / 2022)

Normativität der Ästhetischen Bildung

Der vorliegende Artikel geht der Normativität der Ästhetischen Bildung in ihrer Geschichte nach. Er konstatiert historisch einen Wechsel von einem objektiven zu einem subjektiven Modell der Ästhetischen Bildung. Ästhetische Bildung ist heute einer Normativität des Möglichen verpflichtet und damit auch der Möglichkeit, andere Möglichkeiten des Normativen auszuloten.

Von Ute Pinkert (2022)

Transformation im Theater und Kultureller Bildung: Ein neues aktivistisches Paradigma?

Die gesellschaftliche Relevanz öffentlich geförderter Theater steht in radikaler Weise auf dem Prüfstand und hat zu einem „aktivistischen Turn“ im Bereich der darstellenden Kunst und der Theaterpädagogik geführt. Reflektiert werden die damit verbundenen Konsequenzen, die Darstellende auffordern, die Einlassung der theatralen Kommunikation in den sozialgesellschaftlichen Raum explizit zu verhandeln und für die Theaterpädagogik bedeuten, die Praxis des Positionierens, die eng mit dem Phänomen der Haltung verbunden ist, in den Blick zu rücken.

Von Isabel Dorn (2022)

Vom Theater als Raum für nicht verwirklichte Möglichkeiten zum Möglichkeitsraum

Eröffnet das Spiel einen Raum, um bereits existierende, aber nicht verwirklichte Möglichkeiten des Selbst zu verwirklichen? Oder schafft es eine Situation, die das Selbst erst hervorzubringen und zu reflektieren vermag? Der Artikel diskutiert diese Fragen ausgehend von Peter Simhandls Aufsatz „Theater als Spiel" (1998).